Rechtsanwaltskanzlei Dr. Brehm & Brehm-Kaiser
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letzte Aktualisierung am 26.07.2017

26.07.2017 - Exmatrikulation wegen Nichtzahlung von Beiträgen

Auch Studenten haben Geld zu haben - VG Mainz bestätigt Zwangsexmatrikulation wegen nicht gezahlten Semesterbeitrags MEHR unter www.studium-blog.com

29.06.2017 - HRK-Hochschulkompass erweitert und optimiert - Pressemitteilung vom 19. Juni 2017
 
Der Kompass durch die Hochschulwelt ist gründlich überholt worden und jetzt mit einem komplett überarbeiteten Auftritt online: Unter www.hochschulkompass.de bietet die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) nun auch kompakte Informationen über Profile und Selbstverständnis einzelner Hochschulen. Der neue Kooperationspartner ARD-alpha ermöglicht, dass die von ihm produzierten „Hochschulvisitenkarten“ ergänzend in den Hochschulkompass eingebunden werden. Bislang sind 70 dieser Filmbeiträge verfügbar, weitere werden folgen. Gerade für Studieninteressierte soll damit die Orientierung in der komplexen deutschen Hochschullandschaft erleichtert und besser erfahrbar werden.
 
Ebenfalls neu ist eine zusätzliche Möglichkeit für Studieninteressierte, sich ihrer Auswahl von Studienangeboten zu nähern: Unter dem Navigationspunkt „Studienbereiche kennenlernen“. werden neun Fächergruppen und fast alle 80 Studienbereiche mit ihren Besonderheiten und Anforderungen beschrieben.
 
Auch die Nutzung des Hochschulkompass mit mobilen Endgeräten wurde optimiert.
 
Der HRK-Hochschulkompass ist – nach den Angaben der HRK das derzeit umfassendste bundesweite Studieninformationsportal. Als einziges Portal beruht er auf autorisierten Selbstauskünften der Hochschulen.
 
Neben den Studieninformationen bietet hochschulkompass.de Daten der Ansprechpartner in den Hochschulen von Leitung über Pressestelle bis zu Auslandamt sowie Informationen über Promotionsmöglichkeiten und internationale Kooperationen. Hinzu kommt ein Studium-Interessentest, eine Studienplatzbörse für Restplätze jeweils am Ende der Zulassungsphase und schließlich eine WG-Suche.

 

29.06.2017 - Test für Medizinische Studiengänge (TMS) 2017
 
Das Testergebnis steht Ihnen in Ihrem TMS-Anmeldeportal frühestens am 30. Juni 2017 zum Abrufen und Ausdrucken zur Verfügung. Sie müssen das Testergebnis bis spätestens 30. September 2017 abgerufen haben, da danach das Testergebnis gelöscht wird.  

 

Wenn Sie Neu-Abiturient sind und am Test für Medizinische Studiengänge 2017 teilgenommen haben, tragen Sie bitte die Daten des Testergebnisses, dass Sie am 30.06.2017 erhalten, in Ihrem Bewerbungsantrag an hochschulstart.de ein. Das Testergebnis wird von einer großen Anzahl von Hochschulen bei der Auswahl im Auswahlverfahren der Hochschulen berücksichtigt. Beachten Sie bei Ihrer Auswahl der Hochschulen hierbei die von den Universitäten angegebenen unterschiedlichen „Gutschriften“ auf Ihre Abiturnote. 

 

Alt-Abiturienten, als Wiederbewerber, die am TMS 2017 teilgenommen haben, dürfen in Kenntnis ihres TMS-Ergebnisses die Studienorte für das Auswahlverfahren der Hochschulen und auch ihren Studiengangswunsch einmalig neu festlegen. Da Änderungen in AntOn für Alt-Abiturienten nicht mehr möglich sind, nehmen Sie die Änderung formlos schriftlich vor und senden diese unter Angabe Ihrer Registriernummer zusammen mit der Kopie des Testergebnisses bis zum 15. Juli 2017 (Eingang bei hochschulstart.de) an hochschulstart.de. Beachten Sie bitte, dass die Universität Greifswald Ortsänderungswünsche von Alt-Abiturienten nach dem 31. Mai 2017 nicht mehr akzeptiert.

Bewerbungsschluss für Alt-Abiturienten ist der 31.05.2017

 

Bitte beachten Sie den Bewerbungsschluss für Alt-Abiturienten für die medizinischen Studiengänge und die Pharmazie (hochschulstart.de-Studiengänge): Dies ist der 31.05.2017!
 
Alt-Abiturient ist eine Bewerberin/ein Bewerber für das Wintersemester 2017/2018 , der seine Hochschulzugangsberechtigung vor dem 16. Januar 2017 erworben hat.
 
Bitte bewerben Sie sich in allen drei Quoten für jeweils 6 Studienorte, auch wenn Ihnen aufgrund Ihres Abiturdurchschnitts dies „unsinnig“ erscheinen mag.

Frankfurter Medizinstudenten wollen mehr Geld für die Tätigkeit als Arzt im Praktikum

 

Blut entnehmen und bei Operationen den Haken halten: Solche Tätigkeiten seien für einen angehenden Arzt nicht besonders lehrreich, meint die Fach­schaft Medizin der Goethe-Universität. Trotzdem würden Studenten im Prakti­schen Jahr, dem letzten Teil der ärztli­chen Ausbildung, regelmäßig zu solchen Hilfsarbeiten herangezogen. Auf solche und andere Missstände wollen die Nach­wuchsmediziner am Donnerstag mit ei­nem Aktionstag aufmerksam machen.


Die Studenten kritisieren, dass für das Praktische Jahr am Uniklinikum und den akademischen Lehrkrankenhäu­sern kein Lohn, sondern lediglich eine Aufwandsentschädigung von 300 Euro im Monat gezahlt werde. „Von dieser Summe kann in Frankfurt niemand le­ben.“ Angemessen wäre nach Ansicht der Fachschaft ein Betrag von 649 Euro - das entspricht dem BaföG- Satz für Studenten, die nicht bei den El­tern wohnen. Die Entschädigung dürfe auch nicht, wie bisher üblich, mit BaföG- Bezügen verrechnet werden.


Außerdem müsse es im Praktischen Jahr feste Lehrveranstaltungen wie etwa Seminare und Zeitfenster für selbständi­ges Lernen geben. So könnten die Teil­nehmer die Erfahrungen aus dem Klinik­alltag aufarbeiten und sich auf das münd­liche Examen vorbereiten.

Höherstufung ist häufig problematisch!
 
Zu jedem Semester kommt es vor, dass Bewerber der medizinischen Studiengänge, die sich als Studienanfänger und – aufgrund anrechenbarer Leistungen z.B. aus dem EU-Ausland – für ein höheres Fachsemester beworben haben, zwar eine Zulassung in das 1. Fachsemester als Studienanfänger, nicht aber in das höhere Fachsemester, z.B. in das 1. klinische Fachsemester erhalten.
 
Dies sind Fälle, für die wir keine „allgemeinverbindliche Patentlösung“ anbieten können. Gerne beraten und vertreten wir Sie, wenn Sie ein solches Problem der Höherstufung haben oder sich zum Beispiel für ein nicht Ihrer Qualifikation (Anrechnung) entsprechendes Semester bewerben möchten.
 
Allerdings können wir an dieser Stelle folgenden – generellen – Rat geben:
 
Da Höherstufungsanträge an fast allen Universitäten fristgebunden sind, sollten Studienbewerber zugleich mit dem Antrag auf Zulassung in ein höheres Fachsemester auch einen (vorsorglichen, wenn möglichen) Höherstufungsantrag stellen. Dies hat für den geschilderten Fall Bedeutung, dass Sie zwar keinen Platz im höheren Fachsemester, jedoch im 1. Fachsemester erhalten (haben).
 
Wenn Sie einen Höherstufungsantrag erst dann stellen, wenn Sie bereits den Studienanfängerplatz erhalten haben, kommt er in der Regel zu spät.
 
Wir beraten und vertreten Sie gerne!  

Grenzen des Anspruchs auf Ausbildungsunterhalts
 
Der Bundesgerichtshof (BGH), das höchste deutsche Zivilgericht, hat sich mit der Frage befasst, in welchem Umfang und unter welchen Umständen die Eltern eine Berufsausbildung ihrer Kinder finanzieren müssen (Beschluss vom 03.05.2017, Az.: XII ZB 415/16).
 
In der Regel haben Eltern ihren Kindern eine Ausbildung zu finanzieren. Schwierig wird es, wenn die Ausbildung aus verschiedenen Teilen besteht. Dann muss ein einheitlicher  Ausbildungsgang vorliegen.
 
Nach dem BGH liegt ein einheitlicher Ausbildungsgang vor, wenn „ein Kind nach Erlangung der Hochschulreife auf dem herkömmlichen schulischen Weg (Abitur) eine praktische Ausbildung (Lehre) absolviert hat und sich erst danach zu einem Studium entschließt (sog. Abitur-Lehre-Studium-Fälle). Hierfür müssen die einzelnen Ausbildungsabschnitte jedoch in engem zeitlichen und sachlichen Zusammenhang stehen; die praktische Ausbildung und das Studium müssen sich jedenfalls sinnvoll ergänzen.“
 
Im vorliegenden Fall ging es vorwiegend um die Frage des zeitlichen Zusammenhangs der verschiedenen Ausbildungsabschnitte.
 
Laut BGH gibt es keine feste Altersgrenze, ab der ein Anspruch auf Ausbildungsunterhalt entfällt. Maßgeblich sind vielmehr immer die Umstände des Einzelfalls und insbesondere, ob die Eltern noch damit haben rechnen müssen, dass das Kind ein Studium und damit weitere Ausbildungsstufen aufnimmt. Dabei setzt der Unterhaltsanspruch nicht voraus, dass man den Ausbildungsplan mit dem Unterhaltspflichtigen abstimmt. Wenn der Unterhaltspflichtige von dem Ausbildungsplan jedoch erst sehr spät erfährt, kann dies der Zahlung des Unterhalts wegen Unzumutbarkeit entgegenstehen.
Bei einem angestrebten Studiengang, der mit einem Numerus clausus belegt ist, führt die notenbedingte Wartezeit jedenfalls nicht zum Entfallen des Anspruches auf Ausbildungsunterhalt. Während der Wartezeit allerdings hat das Kind die Verpflichtung, seinen Unterhalt durch angemessene Erwerbstätigkeit selbst sicherzustellen.
 
Dass die notenbedingte Wartezeit nicht zum Entfallen des Unterhaltsanspruches führt ist begrüßenswert und klarstellend!
 
In der Folge hat der BGH den Zeitmoment weiter beleuchtet und kam zu dem Ergebnis, dass der Vater in dem konkreten Fall keinen Unterhalt mehr schuldet, da die Tochter zu Studienbeginn „fast 26 Jahre“ war und der Vater bei diesem Alter der Tochter nicht mehr ohne weiteres mit der Aufnahme eines Studiums rechnen musste. Zwar ist ein altersmäßig früherer Beginn eines Medizinstudiums aufgrund der derzeitigen 15 notwendigen Wartesemester kaum möglich, dies war für den BGH jedoch nicht der entscheidende Punkt. Hintergrund der Entscheidung war, dass Vater und Tochter überhaupt keinen Kontakt miteinander pflegten und der Vater daher von den Ausbildungsplänen der Tochter und damit von der geplanten mehrstufigen Ausbildung der Tochter keine Kenntnis hatte.

Numerus clausus - Studienplatzverteilung hakt angeblich noch immer – Behauptungen und Wirklichkeit
 
Auch im kommenden Wintersemester werden nach Ansicht der Linken wieder viele NC-Studienplätze frei bleiben - weil das Verteilverfahren nicht funktioniere. Das zeige eine Antwort des Bildungsministeriums auf eine Kleine Anfrage.
 
Grund: Beim Dialogorientierten Service-Verfahren (DoSV) zur Verteilung besonders begehrter Studienplätze – außerhalb der medizinischen Studiengänge und der Pharmazie - hake und ruckele es nach wie vor gewaltig – dies ist nicht unsere Auffassung aus der Praxis, aber dazu später.
 
Richtig ist, dass an diesem Verteilungssystem schon seit Jahren von Bund, Ländern und IT-Spezialisten herumgedoktert wird, allerdings, es läuft nicht „nur langsam besser“, sondern von Jahr zu Jahr erheblich besser und nur die Egoismen der Hochschulen verhindern, dass es schneller geht. Während im WS 2015/2016 nur 89 und im WS 2016/2017 noch 103 der etwa 180 staatlichen Hochschulen (knapp 60 Prozent), die zulassungsbeschränkte Bachelor-Studiengänge angeboten haben, dies über das DoSV getan haben, werden es im kommenden Wintersemester (maximal) 130 sein, die ihre Studienplätze über die Studienplatz-Datenbank DoSV vergeben.
 
Dies geht aus einer Antwort des Bundesbildungsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Auch wird dort behauptet, dass „fast jeder 20. NC-Platz frei bleibt“. Auch daran haben wir Zweifel.
 
-          Die Teilnahme staatlicher Hochschulen am Serviceverfahren ist keinesfalls „schwach“, wie behauptet.
-          Auch die Behauptung, dies gelte als einer der Gründe dafür, dass in Deutschland Jahr für Jahr über 10.000 begehrte Studienplätze etwa in Medizin, Betriebswirtschaftslehre oder Jura am Ende unbesetzt blieben, ist falsch. Zunächst einmal werden die Studienplätze in den medizinischen Studiengängen nicht im DoSV, sondern zentral von hochschulstart.de vergeben und in der Regel „überbuchen“ die Universitäten die festgesetzte Zahl von medizinischen Studienplätzen.
-          Dies gilt in der Regel auch für die Psychologie, in der die meisten Plätze im DoSV vergeben werden.
-      Auch werden – nach unserer langjährigen Erfahrung - in der Regel in Betriebswirtschaftslehre oder Jura die Plätze alle besetzt, wenn nicht gar ebenfalls überbucht.
 
Zwar blieben nach den bisher aktuellsten Zahlen für das Wintersemester 2015/2016 etwa 11.500 von 252.000 Bachelor-Plätzen mit örtlichem NC und damit fast jeder 20. Studienplatz in den besonders gesuchten Fächern blieb damit frei (4,6 Prozent), aber wir gehen davon aus, dass dies Studiengänge waren, in denen es weniger Bewerber als Studienplätze gab. Dies sagt aber nichts über das System aus.
 
Richtig ist dagegen, dass sich einige Hochschulen gegen die Einbeziehung in das DoSV wehren und lieber auf eigene „hausgemachte“ Auswahlverfahren setzen. Sie werden aber – auch teilweise gezwungen durch gesetzliche Vorgaben und auch durch richterliche und anwaltliche Kritik an „selbstgestrickten“ Vergabekriterien immer weniger.
 
Die Linke-Hochschulexpertin Nicole Gohlke fordert in dieser Situation ein Bundeshochschulzulassungsgesetz zur besseren zentralen Steuerung. Sie wirft dem Ministerium vor, die massiven Probleme beim DoSV einfach zu ignorieren. Ihre Äußerung „Obwohl der Bund seit 2006 ausdrücklich die Kompetenz hat, die Hochschulzulassung bundeseinheitlich zu regeln, schiebt die Regierung jegliche Verantwortung von sich" sowie "In Dauerschleife steht das Zulassungschaos in jedem Semester auf der Tagesordnung" ist politisch und polemisch und hat mit der Zulassungswirklichkeit – vielleicht abgesehen von wenigen Einzelfällen – nichts zu tun.
 
Dementsprechend sieht die Regierung "keinen Handlungsbedarf", wie das Bildungsministerium in seiner Antwort auf Gohlkes Anfrage jetzt erneut betont. Zuständig seien allein die Länder und ihre Hochschulen. "Maßnahmen von Seiten des Bundes sind daher nicht angezeigt." Und ohnehin sei "der bundesweite Anteil der zulassungsbeschränkten Studiengänge mit 41,5 Prozent zum Wintersemester 2016/2017 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken".
 
Wir sehen in der Hochschulwirklichkeit – abgesehen von dem nach wie vor katastrophalen Vergabesystem in den medizinischen Studiengängen dagegen jedes Jahr eine Verbesserung. Dass es noch nicht so klappt, wie es klappen könnte, liegt am Egoismus der Hochschulen – dazu aber bereits oben. 

• 04.05.2017 - Bundeswehrärzte, die ihren Dienst vorzeitig quittieren, müssen dem Bund die Ausbildungskosten erstatten
 
Soldaten auf Zeit, die auf Kosten des Bundes ein Hochschulstudium absolvieren, die Bundeswehr jedoch vor Ablauf ihrer Verpflichtungszeit verlassen, sind grundsätzlich verpflichtet, dem Bund die Ausbildungskosten zu erstatten. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig vor wenigen Tagen entschieden.
 
Geklagt hatten ehemalige Soldaten auf Zeit, die während ihrer Bundeswehrzeit auf Kosten des Bundes ein Hochschulstudium absolviert haben. In der großen Mehrheit der Fälle hatten sie Humanmedizin studiert. Sie hatten diese Studienplätze über die Bundeswehr-Quote bekommen, die sie sonst wegen Leistung und Wartzeit erst nach langer Zeit erhalten hätten.
 
Nach der Verpflichtungserklärung der Kläger hätten diese für einen Zeitraum von rund zehn Jahren nach Abschluss des Studiums in der Bundeswehr als Sanitätsoffiziere Dienst leisten müssen. Die Kläger haben jedoch bereits nach etwa zwei bis drei Jahren die Bundeswehr verlassen, um einer zivilen Berufstätigkeit (in der Regel als Ärzte) nachzugehen. Die Wehrverwaltung forderte daraufhin von den Klägern das während des Studiums erhaltene Ausbildungsgeld von monatlich rund 1.800,00 € sowie Fachausbildungskosten, die nach dem Studium während der Tätigkeit als Sanitätsoffizier entstanden sind, zurück.
 
Zur Begleichung der durchweg sechsstelligen Rückforderungssummen hat der Bund im Rahmen des ihm zur Vermeidung von Härtefällen eingeräumten Ermessens den Klägern Stundung und Ratenzahlung gewährt. Für die gestundeten Beträge wurde ein Zinssatz von 4 % festgesetzt.
 
Die hiergegen gerichteten Klagen und Berufungsverfahren sind in ganz überwiegendem Umfang ohne Erfolg geblieben. Einige Verwaltungsgerichte haben mit Blick auf die anhaltende Niedrigzinsphase den Zinssatz abgesenkt. Die in der Regel nur wegen der Festsetzung von Zinsen zum Bundesverwaltungsgericht – dem höchsten deutschen Verwaltungsgericht - zugelassenen Revisionen haben zum Teil Erfolg gehabt.
 
Grundsätzlich habe der Bund zu Recht das während des Studiums gewährte Ausbildungsgeld und die im Anschluss entstandenen Fachausbildungskosten zurückgefordert. Die gesetzlich vorgesehene Rückzahlungsverpflichtung verletze nicht das Eigentumsrecht des ehemaligen Soldaten, sondern sie stelle einen angemessenen Ausgleich für die berechtigten, jedoch enttäuschten Erwartungen des Bundes dar, dass ihm der Soldat die auf Kosten des Bundes erworbenen Spezialkenntnisse und Fähigkeiten bis zum Ende der Verpflichtungszeit zur Verfügung stellen wird.
 
Der Rückzahlungsverpflichtung komme auch eine verhaltenssteuernde Wirkung zu. Sie soll Soldaten davon abhalten, entgegen ihrer Verpflichtungserklärung vorzeitig ihren Dienst aufzugeben und so die Personalplanung und Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr zu gefährden. Insoweit hat das Bundesverwaltungsgericht seine ständige Rechtsprechung bestätigt.
 
In zwei Punkten ist jedoch eine Korrektur an der Berechnungspraxis der Bundeswehr vorzunehmen. So sei es im Hinblick auf die Härtefallregelung ermessensfehlerhaft, wenn Zeiten, in denen approbierte Sanitätsoffiziere vollen Dienst als Arzt in einem Bundeswehrkrankenhaus leisten, nicht zur Verringerung der Rückzahlungsverpflichtung führten (sog. Abdienquote). Das gelte auch dann, wenn sie zu dieser Zeit eine einer zivilen Facharztausbildung ähnliche Fachausbildung erhielten. Maßgeblich sei allein, dass sie mit der ärztlichen Tätigkeit nach den Vorgaben der Bundeswehr die berechtigten Erwartungen des Bundes an ihre Dienstleistung als Arzt erfüllten.
 
Zudem sei die Festsetzung von Zinsen rechtswidrig, weil es hierfür an der erforderlichen gesetzlichen Grundlage fehle.

 

Dr. Brehm und Dr. Zimmerling haben als Autoren am Anwaltshandbuch Verwaltungsrecht mitgearbeitet, das in diesen Tagen in 4., aktualisierter Auflage 2017 mit einem Gesamtumfang von 1345 Seiten erschienen ist
 
Sie haben hierbei – wie schon in den Vorauflagen, das Rechtsgebiet Hochschulzulassungsrecht bearbeitet, also das Rechtsgebiet, in dem sie fast ausschließlich (Rechtsanwalt Dr. Brehm) bzw. überwiegend (Rechtsanwalt Dr. Zimmerling) tätig sind.
 
Im Münchener Anwaltshandbuch sind die wichtigsten Bereiche des Verwaltungsrechts durch erfahrene Spezialisten aktuell und anwaltsgerecht aufbereitet. Die Darstellung mit Checklisten, Formulierungsvorschlägen, Mustern und Praxistipps erleichtert die Mandatsbearbeitung entscheidend. Die 4. Auflage bringt das Werk auf den Rechtsstand von Anfang 2017. Alle wichtigen neuen Gerichtsentscheidungen und sämtliche Reformen der vergangenen Jahre sind eingearbeitet.  

"Masterplan Medizinstudium 2020" verabschiedet – er harrt der Umsetzung
 
Als „wichtigen Schritt zu modernem Medizinstudium“ haben die Beteiligten den am 31.03.2017 beschlossenen "Masterplan Medizinstudium 2020" bezeichnet.
 
Auf die für unsere Mandanten bedeutsamen Einzelheiten  gehen wir in einem gesonderten Beitrag ein.
 
Bundesgesundheitsminister, Bundesforschungsministerin sowie Vertreterinnen und Vertreter der Gesundheits- und der Kultusministerkonferenz der Länder und der Koalitionsfraktionen des Deutschen Bundestages haben am 31.03.2017 den lange diskutierten "Masterplan Medizinstudium 2020" beschlossen.
 
Der Bundesgesundheitsminister bezeichnete ihn als „einen wichtigen Schritt hin zu einem modernen Medizinstudium, das Ärztinnen und Ärzte auf die künftigen Herausforderungen vorbereitet und eine gute Patientenversorgung überall in Deutschland auch in Zukunft sicherstellt. Mehr Praxisbezug im Studium und eine Stärkung der Allgemeinmedizin sind gerade mit Blick auf die gute Versorgung im ländlichen Raum von großer Bedeutung. Zugleich wird die Befähigung zu wissenschaftlichem Arbeiten gestärkt - dies entspricht den Empfehlungen des Wissenschaftsrats und dem Wunsch vieler angehender Ärztinnen und Ärzte."
 
Die übrigen Kommentare der Beteiligten können Sie unter
http://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/2017/1-quartal/masterplan-medizinstudium-2020.html
nachlesen.
 
Der "Masterplan Medizinstudium 2020" sieht Veränderungen bei der Studienstruktur und den Ausbildungsinhalten vor. Die Lehre wird an der Vermittlung arztbezogener Fähigkeiten ausgerichtet. Dabei gilt das besondere Augenmerk dem Arzt-Patienten-Gespräch, das maßgeblich die Arzt-Patienten-Beziehung, den Behandlungserfolg und das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten beeinflusst. Die Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten wird weiter gestärkt. So erhalten Studierende das Rüstzeug für lebenslanges Lernen, um die Fülle immer neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse über ihr Berufsleben hinweg in der Praxis einsetzen zu können.
 
Mit dem "Masterplan Medizinstudium 2020" wird angestrebt, dass die angehenden Ärztinnen und Ärzte neben den bisher im Mittelpunkt der Ausbildung stehenden hochspezialisierten Fällen an den Universitätskliniken auch ganz alltägliche Erkrankungen in der ambulanten und stationären Praxis kennenlernen. Dazu wird z.B. festgeschrieben, dass Studierende während des Praktischen Jahrs ein Quartal in der ambulanten Versorgung verbringen. Die Allgemeinmedizin wird in der Ausbildung weiter gestärkt. Beispielsweise werden allgemeinmedizinische Inhalte künftig in der Lehre möglichst ab dem ersten Semester über das gesamte Studium hinweg vermittelt und im Staatsexamen wird auch Allgemeinmedizin geprüft.
 
Auch die Zulassung wird zeitgemäß weiterentwickelt. Diese soll verstärkt auf die heutigen und zukünftigen Anforderungen an ärztliche Tätigkeiten ausgerichtet werden. Soziale, kommunikative Kompetenzen und eine besondere Motivation für das Medizinstudium werden stärker gewichtet.
 
Als weiterer Anreiz für eine Niederlassung im ländlichen Raum wird den Ländern die Einführung einer so genannten Landarztquote ermöglicht. Die Länder können danach bis zu 10 Prozent der Medizinstudienplätze vorab an Bewerberinnen und Bewerber vergeben, die sich verpflichten, nach Abschluss des Studiums und der fachärztlichen Weiterbildung in der Allgemeinmedizin für bis zu zehn Jahre in der hausärztlichen Versorgung in unterversorgten bzw. durch Unterversorgung bedrohten ländlichen Regionen tätig zu sein.
 
Mit der Verabschiedung des Masterplans wird eine Expertenkommission unter der Leitung von Frau Prof. Monika Harms, Generalbundesanwältin a.D., eingesetzt, die Auswirkungen der getroffenen Maßnahmen auf die Studienplatzsituation und die Kosten untersucht und innerhalb eines Jahres einen Vorschlag zur Änderung der Approbationsordnung für Ärzte erarbeiten wird.
 
Soweit „die Aktivitäten einzelner Länder, zusätzlich zu den Maßnahmen des Masterplans an ausgewählten Hochschulen neue oder zusätzliche Studienplätze für Studienanfängerinnen und
-anfänger der Humanmedizin zu schaffen, ….ausdrücklich begrüßt“ werden, ist uns nur Bayern bekannt, das an der Universität Augsburg eine „Vollfakultät“ einrichten wird.

• 25.04.2015 Keine Möglichkeit mehr, in Heidelberg als Zahnmediziner das medizinische Physikum zu machen
 
Bisher bestand aufgrund der Studienordnung für das Zahnmedizinstudium an der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg für Zahnmedizinstudierende die Möglichkeit, an allen scheinpflichtigen Veranstaltungen der Humanmediziner teilzunehmen und somit als Zahnmediziner das medizinische Physikum als „Externer“ zu machen.
 
Dies gilt aufgrund der neuen Studienordnung vom 28.09.2016 nicht mehr „für Studierende, die ihr Studium zum WS 2016/2017 oder später …beginnen“ (§ 14 StO).
 
Aus § 6 StO ergibt sich, dass z.B. die vollständige Biologie, die Seminare der Anatomie, Physiologie und Biochemie und die „Einführung in die klinische Medizin“ nicht mehr für die Zahnmediziner angeboten werden.
 
Offensichtlich haben so viele Zahnmedizinstudierenden von dieser früheren Möglichkeit, dann in den medizinischen klinischen Studienabschnitt „umzusteigen“ Gebrauch gemacht, dass die Universität Heidelberg dem nun ab dem WS 2016/2017 „einen Riegel vorgeschoben“ hat.

• 25.04.2017 - Ein Bachelor-Studium der Gesundheitspsychologie reicht nicht aus, die Zugangsvoraussetzungen für ein Masterstudium der Psychologie zu erfüllen
 
Das Verwaltungsgericht Braunschweig hat am 31.03.2017 entschieden, dass ein Bachelor-Studium der Gesundheitspsychologie nicht ausreicht, die Zugangsvoraussetzungen für ein Masterstudium der Psychologie zu erfüllen. Grundlage hierfür waren die – nachvollziehbaren – Erwägungen, dass die Hochschulen als Zugangsvoraussetzung für ein Masterstudium einen Abschluss in einem dem entsprechenden Bachelorstudium vergleichbaren eng verwandten Studiengang verlangen dürfen.
 
Ein Studiengang ist nicht als ein mit dem entsprechenden Bachelorstudium (Psychologie) vergleichbarer eng verwandter Studiengang anzusehen, wenn er lediglich (Gesundheitspsychologie) ein Teilgebiet des Faches erfasst, das Gegenstand des zu vergleichenden Bachelor-Studiengangs ist, und die Bewerberin oder der Bewerber damit maßgebliche Teile des Vergleichsstudiengangs oder zumindest ähnliche, über das Teilgebiet hinausgehende Inhalte nicht studiert hat.

 

• 25.04.2017 - Verlängerung der Dauer der Studentischen Krankenversicherung über das 30. Lebensjahr hinaus bei Bachelor/Masterstudium und Kind
 
Das Sozialgericht Stralsund hat am 20.01.2017 entschieden, dass die Geburt und anschließende Betreuung eines Kindes jedenfalls in den ersten drei Lebensjahren als Hinderungsgrund für das „Erlöschen“ der Möglichkeit, Mitglied der studentischen (und damit günstigen) Krankenversicherung zu bleiben, angesehen werden kann.
 
§ 5 Abs.1 Nr.9  2. Halbsatz SGB V besagt, dass Studenten nach Abschluss des vierzehnten Fachsemesters oder nach Vollendung des dreißigsten Lebensjahres nur versicherungspflichtig sind, wenn die Art der Ausbildung oder familiäre sowie persönliche Gründe, insbesondere der Erwerb der Zugangsvoraussetzungen in einer Ausbildungsstätte des Zweiten Bildungswegs, die Überschreitung der Altersgrenze oder eine längere Fachstudienzeit rechtfertigen.
 
Die im Mai 1984 geborene Klägerin hatte nach dem Abschluss des Bachelorstudiums im Herbst 2009, Geburt ihrer Kinder Herbst 2009 und Sommer 2011 am 01.03.2014 ein Masterstudium - also vor Vollendung des 30. Lebensjahres - aufgenommen, aus dem sie sich zum 30.11.2015 - also nach Vollendung des 30. Lebensjahres - exmatrikulierte.
 
Dazu entschied das Sozialgericht, dass die Aufnahme eines Masterstudiums ist jedenfalls dann als Teil eines einheitlichen Studiums im Sinne des § 5 Abs.1 Nr.9 SGB V anzusehen sei, wenn es
 
-       erstens in einem engen sachlichen Zusammenhang mit dem vorangegangenen Bachelorstudiengang steht (z.B. dieselbe Berufssparte, derselbe fachliche Bereich),
-       zweitens vor Vollendung des 30. Lebensjahres aufgenommen wird und schließlich
-       drittens dessen zielstrebige Aufnahme, welche regelmäßig auch in einem engen zeitlichen Zusammenhang zwischen den beiden Studiengängen erfordert, ursächlich aus einem objektiv anzuerkennenden Hinderungsgrund im Sinne des § 5 Abs.1 Nr.9 Halbs.2 SGB V unterbleibt.
 
 
In diesen Fällen verlängert sich die Versicherungspflicht in der Krankenversicherung der Studenten (KVdS) über das 30. Lebensjahr hinaus um diesen Hinderungszeitraum.
 
Geburt bzw. Betreuung des Kindes müssen also kausal für die Ausbildungsverzögerung sein.
 
Damit hat das Sozialgericht Stralsund die bisher vom Bundessozialgericht immer offen gelassene Frage, ob die Betreuung eines Kindes allgemein als Hinderungsgrund im Sinne von § 5 Abs.1 Nr. 9 Halbs.2 SGB V angesehen werden kann, beantwortet.

 

07.04.2017 - Kann die Immatrikulation in Deutschland wegen einer Einschreibung im EU-Ausland versagt werden?
 
Diese Frage stellt sich uns immer wieder und wir können nur antworten: Das ist von Bundesland zu Bundesland verschieden und hängt von den Formulierungen des jeweiligen Hochschulgesetzes ab.
 
Bereits 2008 war der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) der Ansicht, dass das BayHG zwar die Möglichkeit zulässt, ein - gleichzeitiges - Auslandsstudium in der Immatrikulationsordnung auszuschließen, die LMU München von dieser Ermächtigung aber in ihrer Immatrikulationsordnung keinen Gebrauch gemacht habe und deshalb gehindert sei, die Immatrikulation von der Exmatrikulation im EU-Ausland abhängig zu machen.
 
Nun hat das OVG Lüneburg mit Beschluss vom 03.04.2017 die Regelung der Immatrikulationsordnung der MHH vorläufig außer Vollzug gesetzt, wonach für eine Einschreibung an der MHH bei Studienzeiten an einer ausländischen Hochschule eine Exmatrikulationsbescheinigung der ausländischen Hochschule vorzulegen ist. Der niedersächsische Gesetzgeber habe nicht die Befugnis zur Normierung solcher Immatrikulationsvoraussetzungen habe. Damit hat das Gericht der Medizinischen Hochschule Hannover die Exmatrikulation einer zugelassenen Studierenden für rechtswidrig erklärt, die sich geweigert hatte, sich in Riga zu exmatrikulieren.
 
Demgegenüber hatte das VG Karlsruhe 2012 einer Mandantin die Einschreibung verweigert, weil sie sich nicht zuvor an einer EU-ausländischen Universität exmatrikulieren wollte. Zwar sieht das Landesrecht Baden-Württemberg wie auch die Zulassungs- und Immatrikulationsordnung der Universität Heidelberg – anders als in Hannover – die Exmatrikulation auch an einer „ausländischen“ Universität nicht explizit vor.  

07.04.2017 - Zahl der schriftlichen Nichtbesteher im Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung deutlich gesunken
 
Am 06.04.2017 hat das IMPP den Überblick über die Prüfungsergebnisse des schriftlichen Teils des Ersten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung ins Netz gestellt. Danach ist die Zahl der Nichtbesteher deutlich – von 21,3 % auf 17,8 % gesunken. Teilgenommen haben 2.388 (2016: 2.306) Prüflinge, von denen 425 (491) nicht bestanden haben.
 
Wir werden diese Ergebnisse für die Klinik-Verfahren des SS 2017 noch im Einzelnen analysieren und Sie dann weiter informieren.

05.04.2017 - Die Bewerbung bei hochschulstart.de sowohl für die medizinischen Studiengänge und die Pharmazie im zentralen Vergabeverfahren als auch für zahlreiche andere Studiengänge (z.B. Psychologie-Bachelor) im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) zum Wintersemester 2017/2018 ist voraussichtlich ab dem 18. April 2017 möglich.
 

Bitte beachten Sie, dass für die medizinischen Studiengänge und die Pharmazie im zentralen Vergabeverfahren die Bewerbungsfrist für Abiturienten des Jahrgangs 2016 (sog. Altabiturienten) die Bewerbungsfrist bereits am 31.05.2017 endet. Da immer mehr Bundesländer und damit auch Universitäten eine Bewerbung im zentralen Vergabeverfahren als Voraussetzungen für eine Studienplatzklage verlangen, bewerben Sie sich bitte rechtzeitig in allen 3 Quoten bei allen möglichen 6 Studienorten. Nach einer Mandatserteilung für die Studienplatzklage im WS 2017/2018 übersenden wir unseren Mandanten ein Sonderinfo, um Ihre Bewerbungen und die Studienplatzklage zu optimieren.
 
Unser Tip: Bewerben Sie sich möglichst frühzeitig (nach einer etwaigen Mandatserteilung), damit eventuelle Fehler der Bewerbung noch rechtzeitig behoben werden können.
 
Für Testteilnehmer für den TMS gilt, dass diese einmalig – auch nach Ende der Bewerbungsfrist – die Studienwünsche nochmals ändern können. Wir zitieren von der TMS-Seite:
Studienbewerber, die ihre Hochschulzugangsberechtigung vor Ende des aktuellen Schuljahres erworben haben (Alt-Abiturienten), können, wenn sie sich bei hochschulstart.de fristgerecht bis zum 31. Mai des aktuellen Jahres für das AdH beworben haben, das TMS-Ergebnis noch bis zum 15. Juli des aktuellen Jahres bei hochschulstart.de nachreichen und in Kenntnis ihres TMS-Ergebnisses auch ihre ursprünglich angegebenen Studienortwünsche und Ortspräferenzen sowie ihren gewählten Studiengang noch einmalig ändern.

05.04.2017 - Am 7. April 2017 werden die Zulassungsbescheide, 1. Nachrückverfahren, des Auswahlverfahrens der Hochschulen bereitgestellt bzw. verschickt.
 
Am 12. April 2017 werden die Zulassungsbescheide für Teilstudienplätze, 1. Stufe, bereitgestellt bzw. verschickt. Dies sind 58 Teilstudienplätze in Göttingen und – voraussichtlich - 37 Teilstudienplätze in Mainz, nachdem der zuständige Verordnungsgeber des Landes Rheinland-Pfalz durch Verordnung vom 01.02.2017 die Zahl der Vollstudienplätze gekürzt und statt dessen 37 Teilstudienplätze ausgewiesen hat.
 
Bitte geben Sie uns sofort telefonisch und schriftlich Nachricht, wenn Sie einen solchen Teilstudienplatz erhalten.

28.03.2017 - Masterplan Medizinstudium 2020 – Vorerst keine Zustimmung der Kultus/Wissenschaftsminister – Verlangen nach mehr Geld
 

Die Kultusministerkonferenz hat die Beratung und Beschlussfassung des Masterplans Medizinstudium 2020 von der Tagesordnung ihrer Sitzung am 16. März 2017 in Berlin abgesetzt. Mit der geplanten Reform des Medizinstudiums in Deutschland sollen unter anderem die Allgemeinmedizin und damit die Tätigkeit des Hausarztes gestärkt werden. Die Länderkonferenz lehnte eine Zustimmung zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber wegen der ungesicherten Finanzierung der Reform ab.
 
Die Gespräche mit der Gesundheitsseite werden mit dem Ziel einer baldigen Einigung zeitnah fortgesetzt.
 
Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Dr. Susanne Eisenmann, erklärte: „Bei aller Übereinstimmung über die Inhalte der Reform des Medizinstudiums zwischen Bund und Ländern sowie zwischen Gesundheitsministerien und Wissenschaftsministerien bleibt die Finanzierung wesentlicher Teile des Masterplans ungewiss. Wir haben als Kultusministerkonferenz frühzeitig auf die Belastungsgrenzen der Universitätsmedizin und der Wissenschaftsressorts hingewiesen und werden hierin von den Finanzministern aller Länder unterstützt. Die vollständige Umsetzung des Masterplans ist aus Sicht der Wissenschaftsministerien der Länder nur möglich, wenn hierfür zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt werden. Wir erwarten einen angemessenen Finanzierungsbeitrag des Bundes und der für die ärztliche Versorgung zuständigen Träger.“

 

• 28.03.20147 - Grundsätzliche Entscheidung zur Anerkennung einer ausländischen Approbation – Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) soll die Frage der Wesentlichkeit eines Faches prüfen
 
Zu unseren Aufgabengebieten im Prüfungsrecht zählt auch die Frage der Anerkennung eines ausländischen Approbation. Während dies für Approbationen im EU-Bereich in der Regel keine Probleme bereitet, gilt anderes für ärztliche und zahnärztliche Abschlüsse in Außer-EU Gebieten.
 
So hatte das OVG Münster über einen ärztlichen Abschluss eines eingebürgerten deutschen Staatsbürgers an der Universität Kuban (ehemalige Sowjetunion) zu entscheiden. Es ging um die Gleichwertigkeit des Ausbildungsstandes.
 
Das OVG Münster hat zwar in einem ausführlichen Urteil vom 17.02.2017 dies – gestützt auf mehrere Gutachten – verneint, hat jedoch die Revision zugelassen, da die Frage, wie sich angesichts der Vielzahl der Fächer im Ausbildungskatalog der Approbationsordnung für Ärzte, inhaltlicher Überschneidungen und unterschiedlicher Gewichtungen einzelner Fächer in den Studien- und Prüfungsordnungen der medizinischen Fakultäten die Wesentlichkeit eines Faches zur Ausübung des ärztlichen Berufs bestimmt und woran diese zu messen ist, grundsätzlich klärungsbedürftig sei.

Am 27.03.2017 wurden die Ablehnungsbescheide für das Auswahlverfahren der Hochschulen von hochschulstart.de bereitgestellt bzw. mit der Post abgeschickt. Wir bitten unsere Mandanten und die, die es werden wollen, uns den Bescheid (bestehend aus 2 Seiten) zu mailen oder per Post zu übersenden.  


Unter Bezugnahme auf den Internet-Auftritt von hochschulstart.de gegen wir Ihnen folgende Erläuterungen zu Ihrem Ablehnungsbescheid für das Auswahlverfahren der Hochschulen:

 

Einen Ablehnungsbescheid erhalten Sie,

 

• wenn Sie im Auswahlverfahren der Hochschulen keinen Studienplatz erhalten konnten oder

• an einer Hochschule, die Sie in Ihrem Antrag in der Reihenfolge der Studienortswünsche nachrangig genannt hatten, zugelassen werden konnten. In diesem Fall erhalten Sie einen Ablehnungsbescheid für die von Ihnen vorrangig gewünschten Hochschulen.

 

Die Gründe für die Entscheidungen sind auf der zweiten Seite des Ablehnungsbescheides erläutert.


Unter der von Ihnen beantragten Hochschule finden Sie jeweils links die von der Universität gewählte Bezeichnung der Bewerberrangliste(n) für das Hochschulauswahlverfahren. 
Rechts daneben sehen Sie in der Regel die Eintragungen "Ihr Rang" und "Grenzrang".


Diese Begriffe haben folgende Bedeutung:


"Ihr Rang"


...nennt den Rangplatz, den Sie mit Ihren Kriterien zur zweiten AdH-Verfahrensstufe an dieser Hochschule einnehmen.


"Grenzrang" 


...nennt den Rangplatz des zuletzt zur zweiten AdH-Verfahrensstufe an dieser Hochschule zugelassenen Bewerbers, d.h. alle, die einen schlechteren Rangplatz einnehmen, konnten nicht zugelassen werden. 


An Stelle dieser Eintragungen "Ihr Rang" und "Grenzrang"  können im Ablehnungsbescheid für das Auswahlverfahren der Hochschulen auch folgende andere Eintragungen erscheinen:
"alle Studienplätze wurden bereits in der vorherigen Verfahrensstufe vergeben, Auswahlgrenzen siehe ... hier"


Dieser Hinweis bedeutet, dass die entsprechende Hochschule schon an der ersten Stufe des AdH teilgenommen hat und in diesem Rahmen bereits alle Plätze besetzt wurden. 
Die von Ihnen nachgewiesenen Kriterien reichten für eine positive Auswahlentscheidung an dieser Hochschule nicht aus.


Die Auswahlgrenzen im AdH finden Sie unter


https://zv.hochschulstart.de/fileadmin/media/zv/nc/SoSe2017/nc_zv_ss17.pdf


Im Studiengang Humanmedizin sind in Mainz und Würzburg nach den jeweils von der Universität gewählten Kriterien nunmehr jeweils eine 1,2 erforderlich, während es vor einem Jahr noch eine 1,3 war. In Gießen und Köln spielt – anders als vor einem Jahr – der Test sowohl im Studiengang Humanmedizin als auch im Studiengang Zahnmedizin eine wichtige Rolle.
Anders als im Studiengang Zahnmedizin haben sich im Studiengang Humanmedizin an den anderen Universitäten die Zulassungskriterien kaum geändert.

21.03.2017 - Obligatorische Studienfachberatung (OSB) und Verbindliche Studienvereinbarungen (VSV)
 
Immer mehr Studienordnungen bzw. Prüfungsbestimmungen von Universitäten und Fachhochschulen sehen seit einiger Zeit derartige "Zwangsberatungen" bzw. "Vereinbarungen" vor, mit denen der/die Studierende angehalten werden soll, sein/ihr Studium "zielgerichtet" zu betreiben.
 
Mit den Folgen bei Nichteinhaltung einer derartigen Vereinbarung musste sich das Verwaltungsgericht Darmstadt befassen, nachdem der Prüfungsausschuss der TH Darmstadt im Fach Architektur die Bachelorprüfung einer Studierenden für endgültig nicht bestanden erklärt hatte.
 
Dem lag folgender Sachverhalt zugrunde: Mit Schreiben vom 16.11.2010 teilte die damalige Studiendekanin des Fachbereiches Architektur der Klägerin mit, dass sie im abgelaufenen ersten Studienjahr weniger als 27 CP, d. h. weniger als 50 Prozent der laut Studienplan vorgesehenen Leistungen erbracht habe. In dem Schreiben wurde auf ein durchzuführendes Beratungsgespräch und den Abschluss einer "individuellen Studienvereinbarung" hingewiesen. Weiter hieß es wörtlich: „Wenn diese Studienvereinbarung von Ihnen entweder nicht abgeschlossen oder die darin festgelegte Vorgabe nicht eingehalten wird, gilt dies als Nicht-erfüllung der B. Sc.-Prüfung und führt zur Exmatrikulation.
 
Bis zum 23.11.2010 hatte die Klägerin 26 CP erbracht. Unter dem 29.11.2010 unterzeichnete sie die vorformulierte und von der damaligen Studiendekanin bereits unterschriebene „Studienvereinbarung„. Darin war die Verpflichtung enthalten, bis zum 01.04.2012 alle noch fehlenden Leistungen aus dem ersten Studienjahr im Gesamtumfang von 34 Kreditpunkten zu erbringen. Eine Verlängerung der vereinbarten Frist könne nur mit Zustimmung beider Seiten erfolgen, soweit zwingende Gründe nachgewiesen werden könnten (z.B. längere Krankheit), welche die Einhaltung der Vereinbarung von Seiten der Studierenden ohne ihr Verschulden verhindert hätten. Mit Schreiben vom 13.03.2012 beantragte die Klägerin eine "Verlängerung der Studienvereinbarung" vom 29.11.2010. Dies wies die TU Darmstadt zurück und erklärte die Bachelorprüfung für endgültig nicht bestanden.
 
Dies hat das VG Darmstadt nicht gebilligt und die Entscheidung der TU aufgehoben: Die Allgemeinen Prüfungsbestimmungen und die Ausführungsbestimmungen des Fachbereichs entbehrten nach Auffassung des VG der erforderlichen gesetzlichen Ermächtigungsgrundlage und seien daher unwirksam, soweit sie die Prüfungskommission zu der Feststellung berechtigen, dass die Gesamtprüfung aufgrund der Nichteinhaltung der Studienvereinbarung nicht bestanden und der Prüfling von der Zulassung zu weiteren Prüfungsabschnitten ausgeschlossen sei.
 
Es sei zu verlangen, dass der Gesetzgeber besonders das Verfahren bei den Prüfungen in den wesentlichen Punkten selbst regelt. Die Anforderungen an die Bestimmtheit solcher normativer Leitentscheidungen sind insbesondere dann hoch, wenn wesentlich Neues eingeführt werden soll, etwa wenn das Prüfungsgeschehen unter Abwendung von der bisherigen Praxis neu geordnet wird. Sonderregelungen einer Prüfungsbehörde oder Maßnahmen eines Prüfungsausschusses einschließlich der Anordnungen ihres Vorsitzenden, die den unter "normalen" Umständen vorgezeichneten Ablauf des Prüfungsgeschehens verlassen und etwa zu einem vorzeitigen Abbruch der Prüfung führen, sind grundsätzlich nur dann zulässig, wenn hierfür eine normative Grundlage vorhanden ist, die dieses Vorgehen unter näher bezeichneten Voraussetzungen erlaubt.
 
Die Regelung im TUD-Gesetz, wonach  sich die Studierenden mit der Einschreibung verpflichten, die Beratungsangebote und Prüfungstermine wahrzunehmen mag eine Grundlage für die Regelung über den Abschluss von Studienvereinbarungen sein. Daraus ergebe sich aber noch nicht, dass die Hochschule auch eine Sanktion bestimmen darf für den Fall, dass der oder die Studierende der Verpflichtung aus der Studienvereinbarung nicht nachkommt; die dafür erforderliche ausdrückliche Ermächtigung enthalte das TUD-Gesetz nicht.
 
Diese Entscheidung hat dazu geführt, dass die TU Darmstadt die sog. „Regelung zur Sicherung des Studienerfolgs“ in den Allgemeinen Prüfungsbestimmungen
grundlegend geändert hat. Studienvereinbarungen sind nicht mehr vorgesehen.
 
§ 3a Sicherung des Studienerfolgs
(1) In den Ausführungsbestimmungen sind Regelungen zur Sicherung des Studienerfolgs in den Bachelorstudiengängen vorzusehen. Hierzu können die Fachbereiche eines oder mehrere der in diesem Absatz aufgeführten Instrumente verwenden. Instrumente sind
a) nach den fachspezifischen Erfordernissen ausgestaltete Instrumente oder orientierende Eingangsphasen, die ein erfolgreiches Weiterstudium sicherstellen, nach Abs. 4;
 
b) die Überprüfung der studiengangsspezifischen Eignung vor der Einschreibung durch Eignungsfeststellungsverfahren (§ 54 Abs. 4 Satz 1 HHG) nach Abs. 5;
 
c) Mindestleistungen nach Abs. 6;
 
d) Orientierungsprüfungen nach Abs. 7.
 
Soweit keine Regelungen in den Ausführungsbestimmungen getroffen werden, müssen Mindestleistungen nach Abs. 6 erbracht werden.
(2) Die Fachbereiche bieten nach zwei Semestern ein Beratungsgespräch mit dem Ziel einer Empfehlung für die weitere Gestaltung des Studiums an. Das Beratungsgespräch führt in der Regel die jeweilige Mentorin oder der jeweilige Mentor. Abweichungen bedürfen der besonderen Begründung und Genehmigung des Fachbereichsrats. 6
 
(3) Soweit nicht in den Instrumenten nach § 3a Abs. 1 a enthalten, muss der Fachbereich flankierende Betreuungsinstrumente anbieten (insbesondere Mentorenprogramme, Tutorien).
(4) Fachspezifische Instrumente
a) Die Ausführungsbestimmungen können besondere fachspezifische Instrumente für eine Sicherung des Studienerfolgs vorsehen. Hierbei können die in Abs. 1 genannten Instrumente abgewandelt oder kombiniert werden, wenn dies aus Gründen der Fachkultur geboten ist.
 
b) Die Ausführungsbestimmungen müssen die vorgesehenen Verfahren, Bewertungsmaßstäbe und -instanzen sowie die Betreuungsinstrumente festlegen.
 
c) Entscheidungen trifft die zuständige Prüfungskommission oder ein von ihr benanntes Organ.
 
(5) Eignungsfeststellungsverfahren
Eignungsfeststellungsverfahren dienen der Feststellung von neben der Hochschulreife nachzuweisenden studiengangspezifischen Fähigkeiten und Kenntnissen. Die Fachbereiche legen in der Ordnung eines Studienangs oder einer eigenständigen Satzung die Fähigkeiten und Kenntnisse fest, die für das gewählte Studium vor der Einschreibung nachgewiesen werden müssen. Über das Eignungsfeststellungsverfahren wird eine Ergebnisniederschrift erstellt. Im Falle von Auswahlgesprächen gilt § 22 Abs. 4 entsprechend. Ablehnende Entscheidungen sind schriftlich zu erteilen und zu begründen. In der Ordnung eines Studienangs oder der Satzung sind festzulegen:
a) Fähigkeiten und Kenntnisse, die für das gewählte Studium vor der Einschreibung nachgewiesen werden müssen;
 
b) ob eine Einschreibung unter Vorbehalt nach § 54 Abs. 4 Satz 2 HHG möglich sein soll;
 
c) Einzelheiten des Verfahrens und die Bewertungskriterien des Eignungsfeststellungsverfahrens.
 
Im Rahmen eines Eignungsfeststellungsverfahrens können insbesondere Auswahlgespräche, schriftliche Tests, fachspezifische Einzelnoten der Hochschulzugangsberechtigung sowie eine fachspezifische Berufsausbildung bzw. berufspraktische Tätigkeiten herangezogen werden. Die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung kann berücksichtigt werden, wenn die Relevanz für die nach a) festgelegten Nachweise begründet ist. Die Durchführung der Tests soll unter standardisierten Bedingungen erfolgen. Ergebnisse von externen allgemeinen Studierfähigkeitstests können in Einzelfällen alternativ herangezogen werden, wenn diese anerkannten Qualitätsmaßstäben und Kriterien (z.B. DIN 33 430 für berufsbezogene Eignungsbeurteilungen) entsprechen und die nach a) geforderten Nachweise enthalten.
(6) Mindestleistungen
a) Soweit die Ausführungsbestimmungen keine abweichende Regelung treffen, ist bis zum Ende des zweiten Fachsemesters eine Mindestleistung in Höhe von 20 CP in Modulen des Studiengangs zu erbringen.
 
b) Soweit ein Teilzeitstudium bereits in der Studieneingangsphase aufgenommen wird, verlängert sich die Frist zur Erbringung der Mindestleistung für jedes in Teilzeit absolvierte Semester um ein weiteres Semester bis auf maximal vier Semester.

c) Werden die erforderlichen Leistungen nach Abs. 6 a) nicht erbracht, wird der Prüfling anstelle des Regeltermins nach Abs. 2 vom Studienbüro zu einem Beratungsgespräch eingeladen, in dem der Ablauf des zukünftigen Studiums erörtert wird.
 
d) Wird ein Beratungstermin nach Abs. 6 c aus Gründen, die der Prüfling zu vertreten hat, nicht wahrgenommen, ist der Prüfling von der Zulassung zu weiteren Prüfungen ausgeschlossen bis der Beratungstermin nachgeholt wurde.
 
(7) Orientierungsmodule im ersten Studienjahr
a) Die Ausführungsbestimmungen können festlegen, dass bis zum Ende des zweiten Fachsemesters ein bestimmtes oder mehrere Orientierungsmodule im Umfang von im Regelfall max. 20 CP abzulegen sind. Alle Prüflinge sind zu Orientierungsmodulen zu dem im Studien- und Prüfungsplan bestimmten Zeitpunkt von Amts wegen angemeldet (implizite Prüfungsanmeldung). Erforderliche Wiederholungsprüfungen oder Erstprüfungen im Falle eines nach § 15 Abs. 2 genehmigten Rücktritts sind zum nächstmöglichen Zeitpunkt anzumelden. Finden diese Prüfungen in Semestern statt, in denen kein entsprechendes Lehrangebot des Orientierungsmoduls angeboten wird, sind sie durch geeignete Zusatzangebote (z.B. Repetitorien oder Beratungsangebote) zu begleiten.
 
b) Wer die Anmeldefristen nach Abs. 7 a nicht eingehalten und damit am Orientierungsmodul nicht teilgenommen hat, verliert den Prüfungsanspruch in diesem Studiengang, es sei denn, dass der Prüfling die Fristüberschreitung nicht zu vertreten hat; hierüber entscheidet die jeweilige Prüfungskommission auf Antrag des Prüflings.

• 18.03.2017 - Kein folgenloser Ausstieg aus einem begonnenen Prüfungsverfahren – auch nicht für studienbegleitende Modulprüfungen
 
Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat entschieden, dass der Normgeber der Prüfungsordnung (z.B. die Hochschule) ausschließen darf, dass Prüfungsteilnehmer ein laufendes Prüfungsverfahren vor dem Bestehen oder endgültigen Nichtbestehen der Prüfung einseitig abbrechen.
 
Dem lag folgender Fall zugrunde: Der Kläger wandte sich gegen die Feststellung der beklagten Hochschule, dass er die Bachelor-Prüfung in dem modularisierten Bachelor-Studiengang Forstwissenschaften endgültig nicht bestanden hat. Nach der Prüfungsordnung setzt das Bestehen der Bachelor-Prüfung unter anderem voraus, dass die (alle) Modulprüfungen bestanden sind. Der Kläger bestand fünf Modulprüfungen zweimal nicht. Seine Teilnahme an den zweiten Wiederholungsprüfungen, die nach der Prüfungsordnung zum nächstmöglichen Prüfungstermin durchzuführen war, verzögerte sich krankheitsbedingt für längere Zeit. Wenige Tage vor dem nächsten Prüfungstermin im März 2012 beantragte er seine Exmatrikulation und die Hochschule exmatrikulierte ihn. Er nahm im folgenden an den zweiten Wiederholungsprüfungen der nicht bestandenen Modulprüfungen nicht teil. Daraufhin stellte die Hochschule fest, dass diese Prüfungen als mit "nicht ausreichend" bewertet gelten und der Kläger demzufolge die Bachelor-Prüfung endgültig nicht bestanden habe. Das hat in allen Instanzen „gehalten“: Es gibt keinen „folgenlosen“ Ausstieg aus einem begonnenen Prüfungsverfahren.
 
Diese – langjährige – Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte gilt auch für studienbegleitende Modulprüfungen: Das Grundrecht der Berufsfreiheit – Art. 12 Abs. 1 Grundgesetz - gewährt kein grundrechtlich geschütztes Interesse der Teilnehmer an berufsbezogenen Prüfungen, das laufende Prüfungsverfahren ohne Rechtsnachteil abzubrechen, um es später bei einer Prüfungsbehörde ihrer Wahl zu einem von ihnen bestimmten Zeitpunkt fortzusetzen. Dementsprechend steht dieses Grundrecht normativen Regelungen nicht entgegen, die den einseitigen Abbruch eines laufenden Prüfungsverfahrens durch Prüfungsteilnehmer ausschließen. Vielmehr kann der Normgeber festlegen, dass das Prüfungsverfahren nur durch das Bestehen oder das endgültige Nichtbestehen der Prüfung abgeschlossen wird. Daraus folgt auch, dass der Normgeber das unberechtigte Nichterscheinen zu einer Prüfung dadurch sanktionieren kann, dass die versäumte Prüfung als nicht bestanden gewertet wird. Dies stellt keine unverhältnismäßige Einschränkung der Wahl der Ausbildungsstätte dar. Die Möglichkeit eines Wechsels des Studienorts wird durch die Notwendigkeit, bereits begonnene Prüfungsverfahren zu Ende zu bringen, nicht in Frage gestellt.

• 18.03.2017 - Novellierung der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten – Eckpunkte des Gesundheitsministeriums
 
Wir haben hier bereits mehrfach zu den Anforderungen an das Studium – Universitätsstudium der Psychologie, Studium der Wirtschaftspsychologie oder Fachhochschulstudium reicht nicht – und über die geplanten Änderungen für die Ausbildung berichtet. Nunmehr hat das Gesundheitsministerium Eckpunkte der Novellierung der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten veröffentlicht.
 
Es wäre zu viel, für relativ wenige Interessierte hier seitenlang zu berichten. Daher haben wir einen link für diejenigen unter Ihnen gesetzt, die sich hierfür interessieren.

• 17.03.2017 - Auf dem Weg zum virtuellen Hörsaal – Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung – Die Projekte aus der Humanmedizin
 
Lernen Physikstudenten besser, wenn sie digitale Medien nutzen können, um Experimente durchzuführen? Kann eine Online-Lehrplattform Studierenden der Medizin beim Verständnis der Anatomie helfen? Wie kann eine Testsoftware Hochschullehrer bei der Konstruktion und Auswertung von Klausuren unterstützen? Für die meisten Studentinnen und Studenten ist der Umgang mit digitalen Medien heute alltäglich, Universitäten und Fachhochschulen experimentieren mit neuen Formaten. Der Forschungsbedarf zu Nutzen und Grenzen digitaler Medien im Studium ist hoch, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt den Prozess mit der Förderung eines neuen Forschungsfelds zur Digitalisierung in der Hochschulbildung.
 
Eine Expertenjury hat 20 Einzel- und Verbundprojekte an insgesamt 39 Instituten deutschlandweit für die Förderung ausgewählt, die jetzt starten. Im Fokus stehen eine ausgewogene Betrachtung von Chancen und Risiken der Forschungsfelder digitaler Hochschulbildung, neue didaktisch-digitale Konzepte und die Einbindung technologischer Neuentwicklungen. Die Forschungsprojekte, die für die nächsten drei Jahre mit insgesamt mehr als zwölf Millionen Euro gefördert werden, sind ein wichtiger Beitrag zur "Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft" des BMBF.
 
In den Projekten wird die Wirksamkeit digitaler Lehr- und Lernformen und ihre organisatorischen Voraussetzungen an Hochschulen untersucht. Dabei geht es etwa um die Frage, wie digitale Lernformen dazu beitragen können, das Lernen für jeden Lerner individueller zu gestalten oder um die Frage, welche Maßnahmen Inklusion am besten fördern. Die Analyse aktueller Trends im Bereich der Mensch-Technik-Interaktion ist dabei von ebenso großem Interesse wie die optimalen Rahmenbedingungen digitaler Lehre - dazu  gehören zum Beispiel Digitalisierungsstrategien der Hochschulen, aber auch Aspekte im Bereich des Datenschutzes und der Datensicherheit.
 
Die vorgeschlagenen Projekte finden Sie unter
http://www.wihoforschung.de/de/forschung-zur-digitalen-hochschulbildung-619.php
 
Aus der Humanmedizin sind dies folgende Projekte:
 
Entwicklung, Produktion, Einsatz und Evaluation von digitalen OSCEs (Objective Structured Clinical Examinations) – Digitale Alternative zu Simulationspatienten - Johannes Gutenberg-Universität Mainz
In der medizinischen Ausbildung spielt neben der Aneignung umfangreichen Wissens auch die Entwicklung zwischenmenschlicher Kommunikation eine wichtige Rolle. Um diese Kompetenzen während des Studiums zu erlernen und zu bewerten, werden speziell trainierte Simulationspatienten eingesetzt, um quasi-reale Situationen und Kommunikationen zu simulieren. Für dieses kosten- und personalintensive Prüfungsformat möchte das Projekt eine digitale Alternative entwickeln und erforschen. Das Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, inwiefern kommunikative Fähigkeiten von Medizinstudierenden über das digitale Prüfungsformat messbar sind.
 
Die Öffnung der Hochschullehre: Empirische Analyse offener digitaler Lehre in der Medizin -Stiftung Medien in der Bildung (SbR)– Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM); Eberhard Karls Universität Tübingen
Das Projekt „OpenTeach“ greift die allgemeine gesellschaftliche Notwendigkeit auf, die Hochschulen für Außenstehende zu öffnen und lehnt sich an dem Prinzip der Open Educational Ressources an, die in formalen Bildungskontexten entwickelten (digitalen) Lehr- und Lernmaterialien offen zugänglich und nutzbar zu machen. Das Projekt geht dabei der Frage nach, wie Lernende verschiedener Professionen und mit unterschiedlichem Vorwissen digitale Lernangebote nutzen, wie sie theoretisch vermittelten Lernstoff mit praktischem Handlungswissen verknüpfen und ob durch die öffentliche Zugänglichkeit des Lernmaterials ein interprofessioneller Diskurs entsteht. Am Beispiel der Medizin möchte das Projekt die Fragestellungen im Rahmen der Anatomie-Online-Lernplattform „Sectio Chirurgica“ untersuchen.

• 14.03.2017 - Hinweise für Prüfungskandidaten der medizinischen Prüfungen – übernommen vom Institut für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen (kurz IMPP)
 
Die Prüfungskandidaten müssen ihre Antworten zu den Prüfungsfragen auf einem Antwortbeleg markieren. Dieser hat sich seit der Frühjahrsrunde 2017 im Layout der Bögen geändert.
 
Wichtigste Neuerung ist die Tatsache, dass Antworten mit Hilfe eines Kreuzes markiert werden. Damit entspricht das IMPP dem gegebenen Standard bei fakultätsinternen Prüfungen.
 
Auf der Homepage des IMPP (http://www.impp.de) können Sie Muster für jede Prüfungsart herunterladen und sich mit den Bögen bereits vor der Prüfung vertraut machen.
 
Die nachfolgenden Hinweise des IMPP stellen eine wichtige Hilfe zum Umgang mit / dem Ausfüllen der Antwortbelege dar:
 
Hinweise zum Umgang / Ausfüllen der Antwortbelege (Medizin & Pharmazie)
 
1. Bitte kontrollieren Sie die richtige Zuordnung des Antwortbeleges durch einen Abgleich Ihrer persönlichen Daten im oberen Teil des Antwortbelegs. Fehler teilen Sie bitte dem Aufsichtspersonal mit.
 
2. Überprüfen Sie bitte die Übereinstimmung der aufgedruckten Auflage Ihres Antwortbelegs mit der des Prüfungsheftes.
 
3. Vermeiden Sie Verunreinigungen oder Beschädigungen des Antwortbeleges.
 
4. Bitte beachten Sie die Aufgabenreihenfolge.
 
5. Kennzeichnen Sie jede Antwort mit einem Kreuz!
 
6. Das Kreuz muss eindeutig als solches zu erkennen sein.
 
7. Die Position des Kreuzes muss eindeutig in dem dafür vorgesehen Bereich sein.
 
8. Jede Aufgabe darf mit nur einer Antwort (Kreuz) markiert sein.
 
9. Falsche Markierungen möglichst vollständig ausradieren.
 
10. Kontrollieren Sie vor Abgabe des Antwortbelegs die Vollständigkeit sowie richtige Reihenfolge Ihrer Antworten.
 
11. Der Antwortbeleg muss dem Aufsichtspersonal ausgehändigt werden

• 14.03.2017 - Warum Sie nach unserer Erfahrung im Abiturjahr nicht am Test für Medizinische Studiengänge (TMS) teilnehmen sollten
 
Der nächste TMS findet am Samstag, 6. Mai 2017 statt. Anmeldezeitraum war der 1. Dezember 2016 bis zum 15. Januar 2017.
 
Der nachstehende Beitrag richtet sich an die künftigen Abiturienten des Jahrgangs 2017, die sich für den Test angemeldet haben. Unser Rat: Gehen Sie nicht hin; der Verlust der Anmeldegebühr von 73,00 € ist "nichts" gegen die Chancen, die Sie durch eine nicht ausreichende Vorbereitung, die neben dem Abitur unseres Erachtens nicht/kaum möglich ist, "verspielen":
 
Über den TMS
 
Der TMS ist ein spezifischer Studierfähigkeitstest und prüft das Verständnis für naturwissenschaftliche und medizinische Problemstellungen. Mit Hilfe des Tests, der aus Untertests besteht, wird festgestellt, inwieweit der Bearbeiter komplexe Informationen, welche in längeren Texten, Tabellen oder Graphiken dargeboten werden, zu erfassen und richtig interpretieren vermag, ferner, wie gut er mit Größen, Einheiten und Formeln umgehen kann. Des Weiteren prüft der TMS die Merkfähigkeit, die Genauigkeit der visuellen Wahrnehmung, das räumliche Vorstellungsvermögen und die Fähigkeit zu konzentriertem und sorgfältigem Arbeiten. Nicht geprüft werden fachspezifische Kenntnisse, die Gegenstand der Abiturprüfung oder einer anderen Prüfung sind, welche die Hochschulreife vermittelt. Zum Zweck ihrer Erprobung können in den Test Aufgaben aufgenommen werden, die nicht in die Wertung eingehen.
 
 
Der TMS ist nicht wiederholbar.
 
Die TMS-Koordinationsstelle, die für die Testorganisation und ‑koordination zuständig ist, ist an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg angesiedelt. Details und Regelungen des TMS sind in der  der Universität Heidelberg für die Zulassungen zu den Studiengängen Medizin und Zahnmedizin (hochschuleigenes Auswahlverfahren) festgelegt.
 
 
Der TMS ist neben und mit der Abiturnote das wichtigste Auswahlkriterium - verspielen Sie Ihre Chance, sind die auf die Wartezeit abgewiesen - derzeit 7 bis 7,5 Jahre
 
Insgesamt beziehen im WS 2017/2018 nunmehr 22 Universitäten in der Humanmedizin - d.h. 2/3 aller staatlichen Universitäten und 16 Universitäten in der Zahnmedizin den Test - in unterschiedlicher Weise - in die Vergabe mit ein.
 
Daneben berücksichtigt seit dem Wintersemester 2014/15 auch die Kassel School of Medicine den TMS bei ihrer Studienplatzvergabe. Seit dem Wintersemester 2012/2013 zieht auch die Universität Ulm bei der Vergabe für den örtlich zulassungsbeschränkten Bachelorstudiengang Molekulare Medizin im „Auswahlverfahren der Hochschulen“ AdH das Ergebnis des TMS heran.
 
Die Teilnahme am TMS ist für die Zulassung in den genannten Studiengängen freiwillig. Das Testergebnis kann allerdings an den am TMS beteiligten Fakultäten die Chance auf einen Studienplatz in der Quote „Auswahlverfahren der Hochschulen“ AdH (gemäß den hochschuleigenen Kriterien in unterschiedlicher Gewichtung) erhöhen. Eine Verschlechterung der Chancen gegenüber einem Bewerber, der am TMS nicht teilgenommen hat, ist ‑ auch bei einem schlechten TMS-Ergebnis ‑ ausgeschlossen.
 
Wenn Sie nicht am Test teilnehmen, können sich allerdings Bewerber, die am Test teilgenommen und sehr gut abgeschnitten haben, in der Rangfolge der Zulassungen vor Ihnen platzieren, auch wenn Sie eine sehr gute Abiturnote haben.
 
 
Der TMS bedarf intensiver Vorbereitung
 
In der aktuellen Informationsbroschüre 2017 mit einem Umfang von 66 Seiten, die Sie im Internet herunterladen können
 
http://www.tms-info.org/fileadmin/pdf/informationsbroschuere_tms.pdf
 
erfahren Sie alle notwendigen Hinweise zum Test und zur Testvorbereitung. Sie erfahren etwas über die Art der einzelnen Aufgaben, können anhand der vorgestellten Beispielaufgaben üben und bekommen Tipps für das Vorgehen bei der Lösung der Aufgaben in den verschiedenen Aufgabengruppen.
 
Sie werden sehen, dass dies alles intensiver Vorbereitung bedarf. Diese Zeit benötigen Sie jedoch für die Abiturvorbereitung - einschliesslich der mündlichen Prüfung. Sie müssen daran denken: Jedes Zehntel der Abiturnote kann ausschlaggend dafür sein, ob Sie im WS 2017/2018 direkt einen Studienplatz erhalten oder ob Sie sieben und mehr Jahre warten müssen.

10.03.2017 - Besondere Vorschriften bei der Bewerbung zum Masterstudium – Bitte genau beachten – Jede Hochschule kann unterschiedliche Unterlagen verlangen !!
 
Während z.B. im Studiengang Psychologie-Bachelor Sie sich bei immer mehr Universitäten zentral über das Dialogorientierte Serviceverfahren bewerben können (http://www.hochschulstart.de/?id=3291), ist für die Bewerbung zum Materstudium regelmäßig eine unmittelbare Bewerbung vorgeschrieben.
 
Jetzt aber beginnen die Schwierigkeiten, weil nicht nur jedes Bundesland, sondern in vielen Bundesländern auch jede einzelne Universität eigene Vorschriften dazu entwickelt hat, welche Unterlagen im Rahmen des regelmäßigen Bewerbungsverfahrens vorzulegen sind.
 
In NRW und in Niedersachen sind dem Antrag auf Zulassung die von der jeweiligen Universität bestimmten Unterlagen beizufügen (§§ 23 Abs. 2 Satz 1,  § 3 Abs. 6 Satz 2 VergabeVO-NRW). Wenn Sie nicht hierauf peinlich genau achten, scheitert Ihre Bewerbung (und auch ein späteres Klageverfahren) bereits an der Nichterfüllung der konkret (und möglicherweise bei jeder Universität verschiedenen) Formvorschriften.
 
So ging es einem Psychologie-Masterbewerber an der Universität Bielefeld:  
  
Da der Antragsteller seinen zur Aufnahme eines Masterstudiengangs berechtigenden Bachelorabschluss in Österreich erworben hatte, handelte es sich bei ihm um einen internationalen Studienbewerber i.S.d. § 1 Abs. 2 lit. a) der Ordnung über den Zugang und die Zulassung internationaler Studienbewerberinnen und Studienbewerber an der Universität Bielefeld vom 2. Mai 2012. Als solcher musste er gemäß § 4 Abs. 2 Satz 2 dieser Ordnung Dokumente der Akademischen Prüfstellen im Original und sämtliche weitere Nachweise für seine Zugangsberechtigung in beglaubigter Kopie einreichen. Die Dokumente, die in beglaubigter Kopie einzureichen sind, werden den Studienbewerbern im Online-Bewerbungsportal der Universität Bielefeld angezeigt, nachdem sie ihre Online-Bewerbung abgesandt haben.
 
Der Antragsteller hat, was er selbst einräumt, keine beglaubigten Kopien vorgelegt. Aus welchen Gründen ihm die Vorlage beglaubigter Kopien, wie er behauptet hat, aufgrund seines Studiums in Österreich nicht möglich gewesen sein soll, hatte er weder dargelegt noch war es für das Gericht anderweitig ersichtlich.
 
Dass er auch, wenn er sich ordnungsgemäß – also unter Vorlage der beglaubigten Kopien beworben hatte, keinen Platz bekommen hätte, wird den Bewerber nur am Rande trösten.
 
Unser Rat: Bitte befolgen Sie die Anweisungen, die Sie auf den Internet-Seiten der Universitäten oder Hochschulen finden, ganz genau. Wenn Sie im Rahmen des Bewerbungsverfahrens einen Fehler gemacht haben, können wir das Verfahren im Falle unserer Beauftragung in der Regel auch nicht mehr „retten“.

10.03.2017 – hochschulstart.de hat die Zulassungsbescheide in der 1. Stufe für das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) bereit gestellt
 
Die 1. Stufe des AdH zum Sommersemester 2017 fand am 8. März 2017 statt. In der 1. Stufe erhält ein Bewerber eine Zulassung, wenn
 
• die für das AdH in erster Ortspräferenz genannte Hochschule die Rangfolge der Bewerber zu diesem Zeitpunkt bereits festgestellt hat und
• der Bewerber auf dieser Grundlage an der erstgenannten Hochschule ausgewählt werden konnte.
 
Alle anderen Bewerber erhalten erst in der 2. Stufe – konkret am 27. März 2017 - einen Bescheid. In der 1. Verfahrensstufe werden nur Zulassungen unter den o. a. Voraussetzungen erteilt, Ablehnungen werden grundsätzlich erst in der 2. Stufe ausgesprochen. 
 
Bitte beachten Sie, dass im Rahmen der 2. Verfahrensstufe Fälle auftreten können, bei denen ein Bewerber zeitgleich sowohl einen Zulassungs- als auch einen Ablehnungsbescheid für das AdH erhält.
Dies geschieht dann, wenn die Zulassung für eine im Antrag nachrangig genannte Hochschule erfolgt. Der betroffene Bewerber erhält dann immer zusätzlich einen Ablehnungsbescheid für die vorrangig genannten Hochschulen.
 
Für die Hochschulen, die der Bewerber in seiner Ortsreihenfolge nach der Universität genannt hat, für die er zugelassen wurde, wird in der 2. Stufe kein Bescheid mehr erstellt.

10.03.2017 - Erste Zulassungen im höheren Fachsemester aufgrund eigener Bewerbung
 
Einige unserer Mandanten haben in diesen Tagen aufgrund ihrer eigenen Bewerbung eine Zulassung im höheren Fachsemester in Leipzig in Humanmedizin und in Dresden in Zahnmedizin erhalten.
 
In Leipzig gab es im 2. Fachsemester im Studiengang Humanmedizin 10 Studienplätze, während das 4. Fachsemester überbucht war.
 
Die Zahl der Plätze im 2. Fachsemester in Dresden kennen wir noch nicht.
 
Da an vielen Universitäten die Rückmeldefristen für das höhere Fachsemester bereits abgelaufen sind, rechnen wir mit weiteren Plätzen im höheren Fachsemester in den nächsten Wochen.
 
Wir bitten Sie daher, uns unmittelbar zu verständigen, wenn Sie eine Zulassung im höheren Fachsemester erhalten haben und bitten Sie weiter, zur Vereinfachung eine Kopie des Zulassungsbescheides gleich mitzuschicken. Wir werden uns dann unmittelbar mit Ihnen in Verbindung setzen.

08.03.2017 - Anrechnung von Studienleistungen und Studienzeiten im Inland und Ausland
 
Aus gegebenem Anlass möchten wir allen Studienplatzbewerbern dringend raten, Studienleistungen und Studienzeiten im Inland und Ausland nicht für eine Anrechnung beim zuständigen Landesprüfungsamt „aufzusparen“, sondern diese direkt anrechnen zu lassen. Das führt zwar dazu, dass Sie mehrere Anrechnungsbescheide erhalten und „verwalten müssen“ und möglicherweise auch mehrfach Verwaltungsgebühren bezahlen müssen.
 
Für den Erfolg einer Bewerbung in das höhere Fachsemester ist dies jedoch der bessere und vor allem erfolgreichere Weg. Dies beruht darauf, dass in dem Fall, in dem Sie sich für das 2. Fachsemester bewerben, jedoch eine Anrechnung über zwei Fachsemester vorlegen, Sie für die Bewerbung ins 2. Fachsemester bei einigen Hochschulen als „überqualifiziert“ angesehen werden und bereits deshalb und unabhängig vom Vorhandensein freier Plätze Ihr Bewerbungsantrag zurückgewiesen wird.
 
Für eine ausführliche Beratung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

08.03.2017 - Plagiate: Universität Münster entzieht acht Medizinern den Doktortitel
 
Plagiatsjäger hatten die Universität Münster auf kopierte Texte in Doktorarbeiten hingewiesen, nun hat die Universität Konsequenzen gezogen: In acht Fällen werden die Doktortitel entzogen, 14 Mediziner erhalten eine Rüge. Allerdings fechten einige der "Doktoranden" die Aberkennung an - damit war schon die frühere Bildungsministerin Schavan in ihrem Fall erfolglos.
 
Knapp drei Jahre hatte die Untersuchungskommission der Universität Münster geprüft und jetzt entschieden, dass acht Medizinern, die seit 2005 an der Universität Münster promoviert wurden, der Doktortitel wegen Plagiats (kurz: Abschreiben) entzogen werden soll. Abschreibens. 14 weitere ehemalige Doktoranden der Universität erhalten eine Rüge für Mängel bei der wissenschaftlichen Arbeit.
 
Zudem wurde bereits im Herbst 2015 ein Prof. "bestraft". Er soll in seiner Funktion als Doktorvater mindestens zwei Wissenschaftler betreut haben, denen die Titel aberkannt worden sind. Dem Professor wurden daraufhin alle Finanz- und Personalmittel bis auf die Grundausstattung gestrichen, er unterrichtet noch an der Universität, darf aber keine Doktorarbeiten mehr betreuen.
 
Die Internetplattform VroniPlag hatte - u.a. die Westfälische Wilhelms-Universität Münster - vor knapp drei Jahren mit einer auffälligen Häufung von Verdachtsfällen konfrontiert. Jetzt sei die Aufarbeitung der Plagiatsfälle an der medizinischen Fakultät abgeschlossen, sagte ein Universität-Sprecher.
 
Bislang sind jedoch nur drei der untersuchten Fälle rechtskräftig. Fünf der Betroffenen klagen am Verwaltungsgericht Münster gegen den Entzug ihrer Titel.
Bei den rechtskräftigen Fällen sollen die Dissertationen, die in den Bibliotheken ausliegen, mit einem Stempel gekennzeichnet werden, wonach der Titel für diese Arbeit entzogen wurde. Die Universität Münster will auch die Ärztekammern unterrichten. Es soll konkret überprüft werden, "ob die Mediziner ihre Titel zum Beispiel am Praxisschild noch nutzen", so die Universität Münster.
 
Der Fachbereich in Münster hat nun beispielsweise die Beratung der Doktoranden intensiviert und eine neue Promotionsordnung verabschiedet, in der sich die Doktoranden und Doktorväter zu einer intensiven Zusammenarbeit verpflichten. Zudem müssen Dissertationen auch digital abgegeben werden, damit die Universität die Arbeiten besser auf kopierte Stellen untersuchen kann. Außerdem sei die Hochschule ständig auf der Suche nach besserer Software, um die eingereichten Arbeiten auf Plagiate abklopfen zu können, heißt es.
 
2013 hatte VroniPlag die Universität Münster mit 23 Fällen aus der Medizin konfrontiert. Bereits im Mai 2013 entzog die Universität Münster zwei Juristen die Titel. Auch an der Berliner Charité hatte es entsprechende Fälle gegeben.
 
Besonders drastisch war folgender Fall: Eine niedergelassene Ärztin formulierte nicht nur Passagen um, sondern reichte offenbar eine nahezu komplette Kopie einer zwei Jahre zuvor erschienenen Arbeit ein - beim selben Doktorvater, der schon die Quellarbeit zur gültigen Promotion gemacht hatte. Die Doktorandin fügte auf den 55 Seiten ihrer Arbeit im Fachbereich Urologie nur wenige eigene Sätze und einzelne Wörter ein. Der Rest des Textteils der Arbeit ist ein Komplettplagiat, die Quelle wird in ihrer Arbeit an keiner Stelle genannt. Copy, Paste, fertig.
 
Eine Reihe von Fällen gab es auch in der Zahnmedizin in Würzburg. Ein Fall sticht besonders hervor, so dass wir einen Teil des Sachverhalts wiedergeben wollen:
 
Der Kläger ist praktizierender Zahnarzt in .... und erhielt seine Approbation mit Wirkung vom 1. September 1990. Im Jahr 1996 begann er zum Zwecke der Promotion unter der Betreuung von Prof. K. am Institut der Geschichte der Medizin der Beklagten mit der Bearbeitung des Themas „Die ‚Würzburger Wundarznei‘. Anmerkungen zu einem neu gefundenen Arzneimittel-Handbuch des Spätmittelalters.“ Der Kläger fertigte eine 26-seitige Promotionsschrift zuzüglich eines 14-seitigen Literaturverzeichnisses an. Mit Schreiben vom 12. Dezember 1999 beantragte er die Zulassung zur Promotion mit dem angestrebten Doktorgrad „Dr. med. dent.“ und gab sowohl in diesem als auch mit Schreiben vom 27. Februar 2000 die ehrenwörtliche Erklärung ab, die Dissertation selbstständig angefertigt und keine anderen als die von ihm angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt zu haben. Der Erstgutachter Prof. K. und der Zweitgutachter Prof. W. bewerteten die Dissertation mit der Note „cum laude“ (eine den Durchschnitt überragende Leistung). Nach der Durchführung der mündlichen Prüfung am 7. Juli 2000 verlieh die Beklagte dem Kläger mit Urkunde vom 29. September 2000 den akademischen Grad „Dr. med. dent.“ mit der Gesamtbewertung „cum laude“.
 
Das Verwaltungsgericht Würzburg hat die Klage des "Doktors" durch Urteil vom 25.03.2015 abgewiesen.
http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2015-N-47153?hl=true
 
 
Eine Übersicht finden Sie unter
http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/%C3%9Cbersicht

28.02.2017 - Auswahlgrenzen in den bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen Sommersemester 2017
 
Wartezeit
 
Erstmals ist im Sommersemester 2017 die Wartezeit in der Humanmedizin auf 15 Semester gestiegen und nicht einmal mit dieser Wartezeit konnten alle Bewerber zugelassen werden, sondern nur bis zur Note 3,0.
In der Zahnmedizin beträgt die Wartezeit zwar – unverändert – 12 Semester, allerdings ist die für eine Zulassung mit dieser Wartezeit erforderliche Abi-Note auf 2,1 gestiegen, während sie im SS 2016 bei gleicher Wartezeit „nur“ 2,9 betrug. In der Pharmazie ist die Wartezeit auf 5 Semester gestiegen.
 
 
Abiturbestenquote
 
In der Abitur-Bestenquote ist in der Humanmedizin in 7 Bundesländern eine 1,0 erforderlich, nur in 5 Ländern reicht eine 1,2; in allen anderen Bundesländern ist die 1,1 erforderlich.
In der Zahnmedizin ist die Spanne in dieser Quote größer: Zwischen 1,0 in Brandenburg und 1,5 in Sachsen und Schleswig-Holstein. In der Pharmazie reichen in Hamburg und Thüringen eine 2,0 für die Zulassung, in Sachsen sogar die 2,1.
 
 
Auswahlverfahren der Hochschule - Vorauswahl   
 
Hier verlangen in der Humanmedizin bereits 4 von 9 Universitäten eine Bewerbung in erster Präferenz. Nur Erlangen, Gießen und Würzburg fordern keine Präferenz, in Mainz genügt die Angabe der Hochschule in 3. Präferenz. Im Übrigen gibt es einen „bunten Strauß“ an Kriterien. Hervorzuheben ist Göttingen, das mit erster Präferenz und einer Note von 1,3 nur 224 Bewerber in die Vorauswahl aufgenommen hat, während in Tübingen bei – ebenfalls erster Präferenz – Bewerber bis 2,5 in die Vorauswahl gekommen sind.
 
In der Zahnmedizin verlangen sogar 5 von (immerhin) 14 Universitäten eine Bewerbung in erster Präferenz. Nur Erlangen, Freiburg, Marburg, München, Regensburg, Ulm und Würzburg fordern keine Präferenz, in Mainz genügt – wie bei der Humanmedizin - die Angabe der Hochschule in 3. Präferenz. Im Übrigen gibt es auch im Studiengang Zahnmedizin einen „bunten Strauß“ an Kriterien. Hervorzuheben ist Göttingen, das mit erster Präferenz und einer Note von 1,6 nur 72 Bewerber in die Vorauswahl aufgenommen hat, während in Ulm - ohne Präferenz – Bewerber bis 2,5 in die Vorauswahl gekommen sind.
 
Alle Daten finden Sie unter
https://zv.hochschulstart.de/fileadmin/media/zv/nc/SoSe2017/nc_zv_ss17.pdf

• 31.01.2017 - Studieren im Ausland - Zum Medizinstudium nach Ungarn
 
137.000 Deutsche waren 2014 im Ausland immatrikuliert. So viele wie noch nie. Dies teilte das Statistische Bundesamt vor wenige Tagen mit. Das waren 1,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
 
Die Analyse basiert auf Daten der Industrieländerorganisation OECD, des Statistikamts der Unesco, der europäischen Statistikbehörde Eurostat und des Statistischen Bundesamts. Die Studie berücksichtigte alle Studenten, die entweder ihr ganzes Studium oder zumindest ein bis zwei Jahre im Ausland verbrachten. Der Anstieg um 1,9 Prozent wirkt zwar gering, doch er ist Teil einer Entwicklung. Demnach entscheiden sich heute 58 von 1000 deutschen Studenten für ein Auslandsstudium. 2004 waren es nur 39.
 
Am beliebtesten war 2014 erneut Österreich mit einem Anteil von knapp 20 Prozent. Dahinter folgen die Niederlande, Großbritannien und die Schweiz. In diesen vier Ländern studierten fast 60 Prozent aller im Ausland studierenden Deutschen.
 
Doch viele trieb es zum Studieren auch nach China. Das Land der Mitte landete im Ländervergleich auf Platz sechs und verdrängte damit Frankreich. Während 2004 etwa 2100 deutsche Studenten nach China gingen, waren es 2014 viermal so viele.
 
Die im Ausland gewählten Fächer variieren erheblich: So wird in den Niederlanden vor allem Jura, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften studiert. Nach Tschechien oder Ungarn gehen Deutsche vor allem wegen des Medizinstudiums. 66,4 Prozent aller deutschen Studenten in Ungarn waren angehende Humanmediziner.
 
Dass immer mehr Deutsche im Ausland studieren, bedeutet aber nicht, dass deutsche Universitäten unbeliebt sind. Im Gegenteil: Es kommen immer mehr ausländische Studenten an deutsche Universitäten. Im Wintersemester 2015/2016 waren an deutschen Hochschulen 251.500 ausländische Studenten eingeschrieben, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben hatten. Über 60.000 mehr als noch vor zehn Jahren.

• 24.01.2017 - Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat zum Begriff der Gleichwertigkeit von beruflichen Qualifikationen mit einem Hochschulabschluss entschieden – es ging um die Zugang zum Masterstudium – Begründung liegt jetzt vor.
 
Der Kläger erstrebt die Zulassung zu dem Masterstudiengang „Printmedien, Technologie und Management“ an der Hochschule für angewandte Wissenschaften (Fachhochschule) München. Es handelt sich um einen postgradualen Studiengang, der an den berufsqualifizierenden Bachelorstudiengang „Druck- und Medientechnik“ anknüpft. Nach dem Bayerischen Hochschulgesetz setzt der Zugang zu einem solchen Masterstudiengang einen Hochschulabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss voraus. Der Kläger ist seit 2002 Handwerks- und Industriemeister im Buchbindergewerbe; die Industriemeisterprüfung hat er als Jahrgangsbester abgelegt. Nach verschiedenen verantwortlichen Tätigkeiten im Druckgewerbe hat der Kläger im Jahr 2010 am Staatsinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern die Anstellungsprüfung  als Fachlehrer für gewerblich-technische Berufe an beruflichen Schulen bestanden. Seitdem ist er als Fachlehrer für Druck- und Medientechnik an einer Fachschule für Buchbindetechnik tätig; er leitet die Meisterschule für Buchbinder (Industrie).
 
Das BVerwG hat die negativen Urteile des VG München und des Verwaltungsgerichtshofs bestätigt, die jeweils angenommen hatten, dass die beruflichen Qualifikationen des Klägers einem Hochschulabschluss nicht gleichwertig seien. Es sei mit dem Grundrecht der freien Berufswahl nach Art. 12 Abs. 1 Grundgesetz vereinbar, den Zugang zu postgradualen Masterstudiengängen (nur) Absolventen eines fachlich einschlägigen Hochschulstudiums vorzubehalten.
 
Die Auslegung des bayerischen Hochschulgesetzes sei allein Sache der bayerischen Gerichte. Deren Rechtsauffassung, dass der Zugang zu postgradualen Masterstudiengängen landesgesetzlich den Abschluss eines Hochschulstudiums voraussetze, binde das BVerwG, das ja nur Verstöße gegen Bundesrecht, insbesondere Bundesverfassungsrecht zu prüfen habe.
 
Zwar schränkten solche Regelungen, die an den Nachweis einer fachlichen Qualifikation anknüpfen, die durch Art. 12 Abs. 1 GG geschätzte freie Berufswahl ein. Derartige Qualifikationsnachweise seien zur Sicherung der Qualität der Ausbildung regelmäßig geeignet, erforderlich und auch zumutbar. Dies führt das BVerwG dann im Einzelnen aus.
 
Die vom Kläger geforderte – auf den konkreten Einzelfall bezogene Gleichwertigkeitsprüfung hinsichtlich der Ausbildung und der beruflichen Fähigkeiten stelle bereits kein geeignetes Mittel der Qualitätssicherung dar, weil die in diese Prüfung einzustellenden, außerhalb des Hochschulbereichs erworbenen beruflichen Abschlüsse, insbesondere Abschlüsse als Handwerksmeister, nicht darauf angelegt seien, das für ein Masterstudium benötigte wissenschaftliche Grundlagenwissen zu vermitteln.

• 21.01.2017 - Aktuelles zur beabsichtigten Weiterentwicklung der Ausbildung und des Berufs des Psychotherapeuten
 
Psychotherapeut ist noch ein relativ junger Beruf. Lange Zeit - bis 1999 - konnten Psychologen ihre Dienste nur im Auftrag von Ärzten anbieten, im sogenannten Delegationsverfahren. Mit der Krankenkasse selbst abrechnen durften sie nicht, dies durfte nur der Arzt. Um Weiterbildungen mussten psychologische Psychotherapeuten sich selbst kümmern.
 
Bis 1999 gab es auch keine geregelte Ausbildung. Erst mit dem Psychotherapeutengesetz, dem „Gesetz über die Berufe des Psychologischen Psychotherapeuten und des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (Psychotherapeutengesetz - PsychThG) vom 16. Juni 1998" wurde die Approbation von Psychotherapeuten vorgeschrieben und diese in das Leistungsspektrum der Krankenkassen aufgenommen. Die Anbieter von Weiterbildungen wurden zu Ausbildungsinstituten mit verpflichtendem Lehrprogramm. Dass das Gesetz Praxisstunden vorschreibt, nutzen Kliniken seither, um billige Arbeitskräfte anzuheuern, denn: Ob und wie die praktische Tätigkeit zu vergüten ist, wurde im Gesetz nicht geregelt.
 
In den vergangenen Jahren haben Psychotherapeuten in Ausbildung (kurz: PiAs) immer wieder protestiert, manche haben für ihr Praktikum ein Arbeitsgehalt bei den Kliniken eingeklagt, mal mit Erfolg, mal ohne. Dass das Ausbildungs- und Vergütungssystem reformbedürftig ist, haben inzwischen auch die Politiker erkannt. "Wir werden das Psychotherapeutengesetz samt den Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung überarbeiten", hat die schwarz-rote Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt.
 
Aber erst vor kurzem hat das Gesundheitsministerium einen ersten Entwurf vorgestellt. Daher ist nicht damit zu rechnen, dass die Novelle in dieser Legislaturperiode noch verabschiedet wird.
 
Die Richtung für die Reform hat die deutsche Psychotherapeutenkammer bereits vorgezeichnet: Es soll eine Art eigenes Psychotherapiestudium geben, angelehnt an das Medizinstudium. Angehende Therapeuten sollen schon an der Universität Praxiserfahrungen mit Patienten sammeln und mit ihrem Abschluss genau wie Ärzte die Approbation erhalten - also die staatliche Zulassung zur Berufsausübung.
 
Damit würde - so die Hoffnung - sich der Status des Psychotherapeuten und vor allem die Bezahlung in den Kliniken verbessern. Sie könnten ein geregeltes - und im Wesentlichen gleiches - Gehalt bekommen, so wie Assistenzärzte, die sich zum Facharzt weiterbilden. Und ebenso wie Ärzte würden Therapeuten eine eigene Praxis erst nach der Fachausbildung an den Instituten eröffnen können.
 
Einer der Schlüssel für ein erfolgreiches Gesetzgebungsverfahren ist die Finanzierung der Weiterbildung und die Vergütung der künftigen psychotherapeutischen Assistenten. Ziel sei es, eine Förderung der Weiterbildung im Gesetz zu verankern.
 
Bislang erhielten die (PiA) "wenig bis gar keine Vergütung", wie Vertreter der PiA anprangerten. Sie müssten jedoch auf den Stationen voll mitarbeiten. Allerdings würden ihre Beiträge von den Kliniken mit den Kostenträgern abgerechnet.
 
Die Widerstände gegen die Ausbildungsreform sind enorm. Die Bundesrektorenkonferenz, einige Ärztekammern und Fachgesellschaften hätten von einer Teilnahme an der Bestandsaufnahme abgeraten. Zahlreiche Diskussionsteilnehmer fordern, mit einer radikalen Reform der Vergütungsstruktur die "Ausbeutung der PIA" zu beenden, die Auszubildenden nicht als billige Arbeitskräfte zu missbrauchen und ihre Beiträge in die Vorab-Kostenrechnung der Weiterbildung einzupreisen.
 
Dann aber stellt sich die Frage, inwieweit Krankenhäuser überhaupt noch bereit zur Weiterbildung sind, wenn sich die Vergütungsstrukturen so radikal ändern wie angedacht.

 

21.01.2017 - Vorläufige gerichtliche Zulassungen sind ebenso wie Teilzulassungen bei den Bewerbungen über hochschulstart.de nicht wartezeitschädlich – Besonderheiten eines gerichtlichen Vergleichs
 
In diesem Wintersemester 2016/2017 haben wir – wie auch andere mit uns verbundene Kollegen – für eine Reihe von Mandanten gerichtliche Zulassungen im Eilverfahren erstritten. Diese vorläufigen gerichtlichen Zulassungen sind nicht wartezeitschädlich, d.h. Ihre Wartezeit auf einen Studienplatz im regulären Vergabeverfahren läuft weiter. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn Sie sich für einen anderen Studiengang bewerben – Beispiel: Sie haben eine vorläufige Zulassung für Humanmedizin und bewerben sich nunmehr für Zahnmedizin. Dann handelt es sich um sog. „Parkstudienzeit“.
 
Die Wartezeit läuft auch weiter, wenn Sie im Studiengang Humanmedizin aufgrund eigener Bewerbung zum Beispiel an den Universitäten Göttingen oder Marburg einen auf die Vorklinik beschränkten Teilstudienplatz erhalten. Dann können Sie sich selbstverständlich weiter über hochschulstart.de auf einen Vollstudienplatz bewerben.
 
Bei gerichtlichen Vergleichen über eine endgültige Zulassung in den Klageverfahren ist zu differenzieren. Erhalten Sie durch einen gerichtlichen Vergleich einen endgültigen Teilstudienplatz, ändert sich nichts: Sie können sich weiter auf einen Vollstudienplatz bewerben. Erhalten Sie jedoch eine endgültige Vollzulassung, können Sie sich nicht mehr weiter über hochschulstart.de bewerben und sind – bis zu einem eventuellen Tausch oder eine erfolgreiche Ortswechselbewerbung an den konkreten Studienort gebunden.

• 21.01.2017 - 6 weitere Studienplätze durch Studienplatzklage im Studiengang Psychologie Bachelor im Wintersemester 2016/2017
 
• 21.01.2017  - 38 weitere Teilstudienplätze durch Studienplatzklage im Studiengang Humanmedizin – 1. Fachsemester – im Wintersemester 2016/2017

• 02.01.2017 - 4 vorläufige Studienplätze im Studiengang Psychologie – 1. Fachsemester – im Wintersemester 2016/2017

 

• 02.01.2017 - 1 vorläufiger Studienplatz im Studiengang Zahnmedizin – 1. Fachsemester – im Wintersemester 2016/2017

• 19.12.2016 - Ärztekammern für mehr Studienplätze und Änderung des Auswahlverfahrens
 
Im Zusammenhang mit dem „Masterplan Medizinstudium 2020“ – der sich derzeit noch in Verhandlungen von Bund und Ländern befindet und mit dem auch die Hausarztmedizin gefördert werden soll - fordern die Ärztekammern angesichts eines prognostizierten Ärztemangels, die Zahl der Medizin-Studienplätze in Deutschland deutlich aufzustocken. So geht eine Prognose der Unternehmensberatung Roland Berger davon aus, dass bis 2030 etwa 110.000 Ärzte an Klinien fehlen.
 
Näheres zum Masterplan z.B. auf der nachstehenden web-Seite der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V., dem Zusammenschluss der 38 Fachschaften an medizinischen Hochschulen und Universitäten in Deutschland.
 
https://www.bvmd.de/unsere-arbeit/masterplan-medizinstudium-2020/was-ist-der-mm2020/
 
Die Beschlüsse der Gesundheitsministerkonferenz vom Sommer 2016 finden sich dazu unter
 
https://www.gmkonline.de/Beschluesse.html?id=420&jahr=
 
Bereits im Frühjahr 2016 forderte die Ärzteschaft im Rheinland, die Zahl der Medizin-Studienplätze unter anderem an den Hochschulen in Düsseldorf und Duisburg-Essen deutlich aufzustocken. In einer Resolution der Ärztekammer Nordrhein heißt es, dies sei angesichts eines sich verschärfenden Versorgungsmangels dringend geboten.
 
Nunmehr haben auch die Landesärztekammern Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz entsprechende Forderungen mit der gleichen Begründung erhoben und für Hessen 165 und für die Universität Mainz 40 weitere Studienplätze gefordert.
 
Auch das Auswahlverfahren für Medizinstudenten soll geändert – im Sinne der Ärztekammern – verbessert werden. Talent und Befähigung zum Arztberuf müssten im Vordergrund stehen. Die Abiturnote allein sei kein faires Auswahlkriterium. Statt dessen sollten Persönlichkeitsprofil, Berufsausbildungen und soziales Engagement stärker berücksichtigt werden.

 

• 16.12.2016 - Bundesverwaltungsgericht hat zum Begriff der Gleichwertigkeit von beruflichen Qualifikationen mit einem Hochschulabschluss entschieden – es ging um die Zugang zum Masterstudium
 
Der Kläger erstrebt die Zulassung zu dem Masterstudiengang „Printmedien, Technologie und Management“ an der Hochschule für angewandte Wissenschaften (Fachhochschule) München. Es handelt sich um einen postgradualen Studiengang, der an den berufsqualifizierenden Bachelorstudiengang „Druck- und Medientechnik“ anknüpft. Nach dem Bayerischen Hochschulgesetz setzt der Zugang zu einem solchen Masterstudiengang einen Hochschulabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss voraus. Der Kläger ist seit 2002 Handwerks- und Industriemeister im Buchbindergewerbe; die Industriemeisterprüfung hat er als Jahrgangsbester abgelegt. Nach verschiedenen verantwortlichen Tätigkeiten im Druckgewerbe hat der Kläger im Jahr 2010 am Staatsinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern die Anstellungsprüfung  als Fachlehrer für gewerblich-technische Berufe an beruflichen Schulen bestanden. Seitdem ist er als Fachlehrer für Druck- und Medientechnik an einer Fachschule für Buchbindetechnik tätig; er leitet die Meisterschule für Buchbinder (Industrie).
 
Die Klage blieb auch vor dem Bundesverwaltungsgericht erfolglos. Sobald uns das Urteil vorliegt, werden wir weiter berichten.
 
Das VG München und der Verwaltungsgerichtshof München hatten angenommen, die beruflichen Qualifikationen des Klägers seien einem Hochschulabschluss nicht gleichwertig. Die Auslegung des bayerischen Hochschulgesetzes ergebe, dass der Begriff der Gleichwertigkeit nur Abschlüsse erfasse, die aufgrund eines Hochschulstudiums erworben worden seien. Nach dem Zweck der neuen Studienstrukturen sollten postgraduale Masterstudiengänge Absolventen eines fachlich einschlägigen Bachelorstudiengangs eine zusätzliche berufliche und wissenschaftliche Qualifikation vermitteln. Mit seiner vom Verwaltungsgerichtshof zugelassenen Revision wiederholt der Kläger seine Auffassung, seine beruflichen Abschlüsse und Tätigkeiten seien dem Abschluss eines Bachelorstudiengangs  im Fachbereich Druck- und Medientechnik gleichwertig. Das Bundesverwaltungsgericht wird darüber zu entscheiden haben, ob die irrevisible Auslegung des landesgesetzlichen Begriffs der Gleichwertigkeit durch den Verwaltungsgerichtshof mit dem Grundrecht der freien Berufswahl (Art. 12 Abs. 1 GG) vereinbar ist.

• 16.12.2016 - Verwaltungsgericht Münster: Wissenschaftliche „Originalität“ ist kein zulässiges Kriterium für die Vergabe von Master-Studienplätzen – Zweifel an der Eignung von „Motivationsschreiben“ für die Bewerberauswahl
 
Das Verwaltungsgericht Münster hat mit Beschluss vom 13. Dezember 2016 entschieden, dass die Zulassung zu einem Master-Studiengang der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) nicht wegen fehlender „besonderer Eignung“ für diesen Studiengang abgelehnt werden dürfe, weil u. a. das mit der Bewerbung einzureichende Motivationsschreiben keine hinreichende wissenschaftliche „Originalität“ des Bewerbers erkennen lasse.
 
Konkret - Sachverhalt: Die Antragstellerin hatte an der WWU ein Zwei-Fach-Bachelorstudium mit den Fächern Anglistik/Amerikanistik, Kultur- und Sozialanthropologie und Allgemeine Studien mit gutem Erfolg abgeschlossen und sich zum Wintersemester 2016/2017 um einen Studienplatz im Masterstudiengang „National and Transnational Studies: Literature, Culture, Language“ beworben. Dieser Studiengang ist nicht zulassungszahlenbegrenzt. Ihrer Bewerbung hatte sie ein nach den Zugangsregeln der Prüfungsordnung erforderliches, in englischer Sprache abgefasstes Motivationsschreiben beigefügt. Mit Bescheid vom 8. August 2016 hatte die Antragsgegnerin die begehrte Zulassung mit der Begründung abgelehnt, die Antragstellerin habe nach Prüfung der Bewerbungsunterlagen durch die Auswahlkommission die zum Nachweis der „besonderen Eignung“ für diesen Studiengang erforderliche Gesamtpunktzahl nicht nachgewiesen. Unter anderem sei ihr Motivationsschreiben „wenig originell“ gewesen und habe, weil sehr auf persönliche Neigungen ausgerichtet, wenig Theoriebezug aufgewiesen.
 
Die gerichtliche Entscheidung: Mit dem Beschluss vom 13.12.2016 hat das VG Münster die WWU verpflichtet, die Antragstellerin vorläufig zum Wintersemester 2016/2017 zum begehrten Masterstudiengang „National and Transnational Studies: Literature, Culture, Language“ zuzulassen.
 
In der Begründung der Entscheidung führt das VG Münster unter anderem aus: Der Zulassungsantrag der Antragstellerin sei mit hoher Wahrscheinlichkeit rechtsfehlerhaft wegen einer angeblich nicht durch das Motivationsschreiben nachgewiesenen „besonderen Eignung“ für diesen Studiengang abgelehnt worden. Das Hochschulgesetz Nordrhein-Westfalen räume zwar den Hochschulen die Befugnis ein, durch Prüfungsordnung zu bestimmen, dass von den Bewerbern/Bewerberinnen neben den allgemeinen Zugangsvoraussetzungen, insbesondere dem erfolgreichen Abschluss eines einschlägigen Bachelorstudiums, eine „studiengangbezogene besondere Vorbildung, künstlerische oder sonstige Eignung oder praktische Tätigkeit“ nachzuweisen sei. Diese Ermächtigung biete den Hochschulen jedoch nicht die Möglichkeit, außerhalb der speziellen fachlichen Anforderungen des jeweiligen Masterstudiengangs ein „Wunschkandidatenprofil“ festzulegen.
 
Jedoch seien besondere Zugangsvoraussetzungen zur Masterstudium, die etwa auf eine „Bestenauslese“ oder sogar eine wissenschaftliche „Niveaupflege“ abzielten, nicht zulässig. Den nach dem Gesetz allein zulässigen Zugangsanforderungen entsprächen die Regelungen der Prüfungsordnung der Hochschule für diesen Studiengang in mehrfacher Hinsicht nicht. Soweit die WWU zum Bewertungskriterium „Originalität“ des Motivationsschreibens erläuternd ausgeführt habe, dieses Kriterium sei gezielt aufgrund des besonderen Profils des Studiengangs in das Eignungsfeststellungsverfahren aufgenommen worden, insbesondere weil der Masterstudiengang von den Studierenden die grundsätzliche Bereitschaft verlange, lokale wie globale soziokulturelle Dynamiken jenseits des etablierten akademischen Kanons selbstständig und ungewöhnlich, also originell, neu zu denken, sei dies kein rechtlich zu erfassendes besonderes Eignungsmerkmal gerade für diesen Masterstudiengang. Auch bestünden ganz erhebliche rechtliche Bedenken dahin, ob ein Motivationsschreiben überhaupt eine auch nur ansatzweise zuverlässige Grundlage dafür sein könne, hieran eine „besondere Eignung“ zu messen. Solche Motivationsschreiben seien in erster Linie darauf gerichtet, über eine sprachliche Darstellung der ohnehin in den weiteren Bewerbungsunterlagen ablesbaren Umstände hinaus Gelegenheit zu bieten, sich als Bewerber/Bewerberinnen persönlich vorzustellen und das Interesse an gerade diesem Studiengang zu beschreiben. Gerade der Motivationsbereich sei von subjektiven Aspekten geprägt, die sich oft als reine Bekundungen und Absichtserklärungen aus der aktuellen Sicht darstellten. Einer Überprüfbarkeit stünden sie nicht offen. Auch seien Motivationsschreiben, zu deren Abfassung Handreichungen und Vorstücke in kaum überschaubarer Zahl etwa im Internet erreichbar seien, selbst für erfahrene Bewerter nur schwer in ihrer Realitätsnähe erfassbar.
 
Es ist zu erwarten, dass die WWU gegen diese Entscheidung Beschwerde zum OVG Münster einlegt.

• 14.12.2016 - Erwarten Sie einen Bescheid Ihrer Hochschule – Bewerbungs- oder Prüfungsbescheid ? Bitte Ihr e-mail-Konto ständig überprüfen – zum Zugang elektronisch versandter Verwaltungsakte
 
Immer mehr Bescheide – sei es im Bewerbungsverfahren, sei es im Prüfungsverfahren – werden zur Vereinfachung und zur Kostenersparnis elektronisch versandt. Dies ist grundsätzlich rechtmäßig: In Anlehnung an § 130 Bürgerliches Gesetzbuch - BGB - setzt die „Bekanntgabe“ den Zugang des Verwaltungsaktes voraus, das heißt, der Verwaltungsakt muss derart in den Machtbereich des Adressaten gelangt sein, dass dieser bei  gewöhnlichem Verlauf und unter normalen Umständen die Möglichkeit zur Kenntnisnahme hat. Nach den Verwaltungsverfahrensgesetzen der Länder ist auch die elektronische Bekanntgabe des Verwaltungsakts zulässig, wenn der Empfänger hierfür einen Zugang eröffnet hat und er das Dokument in lesbarer Form öffnen kann.
 
Bei vielen Universitäten und Hochschulen läuft das gesamte Bewerbungsverfahren inzwischen online ab. Insbesondere, wenn also bereits die Bewerbung elektronisch abläuft und der Bewerber damit zugleich sein Einverständnis mit der elektronischen Abwicklung des Bewerbungsverfahrens erklärt hat, hat er damit den Zugang eröffnet.
 
Neben der Zugangseröffnung ist weitere Voraussetzung für den Zugang eines elektronischen Verwaltungsaktes, dass dem Betroffenen dauerhafte Verfügungsgewalt über die Datei gewährt wird. Bei Verwendung moderner Kommunikationsmittel hängt der Zugang jedoch in erhöhtem Maße von Umständen ab, die in der Sphäre des Empfängers liegen, weshalb eben auch eine besondere Zugangseröffnung erforderlich ist. Hiermit gibt der Empfänger aber zugleich zu erkennen, dass die Verwendung der modernen Kommunikationsform für die Übermittlung des konkreten VA auch in seinem Interesse liegt. Daher halten es die Gerichte für gerechtfertigt, dem Empfänger (Bewerber/Prüfling) die Obliegenheit zu übertragen, durch geeignete Vorkehrungen sicherzustellen, dass sein Gerät einsatzbereit ist, wenn er mit dem Eingang behördlicher Erklärungen zu rechnen hat. Auf Hindernisse aus seinem Bereich kann sich der Empfänger nicht berufen, da er diesen durch geeignete Vorkehrungen begegnen kann und muss. Die Funktionsfähigkeit der eigenen technischen Geräte fällt in den Verantwortungsbereich des Empfängers. Hat er Probleme mit seinen technischen Geräten, muss er sich unverzüglich (§ 121 BGB), um deren Behebung kümmern und die Behörde davon in Kenntnis setzen.
 
Die Bekanntgabe elektronisch übermittelter Dokumente als Voraussetzung der Wirksamkeit eines Verwaltungsaktes richtet sich im übrigen nach den allgemeinen Grundsätzen. Danach gilt ein elektronisch übermittelter Verwaltungsakt am dritten Tag nach der Absendung als bekannt gegeben.
 
Unser Rat: Sorgen Sie stets dafür, dass Ihr Computer/Ihr Tablet für mail empfangsbereit ist.

 

• 14.12.2016 - Arbeitsgruppe der Stiftung für Hochschulzulassung (SfH/hochschulstart.de) prüft Parameter der patientenbezogenen klinischen Ausbildungskapazität in der Humanmedizin
 
Die klinische Ausbildungskapazität wird bei allen Universitätskliniken durch die Zahl der Patienten, insbesondere durch die Zahl der sog. Tagesbelegten Betten (tgB) beschränkt. Einzelne Universitäten – so die Medizinische Hochschule Hannover und die Charité-Universitätsmedizin Berlin - haben für den jeweils von ihnen angebotenen Modellstudiengang erreicht, dass besondere Parameter in die Kapazitätsverordnung des jeweiligen Bundeslandes aufgenommen wurden.  
 
Die Gerichte in Berlin und Niedersachen stehen diesen speziell geschaffenen Normen, die von den Parametern in den sog. Regelstudiengängen abweichen, skeptisch gegenüber. Daher hat sich bei der SfH im Ausschusss „Kapazitätsrecht“ eine Arbeitsgruppe zusammengefunden, um die Rechtsprechung auszuwerten und sich über die Parameter der patientenbezogenen Kapazität zu beraten.
 
Nach Auskunft der SfH liegen derzeit noch keine Arbeitsergebnisse vor.

• 08.12.2016 - Zulassung zum Masterstudium in NRW grundsätzlich von der Bachelor-Note abhängig, die die konkrete Universität für das konkrete Fach festgesetzt hat
 
Das OVG Münster hat zum wiederholten Mal entschieden, dass für die Zulassung zum Masterstudium die konkrete Bachelor-Note entscheidend ist, die die konkrete Universität für das konkrete Fach festgesetzt hat. Im konkreten Fall ging es um die Zulassung zum Master-Psychologie. Die Universität hatte eine Mindestnote von 2,49 festgesetzt, die Antragstellerin hatte nur eine 3,1.
 
Das OVG entschied, dass das Verwaltungsgericht den Antrag, die Antragsgegnerin im Wege einer einstweiligen Anordnung zu verpflichten, sie zum Masterstudium Psychologie zuzulassen, zu Recht mit der Begründung abgelehnt hatte, die Antragstellerin erfülle nicht die Zugangsvoraussetzung. Für den Masterstudiengang sei in nicht zu beanstandender Weise in § 4 Abs. 2 der Prüfungsordnung der Antragsgegnerin für den Studiengang Psychologie mit dem Abschluss „Master of Science (M.Sc.)“ eine Mindestnote von 2,49 festgesetzt worden. Die Antragstellerin habe aber lediglich einen Notenschnitt von 3,1 nachgewiesen.
 
Erfolglos wandte die Antragstellerin ein, die Zugangsvoraussetzung als subjektive Berufszugangshürde verstoße gegen Art. 12 Abs. 1 GG, weil die Universität nicht nachgewiesen habe, dass sie zum Schutz wichtiger Gemeinschaftsgüter erforderlich sei. In der Rechtsprechung des OVG Münster sei geklärt, dass die auf § 49 Abs. 6 Satz 3 HG NRW gestützte Einführung einer Mindestnote in einer Prüfungsordnung für ein Masterstudium grundsätzlich mit Art. 12 Abs. 1 GG vereinbar ist. Obgleich es eine Vielzahl unterschiedlicher Fachprofile von Bachelorstudiengängen gibt und diese sich auch von Hochschule zu Hochschule vielfach unterscheiden, sei der erste berufsqualifizierende Abschluss als Indikator für einen Erfolg im Masterstudium ein geeignetes Zugangskriterium.
 
Die konkret erfolgte Festlegung der Mindestnote auf 2,49 und der damit verbundene Eingriff in Art. 12 Abs. 1 GG sei durch das mit der Zugangsbeschränkung verfolgte Ziel der Qualitätssicherung gerechtfertigt. Bei der Bestimmung der konkreten Notenhürde besteht eine Einschätzungsprärogative der Hochschule, die nur eingeschränkt gerichtlich überprüfbar ist. Dass die Antragsgegnerin diese überschritten hätte, indem sie etwa willkürlich und ohne Rücksicht auf die Lebenswirklichkeit eine Note gewählt hätte, sei schon angesichts der vom Verwaltungsgericht aufgezeigten Notenspannen anderer Hochschulen für das Masterstudium Psychologie nicht ersichtlich. Des von der Antragstellerin vermissten konkreten Nachweises, dass Absolventen mit schlechteren Bachelorabschlussnoten als 2,49 das Masterstudium nicht erfolgreich abschließen würden, bedürfe es vor diesem Hintergrund nicht.
 
Auch den Einwand, die Mindestnote sei zu hoch, weil damit im zulassungsfreien Masterstudiengang die Kapazitäten nicht ausgeschöpft würden, hat das OVG Münster nicht gelten lassen. Wie ausgeführt, diene die Zugangsvoraussetzung des § 4 Abs. 2 Prüfungsordnung allein der Qualitätssicherung. Ein Zusammenhang mit Kapazitätsfragen bestehe hingegen nicht. Diese sind für die Festlegung der konkreten Mindestnote angesichts ihres Zwecks nicht relevant.
 
Unser Rat: Daher ist es für alle Master-Bewerber wichtig, bei den in die Auswahl einbezogenen Universitäten über das Internet die erforderliche Bachelor-Abschlussnote in Erfahrung zu bringen. Bewerbungen an Universitäten, bei denen die „Grenznote“ nicht erreicht wird, sind von vorn herein aussichtslos. Dies gilt auch für gerichtliche Verfahren, mit denen die Nichtausschöpfung der Kapazität berügt wird.

Deutliches Übergewicht der Studienbewerberinnen gegenüber den Studienbewerbern in den medizinischen Studiengängen und der Pharmazie
 
Aus den von uns von hochschulstart.de erbetenen Daten zur Bewerberstruktur und zu den freien Plätzen des 2. Nachrückverfahrens haben wir ein deutliches Übergewicht der Zahl der Bewerberinnen gegenüber den Bewerbern entnommen, besonders natürlich in der Tiermedizin. Aber auch in der Zahnmedizin und der Pharmazie ist der Anteil weiblicher Studienplatzbewerber mehr als doppelt so hoch wie der der männlichen Bewerber und in der Medizin sind es 88,2 % mehr weibliche als männliche Bewerber:

 

Studiengang Gesamtbewerberzahl weiblich  männlich  Proz. Verhältnis 
         
Humanmedizin 43806  28606 15200  65,3% / 34,7%
Zahnmedizin 6315 4350 1965 68,9 % / 31,1 %
Tiermedizin 4383 3780 603 86,2 % / 13,8 %
Pharmazie  4414 3143 1271  71,2 % / 28,8 

 

Universität Hamburg erlässt Benimmregeln für Medizinstudenten (sogenannter Verhaltenskodex Lehre)

 

Zahlreiche Zeitungen und Magazine haben darüber berichtet, dass der Fachbereich Medizin der Universität Hamburg Benimmregeln für Medizinstudierende erlassen hat.

Dieser Verhaltenskodex Lehre hat folgenden Wortlaut:

 

„Verhaltenskodex Lehre

Der Verhaltenskodex Lehre orientiert sich am Leitbild des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), in dem unter anderem ein respektvoller und wertschätzender Umgang betont wird. Die folgenden Verhaltensgrundsätze gelten für Lehrende wie für Studierende.

 

1. Lehrende und Studierende gehen respektvoll miteinander um. Dazu gehört, dass sie während der Lehrveranstaltungen aufmerksam sind, sich auf diese konzentrieren und sich aktiv beteiligen.

 

2. Die Nutzung von Handys und Smartphones während der Lehrveranstaltungen ist untersagt. Dozierende, die für die Sicherung der Patientenversorgung verantwortlich sind, sind von dieser Regel ausgenommen, reduzieren aber die Nutzung auf das Notwendige.

 

3. Um eine optimale Interaktion zwischen Lehrenden und Studierenden zu gewährleisten, ist auch die Nutzung von anderen elektronischen Geräten (Notebooks, Tablets) auf das für die Lehrveranstaltung Notwendige zu reduzieren.

 

4. Während der Lehrveranstaltungen dürfen keine Fotos, Filme oder Audioaufnahmen gemacht werden. Über Sonderregelungen wird auf Antrag an das Dekanat entschieden.

 

5. Lehrende und Studierende haben pünktlich zu den Lehrveranstaltungen zu erscheinen.

 

6. Essen während der Lehrveranstaltungen ist untersagt.

 

7. Für ihre Bereitschaft zur Teilnahme am Unterricht gebührt den Patientinnen und Patienten ein besonderer Respekt. Insofern hat bei Veranstaltungen mit Patientenbeteiligung nicht nur das Essen, sondern auch das Trinken ausnahmslos zu unterbleiben und es ist auf ein angemessenes und gepflegtes äußeres Erscheinungsbild zu achten.

Dieser Kodex ist in den Zeitschriften auf Hohn und Spott gestossen,

z.B. im Hamburger Abendblatt:

 

„Die Vorlesung, der natürliche Feind des Studierenden. Entweder sie fängt zu früh an, hört zu spät auf oder kollidiert sonstwie mit dem persönlichen Kalender. Das führt gern zu Überschneidungen der Lehrveranstaltung mit Mahlzeiten, dringenden Verabredungen oder - im schlimmsten Fall - dem Ankleiden“.

 

„Herausgekommen sind Maßgaben, die aus erwachsener Perspektive eigentlich nicht der weiteren Erwähnung bedurft hätten: eine über die physische Anwesenheit hinausgehende Beteiligung an den Tag legen, nicht auf dem Handy herumspielen, pünktlich erscheinen - ohne Frühstücksbüfett unter dem Arm. Und zumindest in Anwesenheit von Patienten vollständig bekleidet sein und nicht nach Kneipe riechen. Butterbrote und Caffe latte sind also tabu, ebenso wie die übermäßige Benutzung von Notebooks und Laptop“s.

Und in der „Welt“:

 

„Da der Lehrbetrieb an der medizinischen Fakultät nicht nur in Hörsälen stattfindet, sondern oft auch am lebenden Objekt im Krankenbett, müsse manchmal eine gewisse Seriosität gewährleistet sein. „Im Patientenzimmer geht es natürlich nicht, dass Studenten mit Badelatschen auftauchen oder im bauchfreien Top.“ Auch gewagte T-Shirts, beispielsweise mit Totenkopf-Aufdruck, seien im Krankenhaus pietätlos. „Wer will, kann zur normalen Vorlesung natürlich weiterhin gerne in Jogginghose kommen“, sagt Prof. Knesebeck. Ob sich die Fans des FC St. Pauli unter den Medizinstudenten durch das Totenkopf-Verbot diskriminiert fühlen, ist bislang nicht bekannt.

Bewerbungsfrist bei hochschulstart.de zum Sommersemester 2017
 
Da es zu einem Sommersemester nur vereinzelt "Neu-Abiturienten" - also Bewerber, die erst nach dem letzten Bewerbungsstichtag für das vorangegangene Wintersemester ihre Studienberechtigung erworben haben - gibt, verzichtet hochschulstart.de seit einigen Jahren zum Sommersemester auf die "gespaltenen" Bewerbungstermine für Alt- und Neu-Abiturienten.
 
Bewerbungsschluss für die Antragstellung zu einem Sommersemester ist für alle Bewerber der 15. Januar, 24:00 Uhr (Ausschlussfrist!, d.h. abweichend von den Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches verlängern sich die Fristen nicht bis zum Ablauf des nächstfolgenden Werktags)
 
Ihr Online-Antrag muss am 15.01.2017 spätestens bis 24:00 Uhr bei hochschulstart.de eingegangen sein. Maßgeblich für die Einhaltung der Frist ist der Zeitpunkt der Speicherung des Datensatzes bei hochschulstart.de.
 
Wenn Sie Änderungen am Studiengang oder auch an den Studienorten vornehmen möchten, können Sie dies nur innerhalb der Online-Bewerbungsfrist (15. Januar) tun.
 
Wenn Sie mehrere Anträge stellen, darf hochschulstart.de nur den letzten fristgerecht eingegangenen Antrag berücksichtigen, sofern Sie keine andere Entscheidung innerhalb der Online-Bewerbungsfrist (15. Januar) treffen.

Kein Ableger der Universität Sofia/Bulgarien in Köln – jedenfalls nicht im WS 2016/2017
 
Eine Studienplatz-Vermittlungsagentur hat viele Studienbewerber damit geworben, dass die Universität Sofia einen Studiengang Humanmedizin in Köln – dem Sitz der Vermittlungsagentur – ab dem WS 2016/2017 betreiben werde. Nun hat der SPIEGEL in Heft 41 berichtet, dass wohl weder ein positiver Bescheid aus dem bulgarischen Wissenschaftsministerium noch die Genehmigung der Bezirksregierung, dass in dem vorgesehenen Gebäude an Leichen gearbeitet werden darf, vorliege. Die Agentur vermutet, dass eine „Konkurrenzagentur“ aus Hamburg dahintersteckt, die ebenfalls Studienplätze gegen Honorar vermittelt.

• 25.10.2016 - 10 weitere Studienplätze durch Studienplatzklage im Studiengang Humanmedizin - Klinik - im Wintersemester 2016/2017

• 25.10.2016 - 2 weitere Studienplätze durch Studienplatzklage im Studiengang Humanmedizin – 1. Fachsemester - nach den Rechtsverhältnissen des Wintersemesters 2014/2015

• 17.10.2016 - Am 13.10.2016 sind durch Losverfahren 193 Teilstudienplätze im Studiengang Humanmedizin durch hochschulstart.de vergeben worden
 
Die Universität Marburg hat 135, die Universität Göttingen 58 Teilstudienplätze an hochschulstart.de gemeldet. An allen anderen Universitäten gibt es keine Teilstudienplätze (mehr).
 
Bitte teilen Sie uns sofort mit, wenn Sie einen Teilstudienplatz in Marburg oder Göttingen erhalten und übersenden Sie uns per Fax oder mail eine Kopie Ihres Zulassungsbescheides.
 
Informationen zu Teilstudienplätzen
 
Bei einem Teilstudienplatz ist die Zulassung nur auf den vorklinischen Studienabschnitt beschränkt, ohne dass die Fortsetzung des Studiums im klinischen Abschnitt gewährleistet ist. hochschulstart.de bietet diese sogenannten Teilstudienplätze nur Bewerberinnen und Bewerbern an, für die andernfalls eine Zulassung nicht möglich wäre. Die Teilstudienplätze werden nach  dem ersten Nachrückverfahren unter den bis dahin abgelehnten Bewerbern verlost. Voraussetzung ist hierzu, das Sie in der Wartezeitquote entweder die Hochschulen, die Teilstudienplätze anbieten, genannt haben oder eine Verteilung auch für andere als die genannten Hochschulen zulassen.
 
Wer einen Teilstudienplatz erhalten und angenommen hat, muss sich bei hochschulstart.de weiter im Studiengang Medizin für einen Vollstudienplatz bewerben, um eine unbeschränkte Zulassung zu erreichen. Nur bei Erhalt eines Vollstudienplatzes ist die Fortsetzung des Studiums nach dem vorklinischen Studienabschnitt möglich.
 
Ein "Teilstudium" wird nicht als wartezeitschädliches Parkstudium gewertet, wenn man sich für den gleichen Studiengang bewirbt, für den man einen Teilstudienplatz erhalten hat. In diesem Fall werden diese Studienzeiten als Wartezeit gezählt.
 
Mit erfolgreichem Abschluss des vorklinischen Studienabschnittes erfolgt die Exmatrikulation, falls bis zu diesem Zeitpunkt kein Vollstudienplatz erworben wurde. Dies ist auf Grund der hohen Wartezeit für medizinische Studiengänge nicht mehr gewährleistet. Daher ist es erforderlich, dass Sie sich rechtzeitig vor Abschluss der Vorklinik – möglichst ein halbes Jahr zuvor – an uns wegen der Strategie für den Erwerb eines Vollstudienplatzes wenden.
 
Gerne können Sie sich auch sofort bei uns für eine Studienplatzklage im klinisches Ausbildungsabschnitt kostenfrei und unverbindlich vormerken lassen. Wir übersenden Ihnen sodann die Informationen so rechtzeitig, dass Sie alle Fristen für etwaige Studienplatzklagen wahrnehmen können.

05.10.2016 - Falsche Angaben bei der Einschreibung können auch nach längerer Zeit noch zur Exmatrikulation führen. Hier: Nach 6 Semestern ist die Exma wegen Täuschung bei der Einschreibung rechtens -
 
Der Kläger des konkreten Verfahrens hatte an der Universität Heidelberg in Humanmedizin einen Schein endgültig nicht bestanden. Er schrieb sich zum Sommersemester 2012 für einen anderen Studiengang an der RWTH Aachen ein. Die Frage im Anmeldebogen, ob er eine Prüfung an einer deutschen Universität endgültig nicht bestanden habe, beantwortet er mit "nein". In der Folgezeit wechselte der Kläger auf einen Studienplatz in Humanmedizin. Im Oktober 2014 erhielt die RWTH von der Universität Heidelberg Kenntnis davon, dass der Kläger dort im Rahmen des Studiums der Humanmedizin vom Wintersemester 2009/10 bis zum Wintersemester 2011/12 eine Klausur endgültig nicht bestanden hatte und exmatrikuliert worden war. Daraufhin verfügte die RWTH ihrerseits die Exmatrikulation des Klägers.
 
Der Kläger wurde zur beabsichtigten Exmatrikulation angehört. Er machte er unter anderem geltend, er habe die Frage nach dem endgültigen Nichtbestehen alleine auf den Studiengang Informatik bezogen verstanden; eine Täuschungsabsicht habe nicht bestanden. Weiter verwies er auf persönliche Lebensumstände und das bislang erfolgreich absolvierte Medizinstudium.
 
Die Exmatrikulation ist aus der Sicht des Verwaltungsgerichts Aachen nicht zu beanstanden. Im Urteil vom 03. Dezember 2015 hat das Gericht ausgeführt:
 
Nach dem Hochschulgesetz sei die Exmatrikulation zulässig, wenn nachträglich Tatsachen bekannt würden, die zur Versagung der Einschreibung – konkret im Fach Humanmedizin - hätten führen müssen. Die Einschreibung sei u. a. dann zu versagen, wenn der Studienbewerber in dem gewählten Studiengang an einer Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes eine nach der Prüfungsordnung erforderliche Prüfung endgültig nicht bestanden habe. Das sei hier der Fall. Bei Kenntnis der Sachlage hätte die RWTH die (erneute) Einschreibung in den Studiengang Humanmedizin versagen müssen.
 
Die Entscheidung sei nicht unverhältnismäßig, obwohl der Kläger erst nach dem 6. Semester exmatrikuliert worden sei. Die RWTH habe erst im Oktober 2014 Kenntnis von dem endgültigen Nichtbestehen in Heidelberg erlangt. Bei seiner erstmaligen Einschreibung an der RWTH im (Formular-)“Antrag auf Einschreibung habe der Kläger die Frage nach dem endgültigen Nichtbestehen einer Klausur objektiv falsch mit „nein“ beantwortet. Es komme nicht darauf an, ob dies in Täuschungsabsicht geschehen sei. Jedenfalls könne sich der Kläger aufgrund der Falschangaben nicht auf Vertrauensschutz berufen. Zudem stehe sein Studienabschluss nicht unmittelbar bevor. Nach eigener Einschätzung benötige er weitere 5 Semester bis zum Abschluss des Studiums.
 
VG Aachen, 03.12.2015 - 6 K 1095/15, im Internet unter:  https://www.justiz.nrw.de/nrwe/ovgs/vg_aachen/j2015/6_K_1095_15_Urteil_20151203.html
 
Unser Rat: Wir können nur dringend davor warnen, bei der Einschreibung oder der „Um-Immatrikulation“ falsche Angaben zu machen. Auch wenn zwischen den Universitäten grundsätzlich der Datenschutz zu beachten ist, kann es immer wieder zu „Zufällen“ kommen. Spätestens bei der Anmeldung zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung hätte der Kläger ohnehin angeben müssen, dass es bereits vorher in Heidelberg mehrere Fachsemester Medizin studiert hat.
 
Sollte bei Ihnen eine Frage in dieser Richtung bestehen, beraten wir Sie gerne.

 

28.09.2016 – Physikum: Schriftlicher Teil des Ersten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung 2016 – Durchfallquote von 8,1 auf 9,4 % gestiegen – Höhere Chancen für Teilzugelassene und Studierende aus dem Ausland
 
Das IMPP hat unter dem 19.09.2016 die Ergebnisse des schriftlichen Teils des Ersten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung 2016 veröffentlicht. Danach ist die Teilnehmerzahl gegenüber dem Herbst 2015 leicht gesunken (6466 zu 6530), die Zahl der „Nichtbesteher“ hat sich demgegenüber deutlich – von 527 auf 609 – und damit von 8,1 auf 9,4 % erhöht.
 
Die geringste Durchfallquote gibt es (Vorjahresergebnis in Klammern) wieder in Greifswald mit 2,4 % (4,7 %), in Ulm mit 2,6 % (3,3 %) und in Magdeburg mit 3,7 % (3,9 %). Die schlechtesten Ergebnisse (nicht berücksichtigt werden die Universitäten, die auf Modellstudiengänge umgestellt haben) finden sich in Göttingen mit 17 % (12 %) und in Würzburg mit 16,1 % (9,1 %).
 
Die besten Examina gab es in Heidelberg mit 79,4 % richtig beantworteter Fragen (81,3 %), sodann in Mannheim mit 78,6 % (78,4 %) und Münster 78,4 % (79,3 %).
 
Ansichts der deutlich geringeren Zahl der bestandenen Examina ist die Chance für Teilzugelassene und Bewerber mit anerkanntem Ersten Abschnitt aus dem EU-Ausland besser, weil gegenüber dem Wintersemester 2015/2016 rund 80 Studienplätze mehr für diese Bewerber zur Verfügung stehen.

20.09.2016 - Ab dem WS 2016/2017 bietet die Universität Kiel

den Studiengang Psychologie nur noch als Bachelor und nicht mehr als Diplom-Studiengang an. Ab dem Wintersemester 2016/2017 studieren Erstsemester im Studiengang Psychologie nur noch mit dem Abschlussziel Bachelor of Science.


Die Einführung des Studiengangs Master of Science Psychologie ist für das WS 2020/2021 geplant.

14.09.2016 - Master-Ablehnungsbescheide müssen überprüft werden
 
Zahlreiche Bewerber auf einen Masterplatz mit – mehr oder weniger gut – abgeschlossenem Bachelorstudium erhalten in diesen Tagen Ablehnungsbescheide hinsichtlich des gewünschten und beantragten Masterstudienplatzes. Wir sind – auch aufgrund von grundlegenden Aufsätzen zu diesem Thema und einem Referat auf der Richtertagung 2015 - auf diese Verfahren spezialisiert.
 
Dies bedeutet aber nicht, dass wir jedem Bewerber zu einem Masterplatz verhelfen können. Vielmehr kann diese auch bedeuten, dass wir ihm/ihr aufgrund einer möglicherweise nicht hinreichenden Bachelornote von einem Verfahren abraten. Denn: Legt die Hochschule als Zugangsvoraussetzung zum Masterstudium eine bestimmte Mindestnote des Bachelorabschlusses fest, kommt ihr hierbei nach Auffassung der Gerichte eine Einschätzungsprärogative zu, die nur eingeschränkt gerichtlich überprüfbar ist. Die Bestimmung einer Notenhürde als Zugangsvoraussetzung dient allein der Qualitätssicherung und steht nicht im Zusammenhang mit Kapazitätsfragen. Auch muss – jedenfalls in Nordrhein-Westfalen - die Hochschule neben der konkreten Mindestnote des Bachelorabschlusses keine weiteren alternativen Zugangskriterien vorsehen.
 
Zur Ablehnung können auch fehlende ECTS-Punkte, die von der betreffenden Hochschule als Grundvoraussetzung angesehen werden, führen. Hier aber muss konkret geschaut werden, ob die Hochschule nicht das Erfordernis eines konkreten Kurses „vorschiebt“, um keine „fremden“ Studenten nehmen zu müssen.  Welcher berufsqualifizierende Studienabschluss für einen weiterbildenden Masterstudiengang einschlägig ist, richtet sich nach dem Ziel des jeweiligen Masterstudiengangs und den im Rahmen dieses Studiengangs vermittelten Inhalten sowie den im Rahmen des berufsqualifizierenden Studiengangs vermittelten Inhalten. Bei der Festlegung, welche berufsqualifizierenden Studienabschlüsse für einen Masterstudiengang einschlägig sind, steht den Hochschulen wie für die Festlegung von Mindestnoten eine gerichtlich nur eingeschränkt überprüfbare Einschätzungsprärogative zu.
 
Sie sehen also, es ist gar nicht so einfach.

RECHTSWISSENSCHAFT
Kein Abi mit 2,2*?
Dann 5 Semester* warten oder KLAGEN!?

(*Beispiel: Uni Frankfurt)


Ca. 47 staatliche Hochschulen in Deutschland bieten den Studiengang Rechtswissenschaft – Staatsexamen an. Die Auswahlgrenzen betrugen z.B.:

Uni Frankfurt WS 2015/2016 Note: 2,2

Wartezeit: 5 Semester

LMU München WS 2015/2016 Note: 2,1 Wartezeit: 4 Semester

Die Studienplatzklage im Studiengang Rechtswissenschaft lohnt sich. Die Erfolgsquote ist hoch und Sie sparen viele Semester Wartezeit. Warten Sie nicht bis Sie Ihren Ablehnungsbescheid erhalten, denn dann kann es für die Vorbereitung einer Klage bereits zu spät sein. So wie Sie sich auf einen sog. „innerkapazitären“ Studienplatz bewerben, müssen wir Sie auf einen sog. „außerkapazitären“ Studienplatz außergerichtlich bei den Hochschulen bewerben. Dies ist eine zwingende Voraussetzung, um – im Fall Ihrer Ablehnung – gegen die Hochschule in Ihrem Wunschstudiengang klagen zu dürfen. 

 

Zwar sind die ersten Fristen zur Stellung der erforderlichen außergerichtlichen Anträge bei den Hochschulen für das Wintersemester 2016/2017 bereits am 15.07.2016 abgelaufen, aber in vielen Bundesländern sind noch Studienplatzklagen möglich. Zum Beispiel in Hessen (Fristablauf 01.09.2016), Bremen (Fristablauf 10.09.2016), Brandenburg und Saarland (Fristablauf 15.09.2016), Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und andere. Wir informieren Sie gern!

 

Fordern Sie - jetzt - kostenfrei und unverbindlich unsere Informationen zur Studienplatzklage an und warten Sie auf keinen Fall bis zu Ihrem Ablehnungsbescheid.

INNENARCHITEKTUR
Kein Abi mit 2,4*?
Dann 4 Semester* warten oder KLAGEN!?

(*Beispiel: HS Darmstadt)


Ca. 12 staatliche Hochschulen in Deutschland bieten den Studiengang Innenarchitektur – Bachelor an. Die Auswahlgrenzen betrugen z.B.:

HS Darmstadt WS 2015/2016 Note: 2,4

Wartezeit: 4 Semester

Hochschule RheinMain SS 2016 Note: 2,6

Wartezeit: 5 Semester

 

Die Studienplatzklage im Studiengang Innenarchitektur – Bachelor lohnt sich. Die Erfolgsquote ist hoch und Sie sparen viele Semester Wartezeit. Warten Sie nicht bis Sie Ihren Ablehnungsbescheid erhalten, denn dann kann es für die Vorbereitung einer Klage bereits zu spät sein. So wie Sie sich auf einen sog. „innerkapazitären“ Studienplatz bewerben, müssen wir Sie auf einen sog. „außerkapazitären“ Studienplatz außergerichtlich bei den Hochschulen bewerben. Dies ist eine zwingende Voraussetzung, um – im Fall Ihrer Ablehnung – gegen die Hochschule in Ihrem Wunschstudiengang klagen zu dürfen. 

 

Zwar sind die ersten Fristen zur Stellung der erforderlichen außergerichtlichen Anträge bei den Hochschulen für das Wintersemester 2016/2017 bereits am 15.07.2016 abgelaufen, aber in vielen Bundesländern sind noch Studienplatzklagen möglich. Zum Beispiel in Hessen (Fristablauf 01.09.2016), Bremen (Fristablauf 10.09.2016), Brandenburg und Saarland (Fristablauf 15.09.2016), Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und andere. Wir informieren Sie gern!

 

Fordern Sie - jetzt - kostenfrei und unverbindlich unsere Informationen zur Studienplatzklage an und warten Sie auf keinen Fall bis zu Ihrem Ablehnungsbescheid.

FORSTWIRTSCHAFT
Kein Abi mit 2,4*?
Dann 10 Semester* warten oder KLAGEN!?

(*Beispiel: HNE Eberswalde)


Ca. 10 staatliche Hochschulen in Deutschland bieten den Studiengang Forstwirtschaft – Bachelor – oder einen artverwandten Studiengang an. Die Auswahlgrenzen betrugen z.B.:

HNE Eberswalde WS 2014/2015 Note: 2,4 Wartezeit: 10 Semester
HAWK Hildesheim, Holzminden, Göttingen WS 2015/2016 Note: 2,5 Wartezeit: 14 Semester
HS Rottenburg WS 2015/2016 Note: 2,6 Wartezeit: 12 Semester
Forstingenieurwesen an der HS Weihenstephan-Triesdorf WS 2015/2016 Note: 2,7 Wartezeit: 10 Semester
Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement an der FH Erfurt WS 2015/2016 Note: 2,6 Wartezeit: 7 Semester

Die Studienplatzklage im Studiengang Forstwirtschaft – Bachelor - lohnt sich. Die Erfolgsquote ist hoch und Sie sparen viele Semester Wartezeit. Warten Sie nicht bis Sie Ihren Ablehnungsbescheid erhalten, denn dann kann es für die Vorbereitung einer Klage bereits zu spät sein. So wie Sie sich auf einen sog. „innerkapazitären“ Studienplatz bewerben, müssen wir Sie auf einen sog. „außerkapazitären“ Studienplatz außergerichtlich bei den Hochschulen bewerben. Dies ist eine zwingende Voraussetzung, um – im Fall Ihrer Ablehnung – gegen die Hochschule in Ihrem Wunschstudiengang klagen zu dürfen. 

 

Zwar sind die ersten Fristen zur Stellung der erforderlichen außergerichtlichen Anträge bei den Hochschulen für das Wintersemester 2016/2017 bereits am 15.07.2016 abgelaufen, aber in vielen Bundesländern sind noch Studienplatzklagen möglich. Zum Beispiel in Hessen (Fristablauf 01.09.2016), Bremen (Fristablauf 10.09.2016), Brandenburg und Saarland (Fristablauf 15.09.2016), Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und andere. Wir informieren Sie gern!

 

Fordern Sie - jetzt - kostenfrei und unverbindlich unsere Informationen zur Studienplatzklage an und warten Sie auf keinen Fall bis zu Ihrem Ablehnungsbescheid.

24.08.2016 – Ersteinschreibung: Worauf Studenten bei ihrer Krankenversicherung achten sollten - Der nachfolgende Beitrag ist FAZ-online vom 22.08.2016  entlehnt und von uns ergänzt
 

Mit der Einschreibung an der Uni müssen sich die meisten Studenten – insbesondere die Neuabiturienten - erstmals selbst krankenversichern. Denn: Wenn man sich an einer Uni einschreiben will, muss man immer entweder einen Krankenversicherungsbeleg oder aber eine Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht mit abgeben. Studenten sind nämlich versicherungspflichtig. Bei welcher Kasse man sich am besten versichert, hängt von mehreren Faktoren ab: Vom eigenen Alter, Wohnort, Einkommen sowie von der Versicherung, dem Einkommen und dem Job der Eltern.
 
Endzeitpunkt: Wer in die studentische Krankenversicherung eintreten will, darf das 30. Lebensjahr oder das 14. Fachsemester noch nicht vollendet haben. Ob man das muss und wie das am günstigsten geht, hängt vom eigenen Alter, aber auch von dem Job der Eltern ab.
 
Familienversicherung
 
Sind die Eltern der künftigen Studenten gesetzlich versichert, kann man sich einfach im Rahmen der Familienversicherung bei den Eltern mitversichern. Das ist meist kostenlos. Es geht allerdings nur, wenn man unter 25 Jahre alt ist und nicht mehr als 450,00 Euro im Monat verdient. Wer BAföG bezieht, darf sogar nur 400,00 Euro im Monat verdienen.
 
Studentische Versicherung
 
Sind die eigenen Eltern privat versichert, ist man zu alt (vgl. oben) oder muss man mehr Geld (als 450,00 € pro Monat) verdienen, ist die studentische Kranken- und Pflegeversicherung meist die beste Option. Sie wird von den gesetzlichen Krankenkassen angeboten. Der Beitrag steigt zum kommenden Wintersemester. Bisher kostete sie circa 75,00 Euro monatlich. Bald sind es etwas mehr als 80,00 Euro (unser Seniorchef hat 1967 mit 12,00 DM pro Monat angefangen).
 
Es gibt bezüglich der Kosten allerdings Unterschiede zwischen den einzelnen Kassen, da fast alle einen Zusatzbeitrag erheben. Ein Blick auf die Liste der Zusatzbeiträge lohnt, um die für die eigene Region günstigste Krankenkasse zu finden. Allerdings können auch die Leistungen von Kasse zu Kasse etwas variieren. Sollte die Krankenkasse den Zusatzbeitrag später erhöhen, besteht auf jeden Fall ein Sonderkündigungsrecht und die Studenten können die Kasse wechseln.
 
Für Beamtenkinder kann es sich lohnen, eine private Krankenversicherung abzuschließen, aber das ist ein gesondertes Kapitel.

 

PSYCHOLOGIE - BACHELOR
Kein Abi mit 1,3*?
Dann 10 Semester* warten oder KLAGEN!?

(*Beispiel: TU Darmstadt)


Ca. 47 staatliche Universitäten in Deutschland bieten den Studiengang Psychologie – Bachelor - an. Die Auswahlgrenzen betrugen z.B.:

HU Berlin

WS 2015/2016

Note: 1,1

Wartezeit: 16 Semester

TU Darmstadt

WS 2015/2016

Note: 1,4

Wartezeit: 10 Semester

Uni Frankfurt

WS 2015/2016

Note: 1,4

Wartezeit: 10 Semester

Uni Hamburg

WS 2015/2016

Note: 1,4

Wartezeit: 10 Semester

Uni München

WS 2015/2016

Note: 1,2

Wartezeit: 33 Semester

Die Studienplatzklage im Studiengang Psychologie – Bachelor - lohnt sich. Die Erfolgsquote ist hoch und Sie sparen viele Semester Wartezeit. Warten Sie nicht bis Sie Ihren Ablehnungsbescheid erhalten, denn dann kann es für die Vorbereitung einer Klage bereits zu spät sein. So wie Sie sich auf einen sog. „innerkapazitären“ Studienplatz bewerben, müssen wir Sie auf einen sog. „außerkapazitären“ Studienplatz außergerichtlich bei den Hochschulen bewerben. Dies ist eine zwingende Voraussetzung, um – im Fall Ihrer Ablehnung – gegen die Hochschule in Ihrem Wunschstudiengang klagen zu dürfen. 

 

Zwar sind die ersten Fristen zur Stellung der erforderlichen außergerichtlichen Anträge bei den Hochschulen für das Wintersemester 2016/2017 bereits am 15.07.2016 abgelaufen, aber in vielen Bundesländern sind noch Studienplatzklagen möglich. Zum Beispiel in Hessen (Fristablauf 01.09.2016), Bremen (Fristablauf 10.09.2016), Brandenburg und Saarland (Fristablauf 15.09.2016), Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und andere. Wir informieren Sie gern!

 

Fordern Sie - jetzt - kostenfrei und unverbindlich unsere Informationen zur Studienplatzklage an und warten Sie auf keinen Fall bis zu Ihren Ablehnungsbescheiden.

BETRIEBSWIRTSCHAFT - BACHELOR
Kein Abi mit 1,7*?
Dann 8 Semester* warten oder KLAGEN!?

(*Beispiel: Frankfurt University)


Ca. 63 staatliche Hochschulen in Deutschland bieten den Studiengang Betriebswirtschaft bzw. Betriebswirtschaftslehre – Bachelor - an. Die Auswahlgrenzen betrugen z.B.:

 
HTW Berlin SS 2015 Note 1,7 Wartezeit 13 Semester
Frankfurt University WS 2015/2016 Note 1,8 Wartezeit 8 Semester
HS Hannover WS 2015/2016 Note 2,2 Wartezeit 10 Semester
HS München WS 2015/2016 Note 2,0 Wartezeit 10 Semester

Die Studienplatzklage im Studiengang Betriebswirtschaft/slehre – Bachelor - lohnt sich. Die Erfolgsquote ist hoch und Sie sparen viele Semester Wartezeit. Warten Sie nicht bis Sie Ihren Ablehnungsbescheid erhalten, denn dann kann es für die Vorbereitung einer Klage bereits zu spät sein. So wie Sie sich auf einen sog. „innerkapazitären“ Studienplatz bewerben, müssen wir Sie auf einen sog. „außerkapazitären“ Studienplatz außergerichtlich bei den Hochschulen bewerben. Dies ist eine zwingende Voraussetzung, um – im Fall Ihrer Ablehnung – gegen die Hochschule in Ihrem Wunschstudiengang klagen zu dürfen. 

 

Zwar sind die ersten Fristen zur Stellung der erforderlichen außergerichtlichen Anträge bei den Hochschulen für das Wintersemester 2016/2017 bereits am 15.07.2016 abgelaufen, aber in vielen Bundesländern sind noch Studienplatzklagen möglich. Zum Beispiel in Hessen (Fristablauf 01.09.2016), Bremen (Fristablauf 10.09.2016), Brandenburg und Saarland (Fristablauf 15.09.2016), Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und andere. Wir informieren Sie gern!

 

Fordern Sie - jetzt - kostenfrei und unverbindlich unsere Informationen zur Studienplatzklage an und warten Sie auf keinen Fall bis zu Ihrem Ablehnungsbescheid.

Einflussnahme der Industrie auf die Universität Mainz? - Uniklinik Mainz weist Vorwurf der Boehringer-Einflussnahme zurück
 
Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim (BI) fördert Forschung an der Uniklinik Mainz mit mehreren Millionen Euro. Darf er auch Publikationen absegnen? Ein internes Papier legt das nahe. Die Uniklinik weist den Vorwurf zurück.
 
BI ist in der Forschung sehr aktiv. Um internationale Spitzenforscher ins Rhein-Main-Gebiet zu locken, hat die konzernnahe private BI-Stiftung der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz 150 Millionen Euro für die Biologie bis 2023 versprochen. Um die Vereinbarung, in der diese Kooperation festgehalten wurde, gibt es Streit. Die Universität hatte die Verträge mit der Boehringer-Ingelheim-Stiftung lange unter Verschluss gehalten - bis SPIEGEL ONLINE und einige andere Journalisten schließlich hineinschauen durften. Kritiker warfen der Hochschule vor, nicht transparent zu machen, ob die Pharmaindustrie ungebührend Einfluss auf die Forschung nimmt.
 
Schließlich zwang SWR-Reporter Thomas Leif die Hochschule per Gericht, auch ihm Einblick in den Vertrag zu gewähren. Daraus geht unter anderem hervor, dass das Institut nur von Wissenschaftlern geleitet werden kann, mit denen die Stiftung einverstanden ist. Einfluss auf wissenschaftliche Publikationen nehme man nicht, teilte die Stiftung mit. Nach heftiger Kritik hatte Uni-Präsident Georg Krausch jedoch eingeräumt, dass der Vertrag Fehler enthalte. Derzeit liefen Gespräche mit der Stiftung über "mögliche Änderungen potenziell missverständlicher Passagen", teilt die Hochschule mit.
 
Inzwischen gibt es zudem neuen Ärger über einen Vertrag, den die Uniklinik Mainz mit dem Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim vor einigen Jahren geschlossen hat. Dabei geht es um die Gutenberg-Gesundheitsstudie, ein "universitäres Leuchtturmprojekt", wie es auf der Website heißt.
 
Für die Langzeitstudie wurden zwischen 2007 und 2012 mehr als 15.000 Menschen aufwendig untersucht. In den kommenden Jahren wollen Forscher ihre gesundheitliche Entwicklung dokumentieren.
BI fördert die Studie mit drei Millionen Euro bis Ende 2017. Auch dieser Vertrag ist geheim. Einen Anhang zur internen Geschäftsordnung konnte SWR-Reporter Leif jedoch in Teilen erhalten. Er wirft der Uniklinik vor zuzulassen, dass der Pharmakonzern mit Sonderprivilegien in die im Grundgesetz garantierte Forschungsfreiheit eingreifen kann.  Wörtlich heißt es in Anhang XIV der Geschäftsordnung vom 17. Juli 2015: "Weiterhin ist mit dem Hauptsponsor der Studie, Boehringer Ingelheim (BI), vertraglich vereinbart, dass alle Manuskripte vor Veröffentlichung die Freigabe durch BI benötigen."
 
Die Uniklinik weist zurück, dass dieser Passus die Unabhängigkeit der Forschung gefährde: "Die Veröffentlichungsfreiheit von Wissenschaftlern ist damit grundsätzlich nicht eingeschränkt und die Freiheit von Forschung und Lehre nicht berührt", teilte sie mit.
 
Es gehe lediglich darum zu vermeiden, dass patentierbare Erfindungen, die sich eventuell aus der Forschungsarbeit ergeben, nach außen gelangen, bevor ein Patent eingereicht sei. Außerdem sollten betriebsinterne, vertrauliche Informationen der Partner geschützt werden.
 
Der Anhang zur Geschäftsordnung sei eine interne Leitlinie für die eigenen Wissenschaftler, heißt es vonseiten der Uniklinik weiter. Vertraglich sei Boehringer Ingelheim nur zugesichert worden, dass der Konzern Veröffentlichungen "kommentieren" dürfe.
 
Der Pharmakonzern teilte mit: "Der Studienpartner ist frei, sich über diese nicht verbindlichen Kommentare hinwegzusetzen." Eine solche Kommentierungsmöglichkeit entspreche der allgemeinen akademisch-wissenschaftlichen Praxis. Der Wortlaut solle aber dennoch in einem Nachfolgevertrag "entsprechend angepasst" werden.  Seit dem Beginn der Gesundheitsstudie 2007 habe Boehringer Ingelheim von seinem Kommentierungsrecht außerdem noch nie Gebrauch gemacht.

SOZIALE ARBEIT - BACHELOR
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(*Beispiel: ASH Berlin)

 

Ca. 38 staatliche Hochschulen in Deutschland bieten den Studiengang Soziale Arbeit – Bachelor -an. Die Auswahlgrenzen betrugen z.B.:

ASH Berlin SS 2015 Note 1,9 Wartezeit 13 Semester
HS Darmstadt WS 2015/2016 Note 2,2 Wartezeit 8 Semester
Frankfurt University WS 2014/2015 Note 2,1 Wartezeit 8 Semester
HAW Hamburg WS 2015/2016 Note 2,1 Wartezeit 16 Semester
HS München WS 2015/2016 Note 2,2 Wartezeit 14 Semester

Die Studienplatzklage im Studiengang Soziale Arbeit – Bachelor - lohnt sich. Die Erfolgsquote ist hoch und Sie sparen viele Semester Wartezeit. Warten Sie nicht bis Sie Ihren Ablehnungsbescheid erhalten, denn dann kann es für die Vorbereitung einer Klage bereits zu spät sein. So wie Sie sich auf einen sog. „innerkapazitären“ Studienplatz bewerben, müssen wir Sie auf einen sog. „außerkapazitären“ Studienplatz außergerichtlich bei den Hochschulen bewerben. Dies ist eine zwingende Voraussetzung, um – im Fall Ihrer Ablehnung – gegen die Hochschule in Ihrem Wunschstudiengang klagen zu dürfen. 

 

Zwar sind die ersten Fristen zur Stellung der erforderlichen außergerichtlichen Anträge bei den Hochschulen für das Wintersemester 2016/2017 bereits am 15.07.2016 abgelaufen, aber in vielen Bundesländern sind noch Studienplatzklagen möglich. Zum Beispiel in Hessen (Fristablauf 01.09.2016), Bremen (Fristablauf 10.09.2016), Brandenburg und Saarland (Fristablauf 15.09.2016), Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und andere. Wir informieren Sie gern!

 

Fordern Sie - jetzt - kostenfrei und unverbindlich unsere Informationen zur Studienplatzklage an und warten Sie auf keinen Fall bis zu Ihrem Ablehnungsbescheid.

hochschulstart.de hat seit dem 12. August die Ablehnungsbescheide für die Abiturbesten- und Wartezeitquote und gleichzeitig die Mitteilungen über die Teilnahmemöglichkeiten am Auswahlverfahren der Hochschulen (Vorauswahl) auf Ihrem Nutzerkonto bereitgestellt
 
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Sie benötigen diese Bescheide eventuell noch später zur Vorlage bei Behörden, Krankenkasse, Hochschule, etc. Wir benötigen die Bescheide, um gegenüber den Gerichten die Tatsache Ihrer Bewerbung bei hochschulstart.de nachzuweisen.
 
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Verfassungsbeschwerde der Hafen-City-Universität Hamburg gegen die Zulassung zahlreicher Studienbewerber zurückgewiesen – Die HCU muss erst das Hauptsacheverfahren durchführen
 
Durch uns erst heute bekannt gewordenen Beschluss hat das Bundesverfassungsgericht am 29.06.2016 die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen.
 
Die HCU wandte sich gegen Entscheidungen des OVG Hamburg, in denen die HCU zur vorläufigen Zulassung von Studierenden außerhalb der festgesetzten Kapazität im Bachelorstudiengang „Stadtplanung“ verpflichtet wurde. Anstelle der Berechnung der Anzahl der Zulassungen nach Maßgabe der Kriterien der Kapazitätsverordnung (KapVO) sah das AKapG vor, dass diese zwischen der zuständigen Behörde und der Hochschule vereinbart wird.  Daraufhin verständigten sich die HCU und die Behörde auf eine Kapazitätsvereinbarung, wonach für das Jahr 2014 bezogen auf alle Bachelorstudiengänge der HCU 320 Studierende im 1. Fachsemester zugelassen werden sollten. Die Beschwerdeführerin legte daraufhin die Höchstzahl der für das Wintersemester 2014/2015 zu vergebenden Studienplätze im Bachelorstudiengang „Stadtplanung“ in ihrer Satzung auf 70 fest.
 
Eine größere Zahl der nicht zugelassenen Bewerberinnen und Bewerber beantragte nun ihre Zulassung außerhalb der festgesetzten Kapazität. Die HCU lehnte die Anträge ab, worauf die Mehrzahl der Bewerberinnen und Bewerber Widerspruch erhob. Gleichzeitig beantragten 50 Bewerberinnen und Bewerber beim Verwaltungsgericht die vorläufige Zulassung zum Studium, womit 29 Erfolg hatten. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Oberverwaltungsgericht zurück. Nach dem im Eilverfahren anzulegenden Maßstab sei von einem nicht gerechtfertigten Eingriff in die Grundrechte der Studienbewerber auszugehen und die Verpflichtung zur Zulassung auch dann auszusprechen, wenn das Gericht die anzuwendende Regelung für verfassungswidrig halte, weil darüber dann erst im Hauptsacheverfahren zu befinden sei. Nach den im Eilverfahren möglichen Erkenntnissen sei davon auszugehen, dass es im Bundesgebiet keinen vergleichbaren Studiengang gebe, der ohne vorherige Zulassung aufgenommen werden könne. Die Beschwerdeführerin habe der ihr obliegenden Darlegungspflicht nicht genügt, weil sie nicht hinreichend dazu vorgetragen habe, dass es im Bundesgebiet vergleichbare Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkungen gebe. Daher sei die Zulassungsbeschränkung an den Anforderungen der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum absoluten Numerus clausus zu messen (BVerfGE 33, 303; 85, 36), wonach die Beschränkung des Hochschulzugangs zum Schutz eines überragend wichtigen Gemeinschaftsgutes zwingend erforderlich sein müsse. Diesen Anforderungen genüge das AKapG nicht. Insbesondere sei dem Gesetz weder das Gebot zu entnehmen, die vorhandene Ausbildungskapazität erschöpfend zu nutzen, noch enthalte es nachvollziehbare und überprüfbare Vorgaben für die Ermittlung der Anzahl der Studienplätze. Des Weiteren habe es der Gesetzgeber versäumt, alle wesentlichen Entscheidungen der Kapazitätsbestimmung selbst zu treffen. Daran ändere die „Beteiligung“ der Bürgerschaft an den Vereinbarungen zwischen Hochschule und Behörde nichts, da damit keine Möglichkeit der Kontrolle verbunden sei, denn die Beteiligung beziehe sich nur auf die Entscheidung über den Globalhaushalt der Hochschule. Da die Zahl der Zulassungen also nicht wirksam beschränkt sei, dürfe eine Zulassung nur versagt werden, wenn sonst die Funktionsunfähigkeit in diesem Studiengang eintrete. Die Beschwerdeführerin habe aber nicht im erforderlichen Umfang dargelegt, weshalb dies der Fall wäre.
 
Die HCU sah sich durch die gerichtlichen Entscheidungen in Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG – dem Grundrecht der Wissenschaftsfreiheit - verletzt. Die Verfassungsbeschwerde sei zulässig. Es sei ihr auch unzumutbar, den Ausgang eines Hauptsacheverfahrens abzuwarten, weil aufgrund der Regelstudienzeit von sechs Semestern eine hohe Wahrscheinlichkeit bestehe, dass sich dieses vor einer abschließenden gerichtlichen Entscheidung erledigen werde. Die Verfassungsbeschwerde sei auch begründet. Art. 5 Abs. 3 GG schütze das von der Beschwerdeführerin entwickelte Studienkonzept. Die Verpflichtung, 29 Studierende außerkapazitär zuzulassen, sei ein nicht gerechtfertigter Eingriff in dieses Grundrecht. Die Gerichte stützten sich auf die strengen Anforderungen an die Zulassung zum Studium, die auf der besonderen Situation in den 1970er Jahren beruhten, heute aber aufgrund des Systemwechsels im Europäischen Hochschulraum und der ganz anderen, weithin diversifizierten Situation der Hochschulen so nicht mehr Anwendung finden könnten. Heute könne nicht mehr auf bundesweit ähnliche Studiengänge und auch nicht auf ein Berufsziel „Stadtplanung“ abgehoben werden, da jedenfalls im vorliegenden Fall zahlreiche fachlich unterschiedlich profilierte Studiengänge zu diesem Ziel führten. Der Gesetzgeber müsse heute nur noch die Ziele, Kriterien, Zuständigkeiten und Verfahren sowie die periodische Kontrolle für Kapazitätsentscheidungen festlegen, wonach die Exekutive zu steuern habe. Damit genüge das Ausbildungskapazitätsgesetz den verfassungsrechtlichen Vorgaben.
 
Das BVerfG hat die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen, weil die HCU den Rechtsweg nicht erschöpft habe.
 
Zwar erscheine es möglich, dass die HCU durch die gerichtlichen Entscheidungen in ihrer Wissenschaftsfreiheit verletzt sei. Hochschulen können sich auf das Grundrecht aus Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG berufen (zuletzt BVerfG, Beschluss des Ersten Senats vom 17. Februar 2016 - 1 BvL 8/10 -, juris, Rn. 48 m. w. N.), das auch ihre Freiheit schützt, über Inhalt, Ablauf und methodischen Ansatz eines Studiengangs zu bestimmen (vgl. BVerfGE 127, 87 <120>; BVerfG, Beschluss des Ersten Senats vom 17. Februar 2016 - 1 BvL 8/10 -, juris, Rn. 49). Zu der Entscheidung über den methodischen Ansatz gehört die Entscheidung über die Form der Lehre - als Seminar, Vorlesung, Exkursion, Planspiel usw. - und über die organisatorische Sicherstellung von Lehrveranstaltungen (vgl. BVerfGE 35, 79 <124>; 61, 260 <279>). Das Zulassungsrecht greift in diese Gestaltungsfreiheit ein, indem es die Hochschule gegen deren Willen zur Aufnahme von Studierenden über die von ihr vereinbarte Kapazität hinaus verpflichtet. Eine Beschränkung der Zulassung zum Studium müsse allerdings nicht nur Art. 5 Abs. 3 GG, sondern auch dem Teilhaberecht aus Art. 12 Abs. 1 GG zugunsten der Ausbildungsbedürfnisse nicht nur der bereits zum Studium zugelassenen, sondern auch der sich darauf bewerbenden Studierenden gerecht werden (vgl. BVerfGE 85, 36 <57>; 134, 1 <13 f. Rn. 36 ff.>). Darauf zielt das Kapazitätsrecht. Eine dazu ergehende gerichtliche Entscheidung kann also die Beschwerdeführerin in ihrem Recht aus Art. 5 Abs. 3 GG verletzen.
 
Die HCU habe jedoch nicht alle nach Lage der Sache zur Verfügung stehenden prozessualen Möglichkeiten ergriffen, um die geltend gemachte Grundrechtsverletzung in dem unmittelbar mit ihr zusammenhängenden sachnächsten Verfahren zu verhindern oder zu beseitigen (§ 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG; vgl. BVerfGE 129, 78 <92>; stRspr). Nach einem Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes ist es daher in der Regel erforderlich, auch den Rechtsweg in der Hauptsache vollständig zu beschreiten (vgl. BVerfGE 104, 65 <71>; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 15. Oktober 2015 - 1 BvR 1645/14 -, juris, Rn. 5). Da das Oberverwaltungsgericht nur die vorläufige Zulassung zum Studium angeordnet hat, bleibe der Hochschule die Möglichkeit, die von den Bewerberinnen und Bewerbern gleichzeitig mit den Anträgen auf Eilentscheidung durch die Gerichte eingelegten Widersprüche gegen die Nichtzulassung zum Studium zu bescheiden. Lässt sie die betroffenen Studierenden dann nicht zu, müssten diese gegen die Bescheide den Rechtsweg beschreiten. Damit besteht die Möglichkeit, die fachrechtlichen Fragen in einem fachgerichtlichen Hauptsacheverfahren zu klären, bevor entscheidungserhebliche verfassungsrechtliche Fragen - gegebenenfalls im Rahmen einer Vorlage nach Art. 100 Abs. 1 GG - zu beantworten wären.
 
Die Durchführung des Hauptsacheverfahrens sei auch nicht ausnahmsweise entbehrlich, weil dies unzumutbar wäre. Das fachgerichtliche Verfahren sei nicht aussichtslos, weil es an einer gefestigten Rechtsprechung zum entscheidungserheblichen Kapazitätsrecht fehlt. Die Rügen der Beschwerdeführerin betreffen auch keine Besonderheiten des Eilverfahrens. Sie macht geltend, die Gerichte hätten das Kapazitätsrecht unter Missachtung von Art. 5 Abs. 3 GG angewendet. Dieser Mangel könnte, was auch das Oberverwaltungsgericht betont (vgl. Hamburgisches OVG, Beschluss vom 9. Februar 2015 - 3 Nc 58/14 -, S. 6, 2.), im Hauptsacheverfahren beseitigt werden. In diesem wäre auch die im Eilverfahren ausdrücklich nicht abschließend geklärte tatsächliche Frage zu beantworten, ob ein mit dem hier in Rede stehenden Bachelorstudiengang vergleichbarer Studiengang im Bundesgebiet zulassungsfrei studiert werden kann. Sollten die außerhalb der vereinbarten Kapazität zugelassenen Studierenden während des Hauptsacheverfahrens ihr Studium beenden, kann die Beschwerdeführerin eine Entscheidung über die Begründetheit der Klage auf Zulassung erreichen, wenn sie ein schutzwürdiges Interesse an einer solchen gerichtlichen Entscheidung besitzt. Für ein solches spreche die seit den 90er Jahren stark veränderte, für das Kapazitätsrecht relevante Situation der Hochschulen (vgl. Wissenschaftsrat, Empfehlungen zur Qualitätsverbesserung von Lehre und Studium, Drs. 8639-08 vom 4. Juli 2008, S. 102; Entschließung des 204. Plenums der Hochschulrektorenkonferenz vom 14. Juni 2005, Empfehlung zur Sicherung der Qualität von Studium und Lehre in Bachelor- und Masterstudiengängen, III.B.), deren verfassungsrechtliche Bewertung streitig sei.
 
Diese Entscheidung ist für uns keine Überraschung, weil das BVerfG kapazitätsrechtliche Fragen immer erst im Hauptsacheverfahren aufklären lässt, bevor es eine Verfassungsbeschwerde als zulässig ansieht. Ausnahmen gibt es nur dann,  wenn eine Klage im Hinblick auf die Rechtsprechung der Fachgerichte aussichtslos erscheint oder wenn Grundrechtsverletzungen geltend gemacht werden, die sich spezifisch auf das Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes beziehen, also des Eilverfahrens (z.b. der Vorwurf mangelnder Aufklärung im Eilverfahren) oder wenn die Entscheidung von keiner weiteren tatsächlichen Aufklärung abhängt.

Rechtsanwalt Dr. Robert Brehm veröffentlicht zusammen mit einem Vorsitzenden Richter einen zusammenfassenden Aufsatz zu Sonder- und Zweitstudienanträgen bei hochschulstart.de
 
Seit rund 34 Jahren hat es keine Rechtsprechung des für die frühere ZVS bzw. die jetzige Stiftung für Hochschulzulassung (hochschulstart.de) zuständigen Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen und des diesem übergeordneten Oberverwaltungsgerichts Münster zu solchen Anträgen gegeben. In der anwaltlichen Praxis hat sich jedoch aufgrund der zunehmenden Sonderanträge ein dringendes Bedürfnis gezeigt, diese Rechtsprechung – insbesondere die Anforderungen an Sonderanträge – zusammenzufassen. Es zeigt sich bei den Beratungen immer wieder, dass Fehlvorstellungen darüber vorliegen, wann ein Härtefall gegeben ist und welche Unterlagen für die verschiedenen Anträge vorgelegt werden müssen und insbesondere welche inhaltlichen Anforderungen von der Rechtsprechung an Härtefall- und Notenverbesserungsanträge gestellt werden.
 
Der Aufsatz wird im Septemberheft 2016 des Deutschen Verwaltungsblatts (DVBl.), einer bedeutenden juristischen öffentlich-rechtlichen Fachzeitschrift, veröffentlicht.

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Sie benötigen diese Bescheide eventuell noch später zur Vorlage bei Behörden, Krankenkasse, Hochschule, etc. Wir benötigen die Bescheide, um gegenüber den Gerichten die Tatsache Ihrer Bewerbung bei hochschulstart.de nachzuweisen.
 
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Anforderungen in der Wartezeit bei der Vergabe von Studienplätzen zum WS 2016/2017 weiter gestiegen !!
 
Zwar ist es nach Mitteilung von hochschulstart.de in der Humanmedizin bei 14 und in der Zahnmedizin bei 12 Wartesemestern geblieben. Allerdings sind die Anforderungen nach dem nachrangigen Kriterium Durchschnittsnote weiter gestiegen. Während im Studiengang Humanmedizin im WS 2015/2016 bei 14 Semestern noch die Durchschnittsnote 3,3 ausreichte, ist jetzt eine 2,9 erforderlich. Dies bedeutet, dass ein Teil der Bewerber mit 14 Semestern und 2,9 und alle mit 3,0 noch ein weiteres Semester auf einen Studienplatz warten müssen.
 
Im Studiengang Zahnmedizin sind die Anforderungen bei 12 Semestern „nur“ von 3,0 auf 2,9 gestiegen.
 
In der Pharmazie sind erstmals seit vielen Jahren wieder 3 Semester Wartezeit erforderlich. In der Tiermedizin ist es bei 10 Semestern geblieben. Hier reicht dieses Mal eine 2,4 aus, während im WS 2015/2016 eine 2,2 erforderlich war.
 
In der Abiturbestenquote ist in der Humanmedizin – wie im letzten Jahr – mit Ausnahme von Niedersachsen und Schleswig-Holstein, dort 1,1 – die Spitzennote 1,0 erforderlich. In der Zahnmedizin schwankt der erforderliche Schnitt zwischen 1,1 und – als Ausnahme wieder Niedersachsen – 1,4.
 
Für die meisten Bewerber mit sehr guten Noten ist das Auswahlverfahren der Hochschulen der „Rettungsanker“ .

Entzug eines Lehrauftrags an der Hochschule für Politik wegen fremdenfeindlicher Äußerungen
 
Das Verwaltungsgericht München hat den Entzug eines Lehrauftrags durch die Hochschule für Politik in München wegen fremdenfeindlicher Äußerungen gebilligt.
 
Die Hochschule hatte den Lehrauftrag des Antragstellers für eine konkrete Veranstaltung im Sommersemester 2016 mit sofortiger Wirkung widerrufen und die sofortige Vollziehung des Widerrufs angeordnet. Zur Begründung hatte die Hochschule im Wesentlichen ausgeführt, im Facebook-Eintrag des Lehrbeauftragten habe dieser das Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft in Düsseldorf mit dem Untertitel „Flüchtlinge stritten vor Großbrand über Ramadan“ mit den folgenden Worten kommentiert: „Das mohammedanische Bulemiefressen soll jetzt von allen eingehalten werden. Was für niedrige Kreaturen…“
 
Voraussetzung für die Erteilung eines Lehrauftrags sei immer auch die Eignung zum akademischen Lehrer, wozu gehöre, dass man bei der Wahl der Worte auch in privaten Meinungsäußerungen die Zurückhaltung walten lasse, die dem wissenschaftlichen Diskurs im freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat angemessen sei. Mit seiner unsachlichen und politisch extremen Äußerung habe der Antragsteller diese Angemessenheit vermissen lassen. Dadurch habe sich gezeigt, dass die Voraussetzung für die Erteilung eines Lehrauftrags nicht gegeben sei. Die Meinungsfreiheit und die Lehrfreiheit seien nicht schrankenlos und fänden dort ihre Grenze, wo sie mit den Grundrechten anderer und verfassungsimmanenten Gütern kollidierten. Da der Antragsteller seine Äußerung auf Facebook verbreitet habe, habe - zumindest vorübergehend - die Gelegenheit zur Kenntnisnahme durch einen unbeschränkten Personenkreis bestanden. Viele Hinweise auf den Kommentar des Antragstellers seien bei der Antragsgegnerin eingegangen. Es bestehe daher eine akute Gefahr dafür, dass die Hochschule mit der Kommentierung des Antragstellers in Verbindung gebracht werde. Hier komme nur eine sofortige Beendigung der Lehrtätigkeit des Antragstellers zur Vermeidung negativer Auswirkungen für die Hochschule in Betracht.
 
Gegen den Antrag der Lehrbeauftragten wandte die Hochschule u.a. ein: Der Kommentar des Antragstellers entwürdige auf schäbige Weise einen religiösen Kernbereich der islamischen Kultur. Der Antragsteller setze den Ramadan als „mohammedanisches Bulemiefressen“ herab und beleidige muslimische Flüchtlinge in diesem Kontext als „niedrige Kreaturen“. Als Lehrbeauftragter verstoße der Kläger damit gegen die guten akademischen Sitten, verletze die gängigen wissenschaftlichen Standards und missachte das Toleranzprinzip und die Vorbildfunktion eines akademischen Lehrers. Selbst wenn die Aussage außerhalb des Unterrichts gefallen sei, sei sie geeignet, den Ruf der Antragsgegnerin zu schädigen. So sei der öffentlich zugängliche Facebook-Eintrag von Studierenden der Hochschule entdeckt worden, die unverzüglich die Beendigung jeder weiteren Vorlesungstätigkeit des Antragstellers artikuliert hätten, da das Vertrauen in diesen Dozenten massiv erschüttert sei. Der Facebook-Eintrag stehe für sich und ohne weitere Kontextualität und sei durch nichts relativiert worden, nicht einmal nachträglich. Es müsse also davon ausgegangen werden, dass der Antragsteller auch bei seiner Lehrtätigkeit eine vorurteilsbehaftete Wortwahl gebrauchen würde.
 
Zwar habe der Antragsteller das beanstandete Posting am ... 2016 gelöscht, in einem neuen Posting vom ... 2016 aber geschrieben: „Weil ich diesen Typen >bulemiefressenden Mohammedaner, niedrige Kreatur< genannt habe in meinem ersten Zorn, hat mich die Hochschule für Politik rausgeschmissen. (…)“. Dadurch habe er unter ausdrücklicher Nennung der Hochschule seine Äußerung perpetuiert. Die Gründe gegen die Fortsetzung der Lehrtätigkeit bestünden daher in jederzeit nachlesbarer Form fort. Der Widerruf des Lehrauftrags sei notwendig gewesen, um Schaden von der Antragsgegnerin abzuwenden und das Vertrauen der Studierenden in die Kompetenz des Lehrpersonals wieder herzustellen.
 
Die Hochschule für Politik München sei in einer historischen Umbruchsituation am Ende des Zweiten Weltkriegs gegründet worden, ihr vorrangiger Zweck habe in der Erziehung zur Demokratie bestanden. Dieser Gründungsauftrag bestehe bis heute. Äußerungen, die geeignet seien, die grundrechtlich geschützte Menschenwürde von Personen anderer Religion in Frage zu stellen, widersprächen allen Grundsätzen des demokratischen Umgangs in einem Rechtsstaat. Der Hochschule für Politik und ihrer Trägeruniversität sei es daher nicht zumutbar, dass ihnen Personen zugerechnet würden, die nicht als Garanten dieser Werte wahrgenommen würden - zumal in einer Position als Lehrende, denen die Studierenden durch das Prüfungsrechtsverhältnis in gewisser Weise untergeordnet seien. Hinzu komme, dass die Äußerung des Antragstellers den Bereich betreffe, in dem er an der Hochschule für Politik lehre (...). Lehrbeauftragte sollten pädagogische Eignung aufweisen. Hieran fehle es, wenn polemische Äußerungen zu einer äußerst differenzierten Debatte abgegeben würden, die darüber hinaus geeignet seien, die Menschenwürde in Frage zu stellen.
 
Das Verwaltungsgericht hat die Maßnahme der Hochschule gebilligt. Hierfür waren u.a. folgende Erwägungen maßgebend:
 
Bei summarischer Prüfung der Sach- und Rechtslage überwiege das öffentliche Interesse an der sofortigen Vollziehung der Entlassung die privaten Interessen des Antragstellers. Gemäß Art. 49 Abs. 2 Nr. 3 BayVwVfG darf ein rechtmäßiger begünstigender Verwaltungsakt, auch nachdem er unanfechtbar geworden ist, ganz oder teilweise mit Wirkung für die Zukunft nur widerrufen werden, wenn die Behörde aufgrund nachträglich eingetretener Tatsachen berechtigt wäre, den Verwaltungsakt nicht zu erlassen und wenn ohne den Widerruf das öffentliche Interesse gefährdet würde. Diese Voraussetzungen liegen hier aller Voraussicht nach vor. Aufgrund der Äußerung des Antragstellers in Facebook „Das mohammedanische Bulemiefressen soll jetzt von allen eingehalten werden. Was für niedrige Kreaturen…“ seien nachträglich Tatsachen eingetreten, aufgrund derer die Antragsgegnerin berechtigt wäre, den Lehrauftrag nicht zu erteilen. Zudem würde ohne den Widerruf des Lehrauftrags des Antragstellers das öffentliche Interesse gefährdet.
 
Gemäß Art. 8 Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über die Hochschule für Politik München vom 24. November 2014 (HfPG) können zur Ergänzung des Lehrangebots Lehrbeauftragte bestellt werden. Diese stehen in einem öffentlichrechtlichen Rechtsverhältnis zur Hochschule für Politik; für sie gelten Art. 31 Abs. 1 Satz 3 Halbsatz 1, Sätze 4 und 5 Abs. 3 Halbsatz 1 und Art. 32 BayHSchPG sinngemäß. Gemäß Art. 31 Abs. 1 Satz 4 BayHSchPG sollen Lehrbeauftragte mindestens die Voraussetzungen nach Art. 7 Abs. 1 Satz 1 Nrn. 1 und 2 BayHSchPG erfüllen und eine mindestens dreijährige berufliche Praxis nachweisen. Somit sind Einstellungsvoraussetzungen auch für Lehrbeauftragte neben den allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen mindestens ein abgeschlossenes Hochschulstudium sowie pädagogische Eignung (Art. 7 Abs. 1 Satz 1 Nrn. 1 und 2 BayHSchPG).  Gegen diese Grundsätze habe der Antragsteller mit seiner Äußerung in Facebook verstoßen, indem er eine der Hauptpflichten der Angehörigen einer anderen Religion als Krankheitserscheinung (Bulemiefressen) und die diese Pflichten erfüllenden Personen als unter dem Menschen stehende niedrige Geschöpfe bezeichnet habe.
 
Vor allem von einem für das ... zuständigen Lehrbeauftragten ist die notwendige Sensibilität bezüglich menschenrechtlicher Diskriminierungen und religiöser Neutralität zu erwarten. Gerade dagegen verstößt der Antragsteller durch seine Äußerung in besonderem Maße, die er mit der Veröffentlichung seiner Meinung in einem sozialen Netzwerk einer unbegrenzten Öffentlichkeit zugänglich gemacht habe. Es sei somit nicht zu beanstanden, dass die Antragsgegnerin die Eignung des Antragstellers aufgrund einer derartigen die islamische Kultur herabwürdigende Äußerung nicht mehr für gegeben ansieht und aus diesem Grund den Lehrauftrag widerrufen hat.

Studienabbruch - und dann?
 
Nach einer Pressemitteilung hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am 19.07.2016 das Onlineportal www.studienabbruch-und-dann.de gestartet. Das Portal informiert Studienzweiflerinnen und Studienzweifler über Wege und zielgerichtete Hilfsangebote, um ihr Hochschulstudium erfolgreich abschließen zu können. Gleichzeitig werden ihnen im Falle eines Studienabbruchs die vielfältigen Karrierechancen bei einem Wechsel in die berufliche Bildung aufgezeigt. Das Angebot richtet sich daher sowohl an Studienzweifler/innen als auch an potentielle Studienabbrecher/innen.
 
"Auch Leistungsstarke junge Erwachsene benötigen häufig eine Orientierung, ob der eingeschlagene Weg eines Studiums der richtige ist. Sie benötigen Beratung über die bestehenden Möglichkeiten innerhalb wie außerhalb einer Hochschule. Denn oftmals wissen sie nur wenig über die Vielfalt der Ausbildungsberufe. Dabei bietet ihnen der Wechsel in die berufliche Bildung spannende Berufsaussichten. Durch den technologischen Wandel steigen die Anforderungen in vielen Berufsbildern. Aufgrund des zu erwartenden Fachkräftebedarfs bieten sich für diese jungen Menschen daher attraktive Karrierechancen insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.
 
Die Informationen des Onlineportals sollen sowohl Studierenden als auch potenziellen Studienabbrechern/innen auf der Suche nach Unterstützung helfen, ihre persönliche Situation zu reflektieren und ihren Weg zu finden. Hintergrundwissen über Motive für Studienzweifel und Antworten auf Fragen wie "Wo stehe ich und wohin gehe ich?" unterstützen bei der Orientierung über alternative Qualifizierungswege. Das Portal zeigt dabei alle Möglichkeiten zur Qualifizierung innerhalb und außerhalb der Hochschulen auf. In den umfangreichen FAQs werden wichtige Informationen und relevante Hilfsangebote zu den Themen Studienumstieg, Studienausstieg und Wechsel in die berufliche Bildung gebündelt. Eine interaktive Landkarte listet Beratungs- und Vermittlungsprojekte in Deutschland für den Fall eines Studienabbruchs auf, an die sich die jungen Erwachsenen vor Ort wenden können, um individuelle Beratung und Hilfe zu erhalten. Multimedia-Reportagen, Videos und Texte erzählen Geschichten von eh! emaligen Studierenden, die in der beruflichen Bildung neu gestartet sind. Damit sollen Studienabbrechern/innen für den Erwerb eines berufsqualifizierenden Abschlusses in der beruflichen Bildung gewonnen werden.
 
Weitere Informationen finden Sie unter:
 
www.studienabbruch-und-dann.de

Doktorandin vor Gericht: "Sie sind ein Arschloch, Herr Professor"
 
Beleidigungen, Drohungen, Hausfriedensbruch: Weil sie in der Sprechstunde ihres Professors ausgerastet sein soll, steht eine Doktorandin in Frankfurt vor Gericht.
 
Die Wortwahl war drastisch - dabei sollte es um eine mögliche Zusammenarbeit gehen: Als ein Heidelberger Professor eine potenzielle Doktorandin zum Gespräch empfing, eskalierte die Situation. Die Absolventin der Universität Frankfurt sei ausfällig und aggressiv geworden, und der Altphilologe habe sich so sehr bedroht gefühlt, dass er sich hinter seinem Schreibtisch verbarrikadierte, berichtet die "Frankfurter Neue Presse".
 
Seit Mittwoch vergangener Woche steht die 32-jährige Doktorandin deshalb vor dem Frankfurter Amtsgericht. Angeklagt ist sie wegen Beleidigung und Hausfriedensbruchs; sie selbst streitet die Vorwürfe ab. Dass sie bei der Suche nach einem Doktorvater "die Grenzen eines zivilisierten Gesprächs überschritten" habe, wie es der Professor als Zeuge schilderte, sei eine Übertreibung und möglicherweise auf Missverständnisse zurückzuführen.
 
Das sieht der Hochschullehrer anders. Trotz mehrmaliger Aufforderung habe die ausfällige Studentin sein Zimmer minutenlang nicht verlassen, später sei sie erneut in die Sprechstunde gestürmt und habe ihn massiv beleidigt: "Sie sind ein Arschloch, Herr Professor!" Dazu habe sie den gestreckten Mittelfinger gezeigt, heißt es in dem Bericht. Stimmt nicht, es habe sich lediglich um den "pädagogischen Zeigefinger" gehandelt, sagt die Angeklagte. Den habe sie erhoben, weil der Professor sie vorher angeschrien habe: "Raus!" Im Übrigen haben sich der Hochschullehrer unhöflich verhalten, indem er mehr als 20 Minuten privat telefoniert habe, während sie auf die Gelegenheit wartete, ihr Anliegen vorzubringen.
 
Das Ende des Verfahrens ist uns nicht bekannt.

Reformpläne für Bachelor: Weniger Notendruck, mehr Freiheiten
 
Zu vollgepackt sei das Studium, heißt es oft, und zu verschult. Nun soll der Bachelor besser an die Bedürfnisse der Studenten angepasst werden. Denn der Bachelor hat auch zehn Jahre nach seiner Einführung noch einen schlechten Ruf. Kritiker finden ihn zu verschult, zu eng getaktet und auf dem Arbeitsmarkt wird er häufig nicht als vollwertiger Abschluss gesehen. Nun haben sich die Hochschulen und die Bundesländer auf Reformpläne geeinigt. Nach monatelangen Beratungen legten die Kultusministerkonferenz (KMK) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) am Freitag, dem 15.07.2016 ihre Vorschläge vor, denen ein klares Bekenntnis von KMK und HRK zur Europäischen Studienreform vorangestellt ist und in der die beiden Konferenzen eine grundsätzlich positive Zwischenbilanz des 1999 in Bologna eingeleiteten Reformprozesses ziehen.
 
Kernanliegen des gemeinsamen Europäischen Hochschulraums, auf den sich mittlerweile 48 Staaten verständigt haben, seien weitreichend an den Hochschulen etabliert. Dazu zählen insbesondere das zweistufige Studiensystem mit den Abschlüssen Bachelor und Master, Qualitätssicherung auf der Grundlage gemeinsamer Standards und Leitlinien sowie Transparenzinstrumente zur Anerkennung von Studienleistungen.
 
KMK und HRK verweisen auf die – als beeindruckend bezeichneten - Reformanstrengungen der Hochschulen, dank derer der Bologna-Prozess inzwischen in Deutschland nahezu flächendeckend umgesetzt ist. Auf Kritik von Studierenden und Lehrenden hatten die Länder 2009/2010 mit einer Überarbeitung der ländergemeinsamen Strukturvorgaben für Bachelor- und Masterstudiengänge reagiert, die vor allem auf eine Verbesserung der Studierbarkeit der Studiengänge und der Qualität der Lehre sowie auf eine stärkere Förderung der Mobilität abzielte.
 
Für die weitere Entwicklung benennen die beiden Konferenzen mehrere, ihrer gemeinsamen Auffassung nach sinnvolle Schritte:
 
•    Zur weiteren Steigerung der Mobilität werden die Hochschulen aufgefordert, die Anerkennungsverfahren nach den Grundsätzen der Lissabon-Konvention und auf Grundlage eines breiten Kompetenzverständnisses in der Praxis transparenter zu gestalten und zu standardisieren, sofern sie dies nicht bereits getan haben.
 
•    KMK und HRK sprechen sich nachdrücklich dafür aus, das bestehende Kapazitätsrecht weiterzuentwickeln. Ziel soll es sein, den Hochschulen mehr Flexibilität bei der Gestaltung von Studienverläufen zu ermöglichen und den Mehraufwand für qualifizierte Lehre angesichts einer zunehmend heterogenen Studierendenschaft zu berücksichtigen.
 
•    KMK und HRK begrüßen es ausdrücklich, dass die Systemakkreditierung von immer mehr Hochschulen angewandt wird. Bisherige und internationale Erfahrungen sollen in ihre Weiterentwicklung einfließen. Allerdings müsse auch die Programmakkreditierung als Möglichkeit erhalten bleiben. Diese sollte ihrer Aufgabe als Instrument der Reakkreditierung besser als bisher gerecht werden und stärker der gewachsenen Hochschulautonomie Rechnung tragen.
 
•    Die ländergemeinsamen Strukturvorgaben sowie die Akkreditierung haben unter Wahrung der Hochschulautonomie zur Entstehung einer institutionellen Qualitätskultur, besonders in Bezug auf die Lehre, beigetragen. HRK und KMK sind sich einig, dass beide Instrumente weiterentwickelt werden müssen. Sie weisen aber darauf hin, dass die ländergemeinsamen Strukturvorgaben bereits heute Spielräume bieten, die von den Hochschulen stärker genutzt werden sollten.
 
•    Zusätzlich zur absoluten Note soll bei Bachelorzeugnissen ein Prozentrang aller vergebenen Noten aufgeführt werden. Dies dient der Transparenz und der Fairness gegenüber Studierenden, Hochschulinstitutionen und potentiellen Arbeitgebern.
 
Noch einmal zusammengefasst:
 
Was soll anders werden im Studienverlauf?
Studenten sollen mehr Freiräume bekommen. Hochschulen sollen Studienverläufe individueller gestalten dürfen. Die "Übersättigung mit Inhalten" im knapp bemessenen Bachelor-Studium müsse aufhören, sagt HRK-Vize Holger Burckhart. Teilzeit-, Fern- oder berufsbegleitendes Studium sowie Studieren mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten soll leichter werden. Vorgaben zur Regelstudienzeit sollen flexibler gehandhabt werden.
 
Was soll sich bei den Noten ändern?
Hochschulen müssen künftig nicht mehr zwangsläufig die Noten insbesondere aus den ersten beiden Semestern auf die Endnote anrechnen. Auch "bestanden" oder "nicht bestanden" kann reichen. Das soll den Leistungsdruck mildern.
 
Soll ein Studium dann insgesamt länger dauern?
Das kalkulieren die Hochschulen ein. "Es sollte künftig keine starre staatliche Vorgabe für eine Gesamtstudienzeit Bachelor und Master von zehn Semestern mehr geben", sagt HRK-Chef Horst Hippler. "Ein Bachelor in Physik ist nie im Leben ein Physiker", sagte der Karlsruher Physik-Professor einmal.
 
Wie sind die Jobaussichten von Bachelor-Studenten?
Die Arbeitslosenquote von FH-Absolventen liegt bei etwa drei Prozent, unter Uni-Absolventen sind es sogar nur rund zwei Prozent. Der Bildungsbericht 2016 notiert: "Zwei Drittel der Bachelors von Universitäten und drei Viertel aus Fachhochschulen, die nach dem Bachelor erwerbstätig werden, sind [...] etwa ein Jahr nach dem Studium in Positionen tätig, für die ein Hochschulabschluss erforderlich ist." Die Praxistauglichkeit des Abschlusses ist aber umstritten.
 
Um wie viele Studenten geht es in Deutschland?
Um sehr viele. Im Wintersemester 2014/2015 waren 88 Prozent aller Studiengänge auf Bachelor und Master ausgelegt. An den Fachhochschulen lag der Anteil laut HRK und KMK bei 99 Prozent. An Musikhochschulen betrug er 84, an Kunsthochschulen 62 Prozent. In den Fächern Lehramt, Medizin, Pharmazie und Rechtswissenschaften ist der Bachelor weniger weit verbreitet. Laut Statistischem Bundesamt studieren drei Viertel der 2,7 Millionen Studenten auf Bachelor oder Master.
 
Wie geht es weiter?
Im kommenden Wintersemester ändert sich im Uni-Alltag wohl noch nichts. Wie schnell die neue Vereinbarung zwischen HRK und KMK an den Hochschulen umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.

ACHTUNG FRISTABLAUF in den örtliche zulassungsbeschränkten Studiengängen und in den in das DoSV einbezogenen Verfahren am 15.07.2016!
 
Ihre Bewerbungen um einen Studienplatz und auch die Studienplatzverfahren unterliegen unterschiedlichen Fristen. Bei Erhalt des Ablehnungsbescheides ist es oft schon zu spät. Am 15.07.2016 laufen die ersten außergerichtlichen Bewerbungsfristen für außerkapazitäre Studienplätze, die Voraussetzung für gerichtliche Studienplatzverfahren auch außerhalb des zentralen Vergabeverfahrens sind, ab.
 
Informieren Sie sich daher unverbindlich und kostenfrei. Wir führen für Sie bundesweit und nach Ihren Wünschen Studienplatzklagen in den Bachelor- und Masterstudiengängen, Psychologie und in den medizinischen Studiengängen Humanmedizin, Zahnmedizin und Pharmazie im ersten und im höheren Fachsemester bzw. im klinischen Ausbildungsabschnitt.

 

INFOS ANFORDEN!!!

ACHTUNG FRISTABLAUF für Neuabiturienten und Testteilnehmer im Zentralen Vergabeverfahren am 15.07.2016!
 
Ihre Bewerbungen um einen Studienplatz und auch die Studienplatzverfahren unterliegen unterschiedlichen Fristen. Bei Erhalt des Ablehnungsbescheides ist es oft schon zu spät. Am 15.07.2016 läuft die Frist im zentralen Vergabeverfahren für Neuabiturienten die Testteilnehmer aus. Bitte beachten Sie die Frist
 
Auch die ersten außergerichtlichen Bewerbungsfristen für außerkapazitäre Studienplätze, die Voraussetzung für gerichtliche Studienplatzverfahren sind, laufen am 15.07.2016 ab. Informieren Sie sich daher unverbindlich und kostenfrei. Wir führen für Sie bundesweit und nach Ihren Wünschen Studienplatzklagen in den Bachelor- und Masterstudiengängen, Psychologie und in den medizinischen Studiengängen Humanmedizin, Zahnmedizin und Pharmazie im ersten und im höheren Fachsemester bzw. im klinischen Ausbildungsabschnitt.

 

INFOS ANFORDEN!!!

Die Studienplatzklage als alternativer Weg zum Wunschstudium
 
In jedem Semester werden von den Hochschulen aufgrund der zur Verfügung stehenden Studienplätze und der Bewerbungen die Auswahlgrenzen nach Abiturnote Wartezeit festgestellt, mit denen ein Bewerber (noch) zum Studium seiner Wahl zugelassen werden kann. Diese sogenannten „Grenzwerte“ können höchst unterschiedlich ausfallen. Fast die Hälfte aller Studiengänge in Deutschland, wie vor kurzem eine Studie festgestellt hat, ist mit einem Numerus clausus (NC) belegt: 41,5 Prozent. Vor drei Jahren waren sogar 45,5 Prozent der Studienangebote zulassungsbeschränkt. Abhängig vom Bundesland und Fächerwunsch gibt es allerdings immense Unterschiede. In Hamburg sind in Mathematik und Naturwissenschaften sowie Sprach- und Kulturwissenschaften mehr als 90 Prozent der Studiengänge mit einem NC belegt. Damit ist es dort deutlich schwieriger, für diese Fächer einen Studienplatz zu bekommen als in anderen Bundesländern. In Hessen sind rund 36 Prozent derStudienfächer zulassungsbeschränkt.
 
Reicht die erzielte Abiturnote trotz aller schulischen Bemühungen für eine direkte Zulassung zum Wunschstudium nicht aus, gibt es gleichwohl eine Möglichkeit, den gewünschten Studienplatz ohne jahrelange Wartezeit zu erhalten: Die Studienplatzklage. Die Chancen hängen von Ihrem konkreten Wunschstudiengang ab. Sie ist möglich in jedem Studiengang für Studienanfänger und Studienfortsetzer. Für eine Studienplatzklage in einem Bachelorstudiengang bestehen in der Regel gute Zulassungschancen. Dies gilt auch – bei Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen wie Bachelorabschlussnote und konkrete ECTS-Punktzahlen für die Zulassung in einen Masterstudiengang.
 
Voraussetzung für die Durchführung von gerichtlichen Studienplatzklagen ist – neben der eigenen Bewerbung – die Beachtung außergerichtlicher Fristen und eine formgerechte Bewerbungen an die Hochschulen um einen außerkapazitären Studienplatz. Für diese Anträge bei den Hochschulen gibt es Fristen in den verschiedenen Bundesländern, die beginnend mit dem 15.07. für ein Wintersemester bzw. 15.01. für ein Sommersemester ablaufen. Unter keinen Umständen dürfen Sie mit der Einleitung von Maßnahmen bis zum Erhalt Ihres Ablehnungsbescheides warten, denn dann ist in der Regel die außergerichtliche Bewerbungsfrist für die Studienplatzklage schon abgelaufen. Auch In den medizinischen Studiengängen und der Pharmazie wird es Studienplätze durch die Studienplatzklage geben, jedoch müssen sich die Kläger auf eine längere Verfahrensdauer einstellen. Unsere Kanzlei ist seit über 40 Jahren auf dem Gebiet der Studienplatzklagen spezialisiert. Wir begleiten Sie gerne zu Ihrem Wunschstudienplatz.

 

Universität Frankfurt: Studienorientierungsverfahren für bestimmte Studiengänge – auch für die Psychologie - zum WS 2016/2017 eingeführt – Teilnahme ist Voraussetzung für die Einschreibung
 
Wer im WS 2016/2017 ein Studium in den Bachelor-Studiengängen Ethnologie (Haupt- und Nebenfach), Germanistik (Haupt- und Nebenfach), Meteorologie und Islamische Studien nach einer Zulassung beginnen will, muss an einem  Studienorientierungsverfahren teilnehmen. Dies betrifft die Psychologie als einzigen zulassungsbeschränkten Studiengang sowie 6 zulassungsfreie Studiengänge.
 
Notwendig ist nur die Teilnahme. Es gibt kein Bestehen oder Nichtbestehen und auch kein Ergebnis. Die Bestätigung über die Teilnahme muss bei der Einschreibung vorgelegt werden und die Einschreibung kann versagt werden – mit der Folge, dass der Platz weg ist – wenn Sie nach der Zulassung und vor der Immatrikulation nicht an diesem Studienorientierungsverfahren teilnehmen.
 
In der Satzung der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main zum Nachweis über die Teilnahme an einem Studienorientierungsverfahren vom 27. April 2016 ist dies wie folgt geregelt:
 
§ 1 Studienorientierungsverfahren
 
(1) Voraussetzung für die Immatrikulation in einen in der Anlage aufgeführten grundständigen Studiengang ist neben den in § 54 des Hessischen Hochschulgesetzes und § 3 der Hessischen Immatrikulationsverordnung genannten Voraussetzungen der Nachweis über die Teilnahme an einem Studienorientierungsverfahren.
 
(2) Das Studienorientierungsverfahren besteht in einer Teilnahme an einem fachspezifischen Online-Selbsttest zur Studienorientierung „Online Studienwahl Assistent (OSA)“, der im Internet unter http://www.osa.uni-frankfurt.de angeboten wird. Die näheren Einzelheiten werden den Bewerbern und Bewerberinnen auf der Internetseite der Johann Wolfgang-Goethe-Universität bekanntgegeben.
 
Zusammenfassend finden Sie alles auf
http://www.osa.uni-frankfurt.de
Speziell für die Psychologie finden Sie das notwendige unter
http://self-assessment.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/services/mod_rewrite.php?AutorInit=fb05&KursURL=138Kurs0

45 Jahre Zentrale Studienplatzvergabe: "Liebe Sachbearbeiterin! Was machen Sie heute Abend?"  - "Wo zur Hölle ist Osnabrück?"
 
Ein Bericht von Christoph Gunkel von in Spiegel-online.
 
„Diese Behörde spielte mit Studenten Schicksal: Seit 1973 bestimmte die ZVS die Vergabe von Studienplätzen - und schickte manche in die Walachei. Nicht alle wollten das kampflos über sich ergehen lassen. einestages zeigt die rührendsten, schrägsten und verzweifeltsten Schreiben an die zentrale Vergabestelle. 
 
Die Hamburger Jazzband ist verzweifelt. Schon wieder hat ihnen die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS), einen begnadeten Pianisten weggenommen. So sehen sie es zumindest die Musiker und schreiben 1978 einen langen Beschwerdebrief an die Dortmunder Behörde:
 
"Ihre willkürliche und unqualifizierte Vergabe von Studienplätzen haben wir langsam satt. Nach mühseliger Suche fanden wir im letzten Herbst endlich einen Oldtime-Pianisten, der von Ihnen im Mai zum Medizinstudium nach Berlin 'wegcomputert' wurde. Nach noch mühseligerer Suche fanden wir einen zweiten Pianisten, der auf Ihre Order hin im Herbst in Berlin Verfahrenstechnik studieren soll. Während nun allmählich in Berlin eine Pianistenschwemme grassiert, gähnt in Hamburg Leere."
 
Abschließend forderten sie die ZVS noch auf, künftig bitte neben Pianisten auch Klarinettisten und Posaunisten nach Hamburg zu schicken - nur neue Trompeter brauche die Hansestadt derzeit überhaupt nicht.
 
So augenzwinkernd konnten längst nicht alle Bewerber mit der ZVS umgehen, die am 1. Mai 1973 – als ZRS - ihre Arbeit aufnahm. ZVS - das war neben der GEZ die vielleicht unbeliebteste Institution Deutschlands. Doch anders als bei der Gebühreneinzugszentrale ging es bei der ZVS nicht ums schnöde Geld, sondern um viel mehr: Die Behörde spielte mit ihrer komplizierten Vergabe von Studienplätzen für Generationen von jungen Deutschen schlicht Schicksal. Wer etwa nach Berlin wollte, kam vielleicht ins verschlafene Bielefeld, wer davon träumte, im sonnenreichen Süden zu studieren, fand sich plötzlich im verregneten Norden wieder. Die ZVS trennte frisch verliebte Paare jäh und stürzte manch einen jungen Menschen in eine echte Lebenskrise. An unbeliebten Unis wie Gießen oder Greifswald gründeten selbsternannte "ZVS-Opfer" Stammtische und warteten semesterlang nur darauf, endlich über Tauschbörsen für Studienplätze wieder weg zu kommen.
 
Dabei entpuppte sich im Nachhinein der vermeintliche Schicksalsschlag für einige als echter Glücksgriff: Auf einen Aufruf von einestages meldeten sich etliche Leser, die ihren anfangs so verhassten Studienort später nicht mehr verlassen wollten oder dort gar die Liebe ihres Lebens fanden. Einige schrieben der ZVS Jahre später lange Briefe, um sich für "die wunderschöne Beziehung, die es ohne die ZVS nie gegeben hätte" zu bedanken und der Behörde "weiterhin ein glückliches Händchen bei der Vergabe von Studienplätzen" zu wünschen.
 
Und dennoch: Jahrzehntelang hatte die Behörde in der Öffentlichkeit einen schlechten Leumund als vermeintliches Bürokratiemonster. Dabei geriet fast völlig in Vergessenheit, dass die Institution anfangs von einigen Journalisten regelrecht herbeigeschrieben worden war. Grund dafür war, dass in der Bundesrepublik ab Mitte der sechziger Jahre der Mangel an Studienplätzen eklatant zugenommen hatte. Die Hochschulen vergaben daraufhin die begehrten Plätze nach unterschiedlichen Kriterien, meist aber allein auf Grundlage des Numerus clausus. Das empfanden nicht nur angehende Studenten als ungerecht: Diese Praxis verstieß gegen den Grundgesetzartikel über die freie Berufswahl, stellte das Bundesverfassungsgericht im Juli 1972 fest. Die Fokussierung allein auf den Numerus clausus sei "am Rande des verfassungsrechtlich Hinnehmbaren".
 
Wenn also Studienplätze fehlten, so die Forderung aus Karlsruhe, müssen die verfügbaren Plätze wenigstens für alle nach denselben Bedingungen vergeben werden. Eine zentrale Behörde war damit notwendig geworden. Nur neun Monate nach dem Urteil nahm die ZVS in Dortmund ihre Arbeit auf - und wurde schnell in den Medien berühmt.  Denn zweimal im Jahr, am 15. Januar und am 15. Juli, spielten sich in der Dortmunder Sonnenstraße 171 regelmäßig menschliche Dramen ab, die ebenso regelmäßig etliche Kamerateams anzogen: An diesen beiden Stichtagen mussten bis 24 Uhr die Anträge für das kommende Semester abgegeben werden. Da bei der ZVS nicht der Poststempel, sondern allein das Eingangsdatum zählte, fuhren jedes Jahr Hunderte angehende Studenten aus ganz Deutschland lieber persönlich nach Dortmund, um ihre Anträge abzugeben. Einige änderten noch in letzter Minute ihre gewünschten Studienorte, andere verzweifelten an den langen Formularen und manch einer kam tränenüberströmt ein paar Minuten zu spät.
 
Viele beruhigte es nicht einmal, ihre Unterlagen fristgerecht eingereicht zu haben. Und so gingen auch Hunderte persönliche Briefe und Postkarten bei der ZVS ein, um die Sachbearbeiter umzustimmen oder zu überzeugen - mit mitunter bizarren Argumenten und fadenscheinigen Gutachten.
 
Ob Zierfische, Schlafstörungen, Rottweiler oder das Recht auf Beischlaf - einestages hat in seiner Bildergalerie einige der schrägsten, skurrilsten und rührendsten Briefe gesammelt, die in den letzten vier Jahrzehnten bei der ZVS eingegangen sind.

Kritische Anmerkung und Auseinandersetzung mit den Berichten vom 22.06.2016 bei spiegel-online „Hochschulstart: Chaotische Studienplatzvergabe sorgt für Frust“ und faz.net „Fächer mit Numerus clausus - Die Studienplatzvergabe läuft längst nicht rund“
 
Rechtsanwalt Dr. Robert Brehm, seit mehr als 40 Jahren im Studienplatz-Business, regt sich selten über Veröffentlichungen der Presse so auf.
 
Wir haben den Eindruck, dass bei beiden Berichten nicht mit den Umständen vertraute Journalisten „am Werk“ waren, daher dürfen diese Berichte nicht unkommentiert bleiben und bedürfen der Klarstellung.
 
Original-Zitat: „Es ist ein Scheitern mit Ansage: Auch in diesem Jahr funktioniert das zentrale Verteilverfahren für Numerus-clausus-Studiengänge nicht richtig. Nicht nur Studienanfänger sind frustriert“. Die Verteilung von Studienplätzen mit Numerus clausus (NC) läuft auch nach sechsjähriger Anlaufphase immer noch nicht rund. Nur 100 von 180 staatlichen Universitäten und Fachhochschulen, die NC-beschränkte Bachelor-Studiengänge anbieten, beteiligten sich im Wintersemester 2015/16 an der eigens dafür eingerichteten bundesweiten Studienplatzbörse, dem "Dialogorientierten Vergabeverfahren (DoSV)“.
 
Kommentierung von Rechtsanwalt Dr. Robert Brehm: „100 von 180 Universitäten, die wollen. Dies ist eine deutliche Steigerung. 80 Universitäten wollen nicht und sie werden auch weiter auf ihrer „Autonomie“ beharren, die eigenen Entscheidungen zu Lasten der Studienbewerber zu treffen, bis sie irgendwann die Kultusministerialbürokratie dazu zwingt und dann werden sie „laut aufheulen“ und das Verfassungsgericht anrufen, das sie dann hoffentlich in ihre Schranke verweist. Denn: Bei der Auswahl der Studierenden ist – anders als beim Unterricht und der Prüfung – die „Freiheit der Lehre“ (Art. 5 Abs. 3 Grundgesetz) - noch nicht - gefragt.
 
Original-Zitat: „In Mecklenburg-Vorpommern war von sechs staatlichen Hochschulen nur eine einzige mit einem Studiengang dabei, in Schleswig-Holstein nur eine von sieben, in Hamburg eine von fünf, in Hessen drei von zehn“.
 
Kommentierung von Rechtsanwalt Dr. Robert Brehm: „Ja, warum werden denn  - wie in NRW – die Hochschulen nicht par ordre mufti, das heißt: Durch Verordnung des zuständigen Ministeriums dazu gezwungen, ihre Plätze in die Verteilung durch die Stiftung im DoSV gegeben? Aber auch: Warum ist die Stiftung so defensiv und gibt nicht endlich ein Gutachten dazu in Auftrag, welche positive Effekte durch das DoSV bewirkt werden.“
 
Es klingt sensationell:
 
Original-Zitat: „Am Ende blieben im vorigen Wintersemester von 252.000 Bachelor-Plätzen in NC-Fächern gut 11.500 unbesetzt - frustrierend für Studierende, die vorher Absagen erhalten hatten. Das entsprach einer Quote von 4,6 Prozent, immerhin weniger als im Jahr davor (6,3 Prozent)“.
 
Kommentierung von Rechtsanwalt Dr. Robert Brehm: „Wie viele waren es denn davor, insbesondere zu Zeitpunkten, als aufgrund lautstarker Wortmeldungen ein Studiengang nach dem anderen aus der „liberal-politisch“ nicht gewünschten ZVS ausbezogen wurden: Das war die Ursache des – leider noch heute – andauernden Schlamassels. Aber: Es ist doch Licht am Ende des Tunnels: Die Zahl der (angeblich) nicht belegten Studienplätze ist von 6,3 auf 4,6 % innerhalb eines Jahres gesunken. Die Gründe für die Nichtbelegung werden nur am Schluss – und ganz nebenher – weil sie dem Autor die Effektivität nehmen könnten, genannt.“
 
Original-Zitat: „Fast die Hälfte aller Studiengänge in Deutschland ist aktuell mit einem Numerus clausus belegt. Um auf Nummer sicher zu gehen, bewerben sich viele Abiturienten an mehreren Unis auf ihr Wunschfach - und blockieren so begehrte Plätze etwa in Rechtswissenschaften, Betriebswirtschaftslehre“ (falsch:  Humanmedizin).
 
Kommentierung von Rechtsanwalt Dr. Robert Brehm: „Immerhin werden heute durch das DoSV mehr Plätze so rechtzeitig belegt, dass die Studentin/der Student noch was vom Semester hat, wenn sie/er zugelassen werden. Wenn sich einzelne Bewerber nicht entschliessen können oder kurzfristig ihren Berufswunsch wechseln, sind dies individuelle Ursachen. Denn Grund im System zu suchen, ist deutlich am Thema vorbei! Die Kultusminister der Länder bewerten das zentrale Online-Verfahren der zuständigen Stiftung für Hochschulzulassung nicht deshalb als "nicht zufriedenstellend", weil es keine Wirkung habe: Recht hat der Autor, der dies aber bei der KMK abgeschrieben hat, nur in einem: Im Bericht heißt es: „Die derzeitigen Möglichkeiten des Zulassungsmanagements seien "ausgereizt", nötig sei eine flächendeckende Einführung des DoSV, um Bewerbungen in einer gemeinsamen Datenbank zu erfassen und abzugleichen“. Nicht die Bewerber haben Konsequenzen gezogen: Die Länder müssen sie ziehen und sich mit „ihren“ Hochschulen anlegen: Der „par ordre mufti“ macht Ärger mit den Hochschulleitungen. Aber: Er wirkt – Beispiel NRW!

Offener Brief aus Bochum: Medizinstudenten wollen wieder Leichen
 
Medizinstudenten in Bochum haben sich in einem offenen Brief an die Landesregierung beschwert: Sie ärgern sich, weil sie nicht mehr an echten Leichen lernen dürfen. Sie machten ihrem Ärger Luft in einem offenen Brief an die nordrhein-westfälische Landesregierung. Sie beklagen "ein großes Problem" in ihrer medizinischen Ausbildung, weil in Bochum seit Monaten keine Anatomie-Kurse mehr zum Präparieren von Leichen angeboten werden.
 
Die Leichen sind in der Regel mit Formaldehyd konserviert, und da liegt das Problem. Anfang 2016 wurden die Richtwerte für die Konzentration an Formaldehyd in der Raumluft von Anatomie-Präparier-Sälen bundesweit verschärft. Denn: Der Stoff gilt als krebserregend.
 
In den Räumen der Universität Bochum können die neuen Schadstoff-Grenzwerte bisher nicht eingehalten werden. Das hätten Messungen ergeben, die bereits im vergangenen Sommer durchgeführt wurden, heißt es in dem Brief der Studenten. Deshalb wurden die Präp-Kurse zunächst abgesagt. Die Studenten kritisieren, dass an ihrer Universität - anders als an anderen Hochschulen - nicht schon längst die nötigen Umbaumaßnahmen ergriffen wurden, damit die Kurse weiterhin stattfinden können: "Wir sind der Meinung, dass das Lehren und Lernen am menschlichen Körper im Fach Anatomie essentiell für unsere medizinische Ausbildung ist", schreiben die angehenden Mediziner und: "Die beste Lehrbuchabbildung kann das nicht ersetzen".  
 
"Als Grundlage für die Ausbildung zu einem kompetenten Arzt stellt der Präparier-Kurs eine unverzichtbare Bedingung dar, um den Körper des Menschen in seiner Topographie, Individualität und Beschaffenheit hinsichtlich Haptik und Optik kennenzulernen. Auch die beste Lehrbuchabbildung kann diese reale Erfahrung nicht ersetzen."
 
Die Studenten fordern dringend, sowohl kurz- als auch langfristig eine Lösung des Problems. Für Montag haben sie zu einer Kundgebung an der Universität mit "Präparieren geht über Studieren"-Plakaten aufgerufen. Dabei wollen sie auch weitere Unterschriften für den offenen Brief sammeln. Bei Facebook wird der Protest unter der Überschrift "Bring back The Präp" geplant. Die Universität bestätigte die Angaben. "Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung", sagte ein Sprecher. Man sei in engen Gesprächen mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb als Eigentümer der Räumlichkeiten (Merkwürdig: An einer deutschen Universität ist nicht diese, sondern irgendeine andere Organisation verantwortlich, mit der dann „enge Gespräche“ (vielleicht von Leicht zu Leiche ?) geführt werden müssten.
 
Allerdings:  Die Abschlüsse der Studenten seien durch die fehlenden Anatomiekurse nicht gefährdet. Das Wissenschaftsministeriums in Nordrhein-Westfalen teilte mit, die Kurse sollten "schnellstmöglich" wieder angeboten werden. Die Universität müsse eine Lösung im Sinne der Studenten finden. "Niemandem darf, schon gar nicht in prüfungsrechtlicher Hinsicht, ein Nachteil entstehen."
 
Okay: Dann fragt sich aber schon, ob die Studierenden, die die Lage der Organe aus dem Lehrbuch kennen, nach bestandenem Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung, diese auch im Bauch- oder Brustraum des Patienten „finden“ werden. Bei manchen Organen ist dies sicher leichter als bei anderen. Nähere Beispiele sparen wir uns an dieser Stelle.  
 
Völlig neu ist das Problem nicht, vielmehr seit vielen Jahren bekannt. Wegen zu hoher Schadstoffwerte wurden die Präparier-Kurse in der Vergangenheit auch an anderen Hochschulen ausgesetzt, zumindest vorübergehend. Betroffen waren zum Beispiel Medizinstudenten in Frankfurt und Erlangen-Nürnberg. Warum gerade jetzt die „Richtwerte für die Konzentration an Formaldehyd in der Raumluft von Anatomie-Präparier-Sälen bundesweit verschärft“ wurden, ist nicht bekannt.

RECHTSWISSENSCHAFT
Kein Abi mit 2,2*?
Dann 5 Semester* warten oder KLAGEN!?

(*Beispiel: Uni Frankfurt)


Ca. 47 staatliche Hochschulen in Deutschland bieten den Studiengang Rechtswissenschaft – Staatsexamen an. Die Auswahlgrenzen betrugen z.B.:

Uni Frankfurt WS 2015/2016 Note: 2,2

Wartezeit: 5 Semester

LMU München WS 2015/2016 Note: 2,1 Wartezeit: 4 Semester

 

Die Studienplatzklage im Studiengang Rechtswissenschaft lohnt sich. Die Erfolgsquote ist hoch und Sie sparen viele Semester Wartezeit. Warten Sie nicht bis Sie Ihren Ablehnungsbescheid erhalten, denn dann kann es für die Vorbereitung einer Klage bereits zu spät sein. So wie Sie sich auf einen sog. „innerkapazitären“ Studienplatz bewerben, müssen wir Sie auf einen sog. „außerkapazitären“ Studienplatz außergerichtlich bei den Hochschulen bewerben. Dies ist eine zwingende Voraussetzung, um – im Fall Ihrer Ablehnung – gegen die Hochschule in Ihrem Wunschstudiengang klagen zu dürfen. Die ersten Fristen für das Wintersemester 2016/2017 laufen bereits am 15.07.2016 ab.

 

Fordern Sie kostenfrei und unverbindlich unsere Informationen zur Studienplatzklage an.

In die Welt hinaus - Warum Studenten öfter im Ausland studieren
 
Von Heike Schmoll, aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 25.05.2016
 
Hinter der Bologna-Reform - der Einführung der Studiengänge Bachelor und Master - stand vor allem eine Idee. Es sollte sich ein gemeinsamer europäischer Hochschulraum bilden, der Hochschulwechsel und Auslandsaufenthalte erleichtert. Das Gegenteil war die Folge. In dem neuen System wurden die Universitäten nicht internationaler, sondern provinzieller. Selbst ein Wechsel von Düsseldorf nach Dortmund im Bachelorstudium war schwierig, weil jede Universität ihre eigenen Studienmodule (Lehreinheiten) entwickelte, die häufig nicht miteinander kompatibel waren. Vom eigentlichen Ziel, jeden zweiten Studenten für einen kurzen Aufenthalt im Ausland zu gewinnen, ist man weit entfernt. Bei der Statistik wurden auch Kurzaufenthalte von wenigen Wochen mitgezählt, etwa Sprachkurse oder Praktika.
 
Nach Angaben des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ist die Zahl der Studenten, die ins Ausland gehen, gestiegen. In den Jahren 2013 bis 2015 soll sie bei 37 Prozent liegen, 2013 waren es noch 32 Prozent. Jan Kercher vom DAAD vermutet, dass die Phase der massiven Verunsicherung durch die Umstellung der Studiengänge nun überwunden sei. Die meisten Bachelorstudiengänge seien schon reformiert, und die Studenten hielten ihre Studiengeschwindigkeit nicht mehr für wichtiger als das Sammeln von Auslandserfahrung. Viele Hochschulen hätten sogenannte „Mobilitätsfenster“ eingerichtet oder Semester mit wenigen Prüfungen. Kercher verweist auch darauf, dass die Zahl der Studiengänge, die vollständig im Ausland absolviert wurden, schon zwischen 2005 und 2010 erheblich gestiegen sei, nun aber stagniere. Mehr als sechs Prozent der Studenten nehmen diese Möglichkeit nicht wahr - häufig aus finanziellen Gründen.
 
Dabei seien die Fördermöglichkeiten auch für Kurzaufenthalte nirgendwo so gut wie in Deutschland. Die Studenten nähmen die vielen Fördermöglichkeiten häufig aber gar nicht wahr, so dass sie allzu oft ungenutzt blieben. Es sei ein hartnäckiges Vorurteil, dass Auslandssemester teuer seien und viel Zeit kosteten. Das Deutsche Studentenwerk zeigt sich angesichts der Auslandsmobilität einigermaßen ernüchtert. Zwar sei die Mobilitätsquote in den neunziger Jahren in höheren Semestern gestiegen, sie stagniere aber seit dem Jahr 2000 bei etwa 30 Prozent, seit Umsetzung der Bologna-Reformen sei sie sogar leicht gesunken. Vor allem in den ersten Jahren meinten die Bachelorstudenten, ihre Regelstudienzeit von sechs oder höchstens acht Semester nicht durch ein Auslandssemester verlängern zu dürfen.
 
Nach den Erkenntnissen des Studentenwerks und der bisher aktuellsten Sozialerhebung aus dem Jahr 2012 unterscheidet sich die Auslandsmobilität auch in den Fächern stark. Während Studenten in den technischen Fächern kaum ins Ausland gehen, sind Sprach-, Kultur-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler mehr als doppelt so häufig mobil. Vor allem in den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften hat es eine erhebliche Zunahme gegeben.
Aber die Auslandsmobilität ist auch in hohem Maße herkunftsabhängig. Mehr als doppelt so viele junge Erwachsene aus gebildeten Schichten gehen für einige Zeit ins Ausland als jene aus bildungsfernen Schichten Die Hochschulrektorenkonferenz fordert deshalb, die Finanzierung von Auslandsaufenthalten vor allem für Studenten aus einkommensschwachen Schichten zu stärken.
 
Und die Finanzen sind laut Studentenwerk immer noch ein starkes Hindernis. Viele befürchten auch Probleme mit der Anerkennung ihrer im Ausland erbrachten Studienleistungen. Offenbar haben sie nach wie vor Grund dazu: 70 Prozent der Studenten berichten, dass alle Leistungen von der Heimatuniversität anerkannt wurden. Prüfungsämter können es aber auch sehr genau nehmen und zweifeln mitunter Studiennachweise an. Einige Hochschullehrer und Universitäten scheinen Auslandsaufenthalte nach wie vor viel zu wenig zu unterstützen.

INNENARCHITEKTUR
Kein Abi mit 2,4*?
Dann 4 Semester* warten oder KLAGEN!?

(*Beispiel: HS Darmstadt)


Ca. 12 staatliche Hochschulen in Deutschland bieten den Studiengang Innenarchitektur – Bachelor an. Die Auswahlgrenzen betrugen z.B.:

HS Darmstadt WS 2015/2016 Note: 2,4

Wartezeit: 4 Semester

Hochschule RheinMain SS 2016 Note: 2,6

Wartezeit: 5 Semester

 

Die Studienplatzklage im Studiengang Innenarchitektur – Bachelor lohnt sich. Die Erfolgsquote ist hoch und Sie sparen viele Semester Wartezeit. Warten Sie nicht bis Sie Ihren Ablehnungsbescheid erhalten, denn dann kann es für die Vorbereitung einer Klage bereits zu spät sein. So wie Sie sich auf einen sog. „innerkapazitären“ Studienplatz bewerben, müssen wir Sie auf einen sog. „außerkapazitären“ Studienplatz außergerichtlich bei den Hochschulen bewerben. Dies ist eine zwingende Voraussetzung, um – im Fall Ihrer Ablehnung – gegen die Hochschule in Ihrem Wunschstudiengang klagen zu dürfen. Die ersten Fristen für das Wintersemester 2016/2017 laufen bereits am 15.07.2016 ab.

 

Fordern Sie kostenfrei und unverbindlich unsere Informationen zur Studienplatzklage an.

FORSTWIRTSCHAFT
Kein Abi mit 2,4*?
Dann 10 Semester* warten oder KLAGEN!?

(*Beispiel: HNE Eberswalde)


Ca. 10 staatliche Hochschulen in Deutschland bieten den Studiengang Forstwirtschaft – Bachelor – oder einen artverwandten Studiengang an. Die Auswahlgrenzen betrugen z.B.:

HNE Eberswalde WS 2014/2015 Note: 2,4 Wartezeit: 10 Semester
HAWK Hildesheim, Holzminden, Göttingen WS 2015/2016 Note: 2,5 Wartezeit: 14 Semester
HS Rottenburg WS 2015/2016 Note: 2,6 Wartezeit: 12 Semester
Forstingenieurwesen an der HS Weihenstephan-Triesdorf WS 2015/2016 Note: 2,7 Wartezeit: 10 Semester
Forstwirtschaft und Ökosystemmanagement an der FH Erfurt WS 2015/2016 Note: 2,6 Wartezeit: 7 Semester

 

Die Studienplatzklage im Studiengang Forstwirtschaft – Bachelor - lohnt sich. Die Erfolgsquote ist hoch und Sie sparen viele Semester Wartezeit. Warten Sie nicht bis Sie Ihren Ablehnungsbescheid erhalten, denn dann kann es für die Vorbereitung einer Klage bereits zu spät sein. So wie Sie sich auf einen sog. „innerkapazitären“ Studienplatz bewerben, müssen wir Sie auf einen sog. „außerkapazitären“ Studienplatz außergerichtlich bei den Hochschulen bewerben. Dies ist eine zwingende Voraussetzung, um – im Fall Ihrer Ablehnung – gegen die Hochschule in Ihrem Wunschstudiengang klagen zu dürfen. Die ersten Fristen für das Wintersemester 2016/2017 laufen bereits am 15.07.2016 ab.

 

Fordern Sie kostenfrei und unverbindlich unsere Informationen zur Studienplatzklage für Bachelor Studiengänge an.

• 02.06.2016 Verfassungsgerichtshof unterbindet in einem von uns, der Kanzlei Dr. Brehm * Dr. Zimmerling - Büro Frankfurt -, geführten Verfassungsbeschwerdeverfahren die Praxis formloser Vergabe von NC-Studienplätzen für das Land Baden-Württemberg

Wir zitieren im wesentlichen aus der Pressemitteilung des Verfassungsgerichtshofs Baden-Württemberg und beschränken uns auf wenige abschliessende Bemerkungen zur allgemeinen Bedeutung dieser Entscheidung. Allein die Tatsache und der Umfang dieser Pressemitteilung sind schon sehr bemerkenswert:

In einem Urteil vom 30. Mai 2016 hat der Verfassungsgerichtshof der Verfassungsbeschwerde eines von uns vertretenen Bewerbers um einen Studienplatz im Fach Humanmedizin an der Universität Heidelberg, Studienort Mannheim, stattgegeben und eine Verletzung dessen Rechts auf Ausbildung aus Art. 11 der Landesverfassung (LV) festgestellt. Der Verfassungsgerichtshof hat die angegriffenen Beschlüsse des Verwaltungsgerichts Karlsruhe vom 11. Juli 2014 (NC 7 K 3024/13) und des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 5. Februar 2015 (NC 9 S 1496/14) aufgehoben und die Sache zur erneuten Entscheidung an das Verwaltungsgericht Karlsruhe zurückverwiesen. 

Die Hochschulen des Landes dürfen im Regelungsbereich der NC-Zulassungszahlenverordnungen wegen des Grundsatzes der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung aus eigener Kompetenz keine in der Rechtsverordnung nicht ausgewiesenen Studienplätze vergeben. Sie sind an die für sie geltenden normativen Vorgaben gebunden. Eine formlose Nachmeldung von Studienplätzen durch einen Mitarbeiter der Hochschule an die Stiftung für Hochschulzulassung in der Absicht, die normierte Zulassungszahl zu erhöhen, verletzt das Teilhaberecht auf Ausbildung aus Art. 11 Abs. 1 LV und den Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung. Durch die Festsetzung der Kapazität in einer Rechtsverordnung wird die objektive Zulassungsgrenze vom dafür legitimierten Verordnungsgeber geprüft sowie öffentlich bekannt gemacht und damit transparent. So erhalten Studienplatzbewerber, die eine gerichtliche Kontrolle der Zulassungszahl anstreben, hierfür eine rechtssichere und klare Grundlage.

Zu den Einzelheiten:

1. Sachverhalt

Der Beschwerdeführer bewarb sich zum Wintersemester 2013/2014 um einen Studienplatz im 1. Fachsemester des Studiengangs Medizin bei der Universität Heidelberg, Studienort Mannheim. Die Zulassungszahl war für diesen Studienort vom Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg mit einer Rechtsverordnung auf 204 Plätze festgesetzt worden. Bei der Vergabe dieser Studienplätze erhielt der Beschwerdeführer sowohl von der Stiftung für Hochschulzulassung als auch von der Universität einen ablehnenden Bescheid. Darüber hinaus bewarb er sich um die Erteilung eines Studienplatzes außerhalb der festgesetzten Zulassungszahl. Auch dieser Antrag wurde von der Universität abgelehnt, und zwar mit der Begründung, es gebe über die festgesetzte Zahl hinaus keine weiteren Studienplätze.

Im nachfolgend vom Beschwerdeführer angestrengten verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren, das sich gegen die Rechtmäßigkeit der durch Rechtsverordnung festgesetzten Zulassungszahl von 204 Plätzen richtete, stellte sich jedoch heraus, dass die Universität die Zulassungszahl wegen einer ein früheres Semester betreffenden Gerichtsentscheidung für nicht kapazitätserschöpfend gehalten und 15 Studienplätze ohne vorherige Kontaktierung des Wissenschaftsministeriums mit einer E-Mail vom 30. September 2015 unmittelbar der Stiftung für Hochschulzulassung zur weiteren Vergabe im zentralen Verfahren nachgemeldet hatte. Die formlose Nachmeldung war von den Verwaltungsgerichten im Ausgangsverfahren jedenfalls im Umfang von zehn Plätzen als zulässig anerkannt worden, sodass der Beschwerdeführer die fehlerhafte Berechnung der Studienplatzkapazität im Umfang von jedenfalls zehn Studienplätzen nicht mehr geltend machen konnte.

2. Entscheidungsgründe

Der Verfassungsgerichtshof hat entschieden, dass die angegriffenen Gerichtsentscheidungen den Beschwerdeführer in seinem Grundrecht auf Ausbildung aus Art. 11 Abs. 1 LV in Verbindung mit der in Art. 25 Abs. 2 LV verankerten Bindung der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung an Gesetz und Recht verletzen.

a) Nach Art. 11 Abs. 1 LV hat jeder junge Mensch ohne Rücksicht auf Herkunft oder wirtschaftliche Lage das Recht auf eine seiner Begabung entsprechende Erziehung und Ausbildung. Aus Art. 11 Abs. 1 LV kann ein subjektives Teilhaberecht auf Bildung abgeleitet werden, das jedoch im Einzelnen der staatlichen Ausgestaltung bedarf. Hat der Staat öffentliche Erziehungs- oder Ausbildungseinrichtungen geschaffen, ist Art. 11 Abs. 1 LV als landesrechtliches Grundrecht auf - insbesondere im Hinblick auf Herkunft oder wirtschaftliche Lage - gleichen und der jeweiligen Begabung entsprechenden Zugang zu diesen Einrichtungen zu verstehen.

Soweit es um die Ausgestaltung dieses Teilhaberechts aus Art. 11 Abs. 1 LV geht, sind die sich aus dem Demokratie- und dem Rechtsstaatsprinzip (Art. 23 Abs. 1 LV) ergebenden Grundsätze der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung (Art. 25 Abs. 2 LV) und des Vorbehalts des Gesetzes zu beachten. Das heißt zunächst, dass der Gesetzgeber alle Entscheidungen, die für die Wahrnehmung grundrechtlicher Ansprüche wesentlich sind, selbst treffen muss. Der Vorbehalt des Gesetzes und das darin enthaltene Bindungsgebot bezieht sich nicht nur auf Parlamentsgesetze, sondern auch auf sonstiges materielles Recht, wie zum Beispiel Rechtsverordnungen, die aufgrund einer formell-gesetzlichen Ermächtigung erlassen werden. Auch die transparente Normierung durch eine Rechtsverordnung schafft Rechtssicherheit und Vorhersehbarkeit für die Normunterworfenen und dient damit dem in Art. 23 Abs. 1 LV verankerten Rechtsstaatsprinzip. Ferner bildet auch die Rechtsverordnung eine Grundlage für die Rechtskontrolle der Verwaltung durch die Gerichte.

Die kapazitätsbezogene Einschränkung des Hochschulzulassungsrechts von Studierenden berührt die Studienbewerber in ihrem Teilhaberecht und ist vom Gesetzgeber oder aufgrund eines Gesetzes zur regeln. Die Hochschulen des Landes dürfen im Regelungsbereich der Zulassungszahlenverordnungen aus eigener Kompetenz keine dort nicht ausgewiesenen Studienplätze vergeben.

Art. 11 Abs. 1 LV garantiert in Verbindung mit Art. 25 Abs. 2 und Art. 67 Abs. 1 LV auch das Recht, gerichtlich eine effektive Kontrolle der formell festgesetzten Kapazität herbeiführen zu können. Die effektive gerichtliche Kontrolle von Kapazitätsfestsetzungen darf nicht durch eine Vergabe von im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens ermittelten zusätzlichen Studienplätzen vereitelt werden, bei der die Studienbewerber nicht berücksichtigt werden, welche die verwaltungsgerichtliche Kontrolle der festgesetzten Zulassungszahlen herbeigeführt haben; dies gilt unabhängig davon, ob sie im regulären Verfahren zum Zug gekommen wären. Eine solche Behandlung der klagenden Bewerber würde der in Art. 67 Abs. 1 LV und Art. 19 Abs. 4 GG enthaltenen Garantie des Individualrechtsschutzes widersprechen.

b) Nach diesen Grundsätze hatte der Verfassungsgerichtshof eine Verletzung von Art. 11 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 25 Abs. 2 LV festzustellen, weil das Verwaltungsgericht und der Verwaltungsgerichtshof die Vergabe von durch die Universität formlos an die Stiftung nachgemeldeten Studienplätzen im Hinblick auf diese Verfassungsnormen nicht beanstandet haben.

Eine formlose Nachmeldung von Studienplätzen durch einen Mitarbeiter der Hochschule an die Stiftung für Hochschulzulassung in der Absicht, die normierte Zulassungszahl zu erhöhen, verletzt das Teilhaberecht aus Art. 11 Abs. 1 LV und den Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung aus Art. 25 Abs. 2 LV: sie unterläuft die aus diesem Grundsatz abgeleiteten und dem Schutz des Teilhaberechtes dienenden Zwecke. Durch die formlose Nachmeldung weiterer im Rahmen des zentralen Vergabeverfahrens zu verteilender Studienplätze wird der Kern des Hochschulzulassungswesens - nämlich die Festlegung des konkreten „numerus clausus“ - einer Kontrolle des Verordnungsgebers sowie einer öffentlichen Bekanntmachung und damit der Transparenz beraubt. Darüber hinaus kann eine Hochschule auf diese Weise - je nach Zeitpunkt der formlosen Nachmeldung der Studienplätze - entweder Studienbewerber, die in gerichtlichen Eilverfahren Mängel der festgesetzten Zulassungszahl aufgezeigt haben, um einen nach den dann geltenden Vergabekriterien möglichen Erfolg dieser Mühe bringen oder Studienbewerber in Unkenntnis der formlosen Nachmeldung weiterer Studienplätze über die öffentlich bekannte Zulassungszahl hinaus in ein Gerichtsverfahren treiben, mit dem sie die von der Hochschule selbst erkannten Kapazitätsberechnungsfehler rügen, jedoch letztlich keinen Erfolg haben, weil die Hochschule den Fehler in für die betreffenden Studienbewerber intransparenter Weise korrigiert und die Studienbewerber hierüber nicht informiert hat.

So wurde hier der Beschwerdeführer auch im ablehnenden Bescheid vom 4. November 2013, mit dem sein Antrag auf Zulassung außerhalb der festgesetzten Zulassungszahl abgelehnt wurde, über die der Stiftung nachgemeldeten Studienplätze nicht informiert. Vielmehr enthielt der Bescheid den unzutreffenden Hinweis, dass sich die Kapazität aus der entsprechenden Zulassungszahlenverordnung ergebe.

Im Übrigen kann dem grundrechtlich abgeleiteten Kapazitätserschöpfungsgebot sowie dem Gebot, einer möglichst einheitlichen und sachgerechten Vergabe der Studienplätze an grundsätzlich gleichberechtigte Studienbewerber nicht allein im Rahmen des zentralen Vergabeverfahrens, sondern auch bei der Vergabe der über die festgesetzte Zulassungszahl hinaus ermittelten Studienplätze Rechnung getragen werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn - wie hier nach § 24 Satz 2 und 3 VergabeVO Stiftung - bei der Vergabe von Studienplätzen außerhalb der festgesetzten Zulassungszahlen an die Kriterien angeknüpft wird, die auch im zentralen Vergabeverfahren Anwendung finden. Das Erfordernis einer rechtsförmigen Erhöhung der Zulassungszahlen führt daher mit Blick auf das Recht auf gleiche Teilhabe an geschaffenen Ausbildungskapazitäten nicht zu unerträglichen Ergebnissen.

Es ist auch nicht erkennbar, dass dem zuständigen Wissenschaftsministerium die Änderung der Zulassungszahlenverordnung zur Umsetzung der nach dem Beschluss des Verwaltungsgerichts Karlsruhe vom 27. Juni 2013 - der Universität zugestellt am 18. Juli 2013 - für notwendig gehaltenen Erhöhung der Zulassungszahl bis zum 30. September 2013 nicht möglich gewesen wäre. Die Universität hat erst Ende September die mit der Zulassungszahlenverordnung vom 1. Juni 2013 festgesetzte Zulassungszahl neu berechnet und am 30. September 2013 der Stiftung formlos eine neue - nach Auffassung des Verwaltungsgerichts aber ebenfalls unzutreffende - Zahl mitgeteilt.

3. Das weitere Verfahren

Ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Zulassung außerhalb der festgesetzten Zulassungszahlen hat, bedarf der weiteren tatsächlichen Prüfung durch das Verwaltungsgericht. Es hat im hier angegriffenen Beschluss im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes anstatt der in der Zulassungszahlenverordnung festgesetzten Zahl von 204 Studienplätzen die Zahl von 214 Studienplätzen für zutreffend gehalten. Dies blieb vom Verwaltungsgerichtshof unbeanstandet. Daraus ergibt sich, dass die Ausgangsgerichte die Zahl von zehn formlos nachgemeldeten Studienplätzen zumindest vorläufig anerkannt haben. Deshalb kommt es in Betracht, dass der Beschwerdeführer außerhalb der festgesetzten Zulassungszahlen einen Anspruch auf Zulassung hat.

Der Beschwerdeführer wäre an einer Vergabe der nicht kapazitätswirksam vergebenen Plätze zu beteiligen. Nach § 24 Satz 3 VergabeVO Stiftung hat sich die Vergabe von Zulassungen außerhalb der festgesetzten Kapazität an den Vergabekriterien im zentralen Vergabeverfahren zu orientieren, wenn die Hochschule für die Bewerber um diese Zulassungen entsprechende Ranglisten erstellt hat. Die Regelungen wurden vom Bundesverwaltungsgericht für verfassungskonform gehalten, wobei es davon ausgegangen ist, dass die Norm so ausgelegt werde, dass bei der Vergabe zunächst die an einem Kapazitätsprozess beteiligten Studienbewerber nach Maßgabe dieser Norm befriedigt würden, dass im Übrigen die Vergabe jedoch nicht auf die an einem Kapazitätsprozess beteiligten Studienbewerber beschränkt wäre. Der Vorrang der rechtsschutzsuchenden Bewerber bei der Verteilung von Plätzen außerhalb der festgesetzten Zulassungszahl folgt aus der bundesrechtlichen Ausgestaltung des verwaltungsgerichtlichen Rechtsschutzes als Individualrechtsschutz.

4. Unsere Anmerkungen:

4.1. Das konkrete Verfahren

Der VerfGH hat das Eilverfahren an das Verwaltungsgericht Karlsruhe zurückverwiesen. Da der von uns vertretene Verfassungsbeschwerdeführer der einzige war (ein anderes von uns geführtes Verfahren hatte sich wegen anderweitiger Zulassung erledigt) wird das VG Karlsruhe bei Fortführung des Verfahrens unserem Mandanten einen Studienplatz zusprechen müssen. Es sind auch aus dem WS 2013/2014 gegen die Universität Heidelberg - Studienort Mannheim – noch einige weitere Klageverfahren anhängig, die zum Ruhen gebracht worden waren. Auch diese müssten Erfolg haben.

4.2. Auswirkungen für die „Bescheidungspraxis“ der Universitäten

Der VerfGH hat ausdrücklich darauf hingewiesen – und dies hatten wir auch mit sehr deutlichen Worten gerügt – dass unser Mandant im ablehnenden Bescheid vom 4. November 2013, mit dem sein Antrag auf Zulassung außerhalb der festgesetzten Zulassungszahl abgelehnt wurde, über die der Stiftung nachgemeldeten Studienplätze nicht informiert wurde und vielmehr enthielt der Bescheid den unzutreffenden Hinweis enthielt, dass sich die Kapazität aus der entsprechenden Zulassungszahlenverordnung ergebe.

Damit werden wir die Hochschulen auffordern, uns rechtzeitig die „Belegung“ – auch im Falle der Überbuchung – bekannt zu geben. Damit vermeiden wir für unsere Mandanten kostenträchtige Verfahren – insbesondere – wie auch im Falle Mannheim – bei anwaltlich vertretenen Universitäten.

4.3. Auswirkungen auf andere laufende Verfahren

Gegen die Charité haben wir noch Zahnmedizinverfahren aus dem SS 2012. Dort hatte der Leiter des Studierendensekretariats – ebenfalls „freihändig“ und ebenfalls in Abstimmung mit dem Anwalt der Universität – 10 Zahnmedizinplätze an hochschulstart.de nachgemeldet. Das VG Berlin hatte dies gebilligt. Über unseren Antrag auf Zulassung der Berufung hat das OVG Berlin-Brandenburg trotz drei (!!) Verzögerungsrügen noch nicht entschieden.

PSYCHOLOGIE - BACHELOR
Kein Abi mit 1,3*?
Dann 10 Semester* warten oder KLAGEN!?

(*Beispiel: TU Darmstadt)


Ca. 47 staatliche Universitäten in Deutschland bieten den Studiengang Psychologie – Bachelor - an. Die Auswahlgrenzen betrugen z.B.:

HU Berlin

WS 2015/2016

Note: 1,1

Wartezeit: 16 Semester

TU Darmstadt

WS 2015/2016

Note: 1,4

Wartezeit: 10 Semester

Uni Frankfurt

WS 2015/2016

Note: 1,4

Wartezeit: 10 Semester

Uni Hamburg

WS 2015/2016

Note: 1,4

Wartezeit: 10 Semester

Uni München

WS 2015/2016

Note: 1,2

Wartezeit: 33 Semester

 

Die Studienplatzklage im Studiengang Psychologie – Bachelor - lohnt sich. Die Erfolgsquote ist hoch und Sie sparen viele Semester Wartezeit. Warten Sie nicht bis Sie Ihren Ablehnungsbescheid erhalten, denn dann kann es für die Vorbereitung einer Klage bereits zu spät sein. So wie Sie sich auf einen sog. „innerkapazitären“ Studienplatz bewerben, müssen wir Sie auf einen sog. „außerkapazitären“ Studienplatz außergerichtlich bei den Hochschulen bewerben. Dies ist eine zwingende Voraussetzung, um – im Fall Ihrer Ablehnung – gegen die Hochschule in Ihrem Wunschstudiengang klagen zu dürfen. Die ersten Fristen für das Wintersemester 2016/2017 laufen bereits am 15.07.2016 ab.

 

Fordern Sie kostenfrei und unverbindlich unsere Informationen zur Studienplatzklage für den Bachelorstudiengang Psychologie an.

BETRIEBSWIRTSCHAFT - BACHELOR
Kein Abi mit 1,7*?
Dann 8 Semester* warten oder KLAGEN!?

(*Beispiel: Frankfurt University)

 

Ca. 63 staatliche Hochschulen in Deutschland bieten den Studiengang Betriebswirtschaft bzw. Betriebswirtschaftslehre – Bachelor - an. Die Auswahlgrenzen betrugen z.B.:

 

HTW Berlin SS 2015 Note 1,7 Wartezeit 13 Semester
Frankfurt University WS 2015/2016 Note 1,8 Wartezeit 8 Semester
HS Hannover WS 2015/2016 Note 2,2 Wartezeit 10 Semester
HS München WS 2015/2016 Note 2,0 Wartezeit 10 Semester

 

Die Studienplatzklage im Studiengang Betriebswirtschaft/slehre – Bachelor - lohnt sich. Die Erfolgsquote ist hoch und Sie sparen viele Semester Wartezeit. Warten Sie nicht bis Sie Ihren Ablehnungsbescheid erhalten, denn dann kann es für die Vorbereitung einer Klage bereits zu spät sein. So wie Sie sich auf einen sog. „innerkapazitären“ Studienplatz bewerben, müssen wir Sie auf einen sog. „außerkapazitären“ Studienplatz außergerichtlich bei den Hochschulen bewerben. Dies ist eine zwingende Voraussetzung, um – im Fall Ihrer Ablehnung – gegen die Hochschule in Ihrem Wunschstudiengang klagen zu dürfen. Die ersten Fristen für das Wintersemester 2016/2017 laufen bereits am 15.07.2016 ab.

 

Fordern Sie kostenfrei und unverbindlich unsere Informationen zur Studienplatzklage für Bachelor Studiengänge an.

SOZIALE ARBEIT - BACHELOR
Kein Abi mit 1,8*?
Dann 13 Semester* warten oder KLAGEN!?

(*Beispiel: ASH Berlin)

 

Ca. 38 staatliche Hochschulen in Deutschland bieten den Studiengang Soziale Arbeit – Bachelor -an. Die Auswahlgrenzen betrugen z.B.:

ASH Berlin SS 2015 Note 1,9 Wartezeit 13 Semester
HS Darmstadt WS 2015/2016 Note 2,2 Wartezeit 8 Semester
Frankfurt University WS 2014/2015 Note 2,1 Wartezeit 8 Semester
HAW Hamburg WS 2015/2016 Note 2,1 Wartezeit 16 Semester
HS München WS 2015/2016 Note 2,2 Wartezeit 14 Semester

 

Die Studienplatzklage im Studiengang Soziale Arbeit – Bachelor - lohnt sich. Die Erfolgsquote ist hoch und Sie sparen viele Semester Wartezeit. Warten Sie nicht bis Sie Ihren Ablehnungsbescheid erhalten, denn dann kann es für die Vorbereitung einer Klage bereits zu spät sein. So wie Sie sich auf einen sog. „innerkapazitären“ Studienplatz bewerben, müssen wir Sie auf einen sog. „außerkapazitären“ Studienplatz außergerichtlich bei den Hochschulen bewerben. Dies ist eine zwingende Voraussetzung, um – im Fall Ihrer Ablehnung – gegen die Hochschule in Ihrem Wunschstudiengang klagen zu dürfen. Die ersten Fristen für das Wintersemester 2016/2017 laufen bereits am 15.07.2016 ab.

 

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